Am 26. Januar 2013 habe ich nach längerer Zeit wieder angefangen jeden Tag zu laufen. Die damalige Motivation dafür ist allerdings nicht in meiner Erinnerung verankert. Ich mache es einfach so. Auch heute wieder. Jetzt aktuell 27 Wochen in Serie. Von den zurückliegenden 365 Tagen bin ich an 357 Tage gelaufen. Es gab 2 gesundheitlich bedingte Pausen, einmal von einem Tag, ein zweites Mal für eine Woche. Gesundheit ist wichtigste Voraussetzung für das Täglichlaufen. Ob Täglichlaufen der Gesundheit zuträglich ist, ist wiederum ein anderes Diskussionsfeld. Man kann mit allem übertreiben. Dazu bedarf es allerdings nicht des Täglichlaufens. Ebenso kann man hinterfragen, ob Marathon oder ein Ultralauf gesundheitsfördernd ist. Zuweilen bin ich auch an meinen Grenzen gegangen. Vier Erkältungen habe ich laufend überstanden. Auch eine Gürtelrose war zu verzeichnen. Diese wurde allerdings erst von einem Arzt diagnostiziert, als sie fast abgeklungen war. Ich selbst habe insgesamt gesundheitliche Probleme kaum verspürt, so merkwürdig es sich anhören mag. Es stand der Wille im Vordergrund laufen gehen zu wollen und zwar an jedem Tag. So habe ich mich auf die jeweiligen Umstände entsprechend eingestellt. Zwei Vollnarkosen für Untersuchungen habe ich beispielsweise dadurch eingeplant, dass ich eben vorher gelaufen bin. Fast immer lässt sich irgendeine Regelung finden. Das Maß an persönlicher Gesundheit bleibt indess überwiegend ein wenig beeinflussbares Geschenk.
Um den vielleicht den entstehenden Eindruck zu entkräften ich sei kränklich, verweise ich einfach auf 357 Läufe innerhalb eines Jahres. Mit einer gewissen Konsequenz ist Vieles möglich. Übrigens ist auch der Neuanfang nach einer erzwungenen Pause durchaus interessant und lehrreich. Ein Neuanfang ist jeder Zeit möglich.
In einem Jahr kommen viele schöne Läufe zusammen. Das Erleben der Jahreszeiten. Die Wahrnehmung von Licht und Dunkelheit. Wettereinflüsse. Beobachtung des Umfeldes in dem man läuft. Wie Dinge sich verändern. Wie man sich selbst verändert, wie die jeweilige persönliche Verfassung ist. Eine Liste von läuferischen Höhepunkten wäre an dieser Stelle möglich und sie wäre lang. Abedr wo soll ich anfangen oder aufhören. So lasse ich die Vergangenheit ruhen.
Täglichlaufen lässt mich in einer gewissen Weise wachsen. Das mag ich allerdings nicht erklären. Es mag jeder für sich herausfinden oder auch nicht.
Die Dokumentation der Läufe in der zurückliegenden Woche:
Mo. 20.01.2014 2,14 Km
Di. 21.01.2014 2,27 Km
Mi. 22.01.2014 9,28 Km
darin 5 Km in persönlich flottem Tempo
Ein halbes Jahr "täglich" ist damit voll.
Do. 23.01.2014 2,01 Km
Minus 1 Grad am frühen Morgen; ansonsten hat sich der Winter im Ruhrgebiet noch nicht durchgesetzt.
Fr. 24.01.2014 8,47 Km
Lauf mit verschärftem Tempo
Sa. 25.01.2014 4,51 Km
So. 26.01.2014 25 Km
Ich war rausgegangen um mindestens eine Meile zu laufen und um dann zu sehen was geht. Ein solcher Lauf war nicht geplant. Es hätte sein können, dass ich nach 5 oder 10 Km fertig bin. Ich war überhaupt nicht festgelegt. 20 Km wären toll gewesen. Es hat sich dann so entwickelt. Milde 5 Grad plus haben den Lauf gefördert. Auch sehr lange Läufe lassen einen wachsen. Es war mein vierter Lauf im Januar mit deutlich mehr als 20 Km. Insoweit haben die milden Temperaturen sehr geholfen.
Sonntag, 26. Januar 2014
Sonntag, 19. Januar 2014
Bis das letzte Licht ausgeht..
Mo. 13.01.2014 3,01 Km
Di. 14.01.2014 2,47 Km
Mi. 15.01.2014 8,84 Km
Tempolauf im Regen; an der Zechenbahntrasse wird Kaminholz aus Sturmschäden zurechtgesägt.
Do. 16.01.2014 2,43 Km
Fr. 17.01.2014 7,552 Km
Dieser Lauf direkt nach der Arbeit zur Einleitung des Wochenende muss einfach sein. Danach ist der Kopf wieder frei. Nichts wirkt so entspannend wie lockeres laufen. Allerdings bedeuten meine Beobachtungen während meines Laufes nicht nur reine Freude. Die Jäger, diese komischen alten Männer mit ihren bedrohlichen Schießprügel, haben zwei neue Schießstände aufgestellt. Gerade an den Stellen, wo ich in der Vergangenheit die meisten Rehe beobachten konnte. Das passt irgendwie dazu, dass in dieser Woche die große Wiese hinter unserem Balkon zu Hause vermessen und abgesteckt worden ist. Da errichtet der grandiose lokale Baulöwe unter dem Beifall inkompetenter Komunalpolitiker zwei weitere häßliche Klötze und treibt die vollständige Versiegelung des Stadtteils voran.
Sa. 18.01.2014 4,54 Km
Ein grandioser Morgenhimmel in rötlichen und gelblichen Farben. Ein tolles Schauspiel.
So. 19.01.2014 23,58 Km
Ich starte um 6:15 Uhr noch in der Dunkelheit bei aufgelockerter Bewölkung, die noch den Blick auf Mond und Sterne zulässt. Es sind nur noch 2 Grad und wenigstens die Temperatur lässt einen Hauch von Winter verspüren. Heute geht es in die Haard und damit die ersten 5 Km leicht ansteigend bergauf. Dabei habe ich gut einen Kilometer auf einer Landstrasse zu laufen. Das ist in der Dunkelheit doch recht unangenehm, auch wenn nur wenige Autos unterwegs sind. An dem Ausflugslokal "Mutter-Wehner", zur Zeit als "Baustellen-Cafe" ausgewiesen, passiere ich die letzte Straßenlaterne. Jetzt bin ich endgültig im Wald angelangt und dementsprechend ist es jetzt richtig dunkel. Nur der Mond lugt zuweilen noch zwischen den Wolken hervor. Erst allmählich meldet der Tag seine Daseinsberechtigung an. Dieser Übergang von Nacht und Tag, dazu die Stille und Einsamkeit sind einzigartig. Ich laufe noch bis zum Feuerwachturm. Der Anstieg auf den letzten 700 Metern ist kräftezehrend. Ich muss oben angekommen ordentlich durchpusten. Dafür geht es dann zurück um so leichter nach unten.
Ein schöner langer Lauf stellt den Abschluss dieser Laufwoche dar. Es ist mein 182. Lauftag in Serie und wenn alles gut geht werde ich morgen wieder laufen.
Sonntag, 12. Januar 2014
Abgerechnet wird zum Schluss
Eine zähe müde Woche endet laufmäßig gesehen dann doch noch mit einem Paukenschlag und führt zu einem befriedigendem Gesamtergebnis. War es die viele Arbeit oder das Lebensalter welches dazu führte, dass für das Laufen nur noch wenig Resrtenergie zur Verfügung stand? Am Freitag komme ich erst nach 19 Uhr zu einer kurzen Laufrunde und bin doch etwas über mich selbst enttäuscht. Irgendwie hatte ich mir das doch anders vorgestellt. Dabei machen für mich gerade die kurzen Läufe Sinn und sie haben ihre Berechtigung. Sie sind erholsam und belebend. Also worüber rege ich mich auf?
Das Wetter war auch in dieser Woche zunächst noch sehr mild mit Temperaturen bis 14 Grad. Es gab heitere Abschnitte, es gab zwei Läufe im Regen und am Donnerstag wurde ich von Sturmböen begleitet. Ein kurzer, aber sehr kräftiger Regenguss sorgte dafür, dass ich die 10 Grad dann doch nicht als zu warm empfinden konnte. Samstag Morgen dann nur noch 3 Grad und etwas Bodenfrost.Am Sonntag dann der erste richtige Kältelauf in diesem Monat. Glatte durch überfrorene Nässe, Rauhreif auf Wiesen und Wegen. Zunächst mal ging es eine gute Stunde durch die Dunkelheit unter einem prächtigen Sternenhimmel. Dann setzte sich allmählich der Tag durch mit wundervollen Lichtspielen. Über den Feldern bildeten sich Nebelbänke, die für zusätzlichen Zauber sorgten. Ich habe heute zum ersten Mal in diesem Monat die Spechte bei ihrer Arbeit gehört. So wurden es dann die für heute auch vorgesehenen 24 Laufkilometer. Alles ist wieder gut.
Mo. 06.01.2014 2,36 Km
Di. 07.01.2014 2,24 Km
Mi. 08.01.2014 8,42 Km
Do. 09.01.2014 2,85 Km
Fr. 10.01.2014 2,81 Km
Sa. 11.01.2014 4,53 Km
So. 12.01.2014 24,14 Km
War heute mein 175. Lauftag in Serie. 25 Wochen sind damit voll.
So schön es heute auch war: das Bild ist aus meinem Archiv vom März 2010; denn der Schnee lässt in diesem Winter weiter auf sich warten
Das Wetter war auch in dieser Woche zunächst noch sehr mild mit Temperaturen bis 14 Grad. Es gab heitere Abschnitte, es gab zwei Läufe im Regen und am Donnerstag wurde ich von Sturmböen begleitet. Ein kurzer, aber sehr kräftiger Regenguss sorgte dafür, dass ich die 10 Grad dann doch nicht als zu warm empfinden konnte. Samstag Morgen dann nur noch 3 Grad und etwas Bodenfrost.Am Sonntag dann der erste richtige Kältelauf in diesem Monat. Glatte durch überfrorene Nässe, Rauhreif auf Wiesen und Wegen. Zunächst mal ging es eine gute Stunde durch die Dunkelheit unter einem prächtigen Sternenhimmel. Dann setzte sich allmählich der Tag durch mit wundervollen Lichtspielen. Über den Feldern bildeten sich Nebelbänke, die für zusätzlichen Zauber sorgten. Ich habe heute zum ersten Mal in diesem Monat die Spechte bei ihrer Arbeit gehört. So wurden es dann die für heute auch vorgesehenen 24 Laufkilometer. Alles ist wieder gut.
Mo. 06.01.2014 2,36 Km
Di. 07.01.2014 2,24 Km
Mi. 08.01.2014 8,42 Km
Do. 09.01.2014 2,85 Km
Fr. 10.01.2014 2,81 Km
Sa. 11.01.2014 4,53 Km
So. 12.01.2014 24,14 Km
War heute mein 175. Lauftag in Serie. 25 Wochen sind damit voll.
So schön es heute auch war: das Bild ist aus meinem Archiv vom März 2010; denn der Schnee lässt in diesem Winter weiter auf sich warten
Sonntag, 5. Januar 2014
Laufen ohne Winter
Der Pilz ist echt und aktuell. Pilze statt Schnee.
So ist die erste Januarwoche schon wieder vorbei. Die letzten beiden Dezembertage hatten sich noch vorab davor gespannt. Jahresübergang, neues Jahr. Irgendwann vorher war noch Weihnachten. Tage, Wochen, Monate und Jahre lösen sich auf wie nichts. Was sind die Jahreszeiten, wo ist der Winter? In New York, wie man es über die Nachrichten verfolgen kann. Das möchte man dann auch nicht haben. Und zum Laufen sind doch die derzeitig milden Temperaturen ideal. Es ist mein Lieblingslaufwetter.
So ist es diese Woche bei mir gelaufen:
Mo. 30.12.2013 2,15 Km
Di. 31.12.2013 Silvesterlauf
3,2 Km einlaufen; 4,86 Km das "Rennen"
Es ist der 27. Recklinghäuser Silvesterlauf. Das Hohenhorster Stadion, normalerweise Start- und Zielpunkt des Laufes, ist gesperrt. Es besteht der Verdacht, dass es Blingänger aus dem Krieg gibt. Start und Ziel werden nach draußen verlegt. Das geht auch. Die Strecke ist etwas verkürzt. Es ist ein wundervolles sonniges Laufwetter. Die Temperatur fast zweistellig. 500 Teilnehmer, eine familiäre Atmosphäre, man kennt sich. Viele Kinder laufen mit. Man sieht: das Laufen ist uns angeboren. Wir verlernen es nur mit dem Heranwachsen. Es ist, so glaube ich, meine 16. Teilnahme. Habe keine Lust nachzuzählen. Ich bleibe unter 30 Minuten und bin zufrieden.
Mi. 01.01.2014 4,52 Km
Wolkenlos blauer Himmel, ein schöner Sonnenaufgang und eine angenehm klare Luft. Der Silvesterrauch hat sich verzogen. Ein gelungener Start ins neue Laufjahr.
Do. 02.01.2014 2,07 Km
Erster Arbeitstag, nach zwölftägiger Pause. Langer Donnerstag, wir werden in unserer Diensstelle überrannt. Alles wie gehabt.
Fr. 03.01.2014 7,57 Km
Schlecht geschlafen, um vier Uhr wach. Laufschuhe an und den Kopf frei machen. Nichts ist besser als Laufen.
Sa. 04.01.2014 3,7 Km
Heute werden die Vögel für den NABU gezählt. Dieser war dabei:
So. 05.01.2014 22,41 Km
Zunächst abgrundtiefe Finsternis. Der Regen hat aufgehört. Dunkler Himmel, kein Mond, keine Sterne. Ich will lange laufen und so erreiche ich schließlich den Tag, wenn auch nur zögerlich. Ein einsamer und stiller Lauf. Der sportliche "Höhepunkt" setzt bei Kilometer 19,5 ein. Ich bin quasi vor meiner Haustür und motiviere meine müden Beine zu einem weiteren kleinen Kringel. Die letzten beiden Kilometer sind meine "schnellsten". Die Laufwoche findet einen zufriedenstellenden Ausklang.
Gelaufen in dieser Woche: 50,48 Km
War heute mein 168. Lauftag in Serie.
Sonntag, 29. Dezember 2013
Das Jahr 2013 auf der Zielgeraden
So geht auch die letzte vollständige Woche des Jahres zu Ende. Jeden Tag gelaufen, wie gehabt. Viel gibt es nicht zu berichten. Ich bin überwiegend bei Dunkelheit gelaufen. Nicht das Sehen stand im Vordergrund, sondern das Fühlen und Erleben. Zum Wetter muss ich auch nicht viel sagen; jeder hat es schließlich selbst erlebt: mild und regnerisch, nicht wirkich ungewöhnlich für den Dezember in unseren Breitengraden. Ungewöhnlich war nur der fulminante Sturm am 24. Dezember. Am Heiligen Abend habe ich das so noch nicht erlebt. Aber wenn Dezemberstürme nicht ungewöhnlich sind, warum nicht auch an diesem Tag?
Noch zwei Tage, dann ist das Jahr 2013 zu Ende. Wenn alles gut geht, dann geht es am 1. Januar so weiter, wie es am 31. Dezember aufgehört hat, also hoffentlich laufend. Alles andere wird sich zeigen. Zunächst stehen die letzten beiden Tage noch aus!
Hier meine Wochenstatistik:
Mo. 23.12.2013
6,86 und 3,7 Km
Di. 24.12.2013
2,18 Km; Sturm am Heiligen Abend, na ja, wenigstens bis Mittag war er abgeflaut
Mi. 25.12.2013
2,36 Km
Do. 26.12.2013
20,75 Km; mein Hauptlauf für diese Woche. Es waren 18 Km geplant. Ich war entschlossen wenigstens diesen einen langen Lauf zu machen, auch wenn das Training in den Wochen zuvor eigentlich dagegen sprach. Ein Lauf überwiegend bei Dunkelheit gelaufen, ruhig und einsam.
Fr. 27.12.2013
2,18 Km
Sa. 28.12.2013
2,27 Km bei strömenden Regen
6,6 Km, dieser Lauf war der eigentlich geplante Hauptlauf mit Intervalltraining
So. 29.12.2013
6,07 Km wiederum bei kräftigem Regen
Mühselig das Schreiben auf dieser unbekannten Tastatur. Mein eigener sehr alter Computer gibt seinen Geist auf. Früher war alles einfacher, da gab es noch die Flaschenpost. Ach ja, meinen Fotoapparat habe ich in diesem Monat "auch" durch Unachtsamkeit zerstört. Hat aber über die Jahre seinen Dienst gemacht. Einfach und robust. So muss ich dem zu Ende gehenden Jahr nicht nachweinen. Es war aber so wie es war auch gut. Und wo es nicht so gut schien, hatte es auch sicher seinen Sinn und Zweck.
Uch wünsche allen einen guten Start ins neue Jahr und vor allem Gesundheit und Zufriedenheit!
Noch zwei Tage, dann ist das Jahr 2013 zu Ende. Wenn alles gut geht, dann geht es am 1. Januar so weiter, wie es am 31. Dezember aufgehört hat, also hoffentlich laufend. Alles andere wird sich zeigen. Zunächst stehen die letzten beiden Tage noch aus!
Hier meine Wochenstatistik:
Mo. 23.12.2013
6,86 und 3,7 Km
Di. 24.12.2013
2,18 Km; Sturm am Heiligen Abend, na ja, wenigstens bis Mittag war er abgeflaut
Mi. 25.12.2013
2,36 Km
Do. 26.12.2013
20,75 Km; mein Hauptlauf für diese Woche. Es waren 18 Km geplant. Ich war entschlossen wenigstens diesen einen langen Lauf zu machen, auch wenn das Training in den Wochen zuvor eigentlich dagegen sprach. Ein Lauf überwiegend bei Dunkelheit gelaufen, ruhig und einsam.
Fr. 27.12.2013
2,18 Km
Sa. 28.12.2013
2,27 Km bei strömenden Regen
6,6 Km, dieser Lauf war der eigentlich geplante Hauptlauf mit Intervalltraining
So. 29.12.2013
6,07 Km wiederum bei kräftigem Regen
Mühselig das Schreiben auf dieser unbekannten Tastatur. Mein eigener sehr alter Computer gibt seinen Geist auf. Früher war alles einfacher, da gab es noch die Flaschenpost. Ach ja, meinen Fotoapparat habe ich in diesem Monat "auch" durch Unachtsamkeit zerstört. Hat aber über die Jahre seinen Dienst gemacht. Einfach und robust. So muss ich dem zu Ende gehenden Jahr nicht nachweinen. Es war aber so wie es war auch gut. Und wo es nicht so gut schien, hatte es auch sicher seinen Sinn und Zweck.
Uch wünsche allen einen guten Start ins neue Jahr und vor allem Gesundheit und Zufriedenheit!
Sonntag, 22. Dezember 2013
Vierter Advent: Der Zeit Raum geben
Wenn man das Täglichlaufen auf seine Fahnen geschrieben hat, dann merkt man sehr schnell und sehr deutlich, wie es einem gerade so geht. Nicht erst in dieser Woche habe ich festgestellt, dass der Akku ziemlich leer ist, was am wenigsten mit meinem Laufen zu tun hat. Das Laufen ist eine Kraftquelle. Gleichwohl kostet es zugleich Energie. Hinzu kommt dann schon wieder eine bisher allerdings harmlose Erkältung. Die freien Tage bis zum Arbeitsbeginn am 2. Januar sind sehr willkommen....
Die Perspektiven für die nächsten Tage:
- keine Aufgabenlisten abarbeiten
- der Zeit Raum geben
- das "Nichtstun" zulassen
- Gedanken ziehen lassen
- Stille und manchmal auch Dunkelheit suchen und finden
- die Dinge langsam machen
... und dann kann auch Weihnachten kommen.
Mo. 16.12.2013
2,2 Km
Di. 17.12.2013
2,01 Km
Mi. 18.12.2013
2,3 Km
Do. 19.12.2013
3,16 Km
Fr. 20.12.2013
4,48 Km
Sa. 21.12.2013
5 Km
So. 22.12.2013
5,9 Km und 4,19 Km
Die aktuelle Täglichlauf-Serie läuft seit dem 22. Juli und somit sind auf den Tag fünf Monate um. Das ist aus meiner Sicht weder "viel" noch "wenig". Es ist einfach so und es ist ja auch schon längst Vergangenheit.
Ich wünsche allen ein frohes, besinnliches und in jeder Hinsicht friedliches Weihnachtsfest.
Sonntag, 15. Dezember 2013
Lebendige Finsternis im Advent
Mo.
09.12.2013 3,37 Km
Ruf
des Uhus. Diese kurzen Läufe nach der Arbeit sind wohltuend für Körper und Geist. Am
Sportplatz vorbei kommend, das Flutlicht ist eingeschaltet, werde ich
plötzlich von zwei Schatten begleitet, was mich kurz irritiert. Ich
schaue mich um, aber ich bin allein unterwegs. Als ich am
Schulbauernhof vorbeilaufe ertönt aus der Dunkelheit das Meckern
einer Ziege.
Di.
10.12.2013 3,41 Km
Ruf
des Uhus; Mond und Abendstern begleiten mit.
Mi.
11.12.2013 9,14 Km
Bei
meinem Start vernehme ich wie an den Abenden zuvor den Ruf des Uhus.
Es ist dunkel und den Rest der visuellen Wahrnehmungsmöglichkeit
verschluckt der Nebel. Später sendet der Mond wenig schales Licht
vom Himmel. Es ist schon etwas unheimlich. Im Wald sehe ich zwar
nicht den Matsch durch den ich laufe, aber ich höre und spüre ihn.
Stille und tiefe Einsamkeit für die Dauer meines Laufes.
Do.
12.12.2013 3,09 Km
mit
Mond und Sterne. Das Licht des Mondes verhilft mir zu einem Begleiter
in Form meines eigenen Schattens
Fr.
13.12.2013 6 Km
wolkenlos,
blauer Himmel, Sonnenuntergang; auf einem kleinen Weiher gibt es eine
hauchdünne Eisschicht von der vorhergehenden Nacht
Sa.
14.12.2013 6,41 Km
Dunkel,
wolkenverhangener Himmel; ganz zum Schluss zeigt sich dann doch der
Mond für einen kurzen Augenblick
So.
15.12.2013 – Dritter Advent
Müde,
schwere Beine. Ich beschließe nur 2 Km zu laufen, um „die Serie“
aufrecht zu erhalten.
Um
halb acht ist es noch dunkel. Kräftiger Wind und Regen peitschen mir
ins Gesicht, als ich vor die Tür trete. Welch`eine Begrüßung! Das
mit den schweren Beinen bewahrheitet sich schon bei den ersten Schritten.
Doch die Wetterverhältnisse lenken davon ab. Da ich nur ein kleines
Läufchen plane, habe ich es bei kurzer Laufbekleidung belassen. Mit
sieben Grad ist es ja an sich auch recht mild. Doch Wind und Regen
lassen es deutlich kälter anfühlen. Ich weiche von meiner üblichen
Laufrichtung ab und wende mich einer Siedlung zu um ein Haus zu
„besichtigen“, welches in der Zeitung mit einer besonders
aufwendigen Weihnachtsbeleuchtung hervorgehoben worden war. In der
Tat, es ist ein „leuchtendes Haus“. Doch rechte Stimmung will bei
mir nicht aufkommen. Vielleicht liegt es an der fortgeschrittenen
Dämmerung und auch an dem ungemütlichem Wetter. Jetzt laufe ich an
auf einem Radweg entlang einer Kreisstraße. Es ist nicht schön,
aber ich habe lange Rückenwind, bis ich schließlich in den Wald
einbiegen kann. Hier geht es dann auf meiner „Normalroute“ zurück
nach Hause.
Nass, durch gefroren, aber zufrieden, nach immerhin elf
gelaufenen Kilometern. So fühlt sich Dezember an.
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