Dienstag, 12. April 2011

Aprilwetter wie es im Buche steht





30 Km sind geschafft. Geplant waren etwa 28 Km; während des Laufes habe ich mich dann entschieden die "30" vollzumachen. Damit ist eine Grundvoraussetzung für den noch nicht abgeschriebenen Marathon in diesem Halbjahr erfüllt. Was mich natürlich freut. Aber was war das für ein "Schlauch". Gestartet bin ich mit einem heftigen Regenschauer. Die Aussicht, die nächsten drei Stunden mit nassen Sachen herumzulaufen war für mich ehrlich gesagt keine großartige Vorstellung. Andererseits: Stell dir vor du läufst Marathon und es regnet. Dann gehst du ja auch nicht gleich nach Hause.

Die Arbeiter, die für den Regionalverband Ruhrgebiet (RVR)entlang der Zechenbahntrasse an meiner Laufstrecke umfangreiche Rodungen durchführen, hatten sich vor dem Regen in ihrem Bulli in Sicherheit gebracht. Ich hingegen stapfte durch die Pfützen, entschlossen nicht klein beizugeben. Der Schauer dauerte auch nur einige Minuten; ich hatte inzwischen offenes Feld erreicht. Der Wind pfiff mir nur so um die Ohren. Herrlich, der Wetterbericht von gestern Abend hatte also richtig stürmische Windböen vorhergesagt. Doch wie das so auf einem Rundkurs ist; der Wind erwischt einen von allen Seiten. Die mächtigen Wolkentürme rissen jetzt auseinander und zeigten größere Lücken. Die Sonnenstahlen sorgten, wenn nicht gerade der Wind Gänsehaut machte, für dicke Schweißperlen auf der Stirn. Alle Wetter!!!
Richtig warm war es getern Nachmittag gewesen, als das Thermometer auf 26 Grad in der Sonne kletterte. Heute waren es etwa 10 Grad. Die Sonne gab jeweils nur kurze Gastspiele, bevor sich wieder dunkle Wolken zusammenbauten. Ich fühlte mich gut nach einer Stunde. War allerdings zu schnell unterwegs. Lang und langsam, dass waren die Vorgaben für heute. Durch das Täglichlaufen hat sich aber ein eigener Rhythmus eingestellt, von dem ich kaum runter komme. Das fällt mir schon seit einigen Wochen auf, ohne dass ich das bisher gezielt steuern kann.

Zu den Rodungen an der ehemaligen Zechenbahntrasse. Da werden eine Menge Bäume gefällt, an meiner Strecke. Das sieht schlimmer aus wie nach dem berüchtigten Orkan Kyrill. Das kann mir nicht gefallen. Es macht mich traurig, wenn ich auch sehen muss, dass in dem entsprechenden Bereich sehr viele kaputte Bäume stehen, die dann an der Hanglage auf dem Weg zu stürzen drohen. Ob das aber in dem Ausmaße notwenig ist? Ich habe dem RVR dazu eine Mail geschickt. Wenn es die Sicherheit erfordert, warum dann erst jetzt? Die Situation hat sich hier in den letzten Jahren kaum verändert. Natürlich geht die Sicherheit von Spaziergängern und Radfahrern vor. Es handelt sich ja nicht einmal um einen richtigen Wald. Gerade deshalb zählt aber auch jeder einzelne Baum.

Zurück zu meinem Lauf. Auch nach 2 Stunden fühle ich mich noch ganz ordentlich, spüre aber schon die Anstrengungen. Ich habe den Laufrhythmus beibehalten und fange an zu rechnen, was den Kilometerumfang angeht. Ich würde bei 29 Km wieder zu Hause sein. 30 Km wären natürlich schöner, gelle? Und so überlege ich schon mal rein vorsorglich, wie ich die Strecke ein wenig verlängern kann.

Das Wetter hält mich weiter in Atem; trotz der dunklen Wolken ist es erstaunlicherweise zunächst weiterhin trocken. An der Strecke beobachte ich ganz dicht am Weg drei Fasane, ein Männchen und zwei Weibchen. Die lassen sich von mir nicht verscheuchen, was nach meiner Beobachtung sehr selten ist, nehmen sie doch sonst immer sehr schnell reiss aus.

Zwei kuriose Dinge erlebe ich noch. Auf einer Bank sitzt ein Mann, rechts und links neben sich jeweils eine Bierflasche. Er döst vor sich hin. Aus seinem Kofferradio dröhnt Musik. Als ich auf seiner Höhe bin höre ich Textfetzen: "Alles muss anders werden...!" "Wie wahr," denke ich, lasse es aber bei den Gedanken und hebe mir die Luft für`s Laufen auf.

Später kommt mir auf dem Feldweg ein Auto entgegen. Ich sehe es schon von weitem. Es fährt auffällig langsam. Als ich näher komme sehe ich, dass vor dem Auto ein mittelgroßer schwarzer Hund läuft. Sieht nach einem älteren Semester aus. Der Hund, das Auto und der Fahrer gehören offensichtlich zusammen. Als ich an das Auto vorbeilaufe, schaue ich durch das geöffnete Seitenfenster und sehe einen paffenden Kerl, der das Tier offenbar amüsiert im Auge hat. Ich bin einigermaßen entsetzt, kann die Situation aber natürlich nicht objektiv einschätzen. Ich mag jetzt auch nicht noch dort herrennen und nachfragen, ob sonst alles gut ist.

Jetzt öffnen sich auch wieder die Himmelsschleusen und lassen den Regen mit Macht auf mich runter prasseln. Noch eine knappe halbe Stunde rechne ich, dann bin ich wieder zu Hause. Auch diesesmal bleibt es bei einem kurzen Schauer. Die Sonne knallt anschließend vom Himmel, als wolle sie etwas gut machen. Der Wind scheint noch stärker geworden zu sein. Oder ist es jetzt meine Schwäche? Er bläst jetzt voll von vorne. Das erleichtert mir meine Entscheidung. An einem ganz bestimmten Punkt bremse ich ab. Ich bin jetzt auf einem kleinen Rundkurs, bei dem ich etliche Entfernungspunkte abgemessen habe. Es ist noch ein guter Kilometer bis zum Ziel. Doch ich wende und dann sind es anders herum noch gut 2 Kilometer. Der eine Kilometer der noch fehlt ist auch dabei. Und ich habe jetzt Rückenwind; natürlich nur bis ich nach einigen hundert Metern erneut die Richtung wechseln muss. Die drei Stunden-Marke hatte ich bei der Wende gerade erreicht. Ich kann jetzt wirklich nicht mehr sagen, dass ich mich noch gut fühle. Aber ich habe das Ziel vor den Augen. Ich habe tausend Zweifel der letzten Wochen aus dem Kopf gefegt. Jetzt komme ich nochmal an der oben schon angeführten Bank vorbei. Da sitzen jetzt zwei Gestalten. Ob ich nach gleich gelaufenen 30 Km genauso schlimm aussehe wie die beiden? Ich hoffe nicht. Zuhause angekommen fühle ich mich völlig platt und sehr zufrieden.

Sonntag, 10. April 2011

Täglichlaufen - Eine positive Erfahrung




10. April, der 100. Tag im Jahr. Dass ich nicht an allen Tagen gelaufen bin, so wie ich es mir vorgenommen und angekündigt habe, ist ja nun nichts Neues mehr. Es ist bei den beiden krankheitsbedingten Ausfalltagen am 14. und 15. März geblieben. Somit bin ich an 98 der 100 ersten Tage des Jahres gelaufen. Auch die 1.000 Km habe ich nicht erreicht. Es sind letztendlich 870,6 Km geworden. Ein Fehlschlag also? Im Gegenteil! Ich sehe das am 1. Januar gestartete und nunmehr abgeschlossene Laufprojekt im Ergebnis sehr positiv. Noch nie zuvor bin ich an 81 Tagen hintereinander gelaufen (23. Dezember 2010 - 13. März 2011). Nach 2 Tagen Zwangspause erneut gestartet und eine kleine Serie von nunmehr 26 Tagen angehängt. Auch was die Laufumfänge angeht, so bin ich zu guter Letzt zufrieden. Noch nie bin ich in einer vergleichbaren Zeitspanne entsprechend viele Kilometer gelaufen, wenn das überhaupt ein Maßstab sein sollte.

Übrigens bin ich in diesem Jahr bisher 98:07:11 Stunden gelaufen. An jedem Lauftag somit im Schnitt eine Stunde. Tempo: Im Schnitt mein Marathontempo; im Januar deutlich langsamer, danach entsprechend zügiger.

Statistik ist nicht alles. Die eigentliche Frage ist, wie ich das tägliche Laufen erfahren habe.

Mein Fazit

Jeden Tag zu Laufen schärft die Wahrnehmung für die Natur. Kleinste Veränderungen lassen sich so wahrzunehmen. Jeden Tag sich mit dem Wetter auseinander setzen. Sich jeden Tag eine kleine Auszeit vom Alltag durch das Laufen gönnen. Es ist auch eine Übung gegen die eigene Trägheit. Ich kann dem Täglichlaufen viel abgewinnen. Es müssen für mich allerdings keine Endlos-Serien werden. Respekt all denjenigen, die das betreiben. Aber ich kenne auch meine Grenzen und ich setze mir diese auch ganz bewusst. Vielleicht wäre es schön mal ein komplettes Jahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember durchzulaufen. Aber das ist jetzt wirklich keine Ankündigung. Vielleicht mal in einigen Jahren, wenn ich nicht mehr so früh aufstehen muss.

Hier einige Gesichtspunkte, mit denen ich mich in den letzten Wochen auseinandersetzen musste.


Physische Beanspruchung


In der Vergangenheit bin ich drei- oder viermal wöchentlich gelaufen. Da ist es eine erhebliche Umstellung, wenn man jeden Tag raus geht und den Körper beansprucht. Es geht aber, wenn man das richtige Maß für sich findet. An den ersten 59 Tagen (bis Ende Februar)bin ich im Schnitt 10 Km gelaufen, so wie ich es angekündigt hatte. Da war ich absolut am Limit, denn es war deutlich mehr, als in der Vergangenheit. In den Jahren davor waren es zwischen 2.100 und 2.200 Laufkilometer jährlich. Das ist ein Schnitt von etwa 6 Km am Tag. Es ist nach meinen Erfahrungen nicht empfehlenswert beim Einstieg in das tägliche Laufen auch noch die Laufumfänge deutlich zu steigern. Was du heute an Belastung zuviel hast, spürst du am nächsten Tag und es schmälert den Spaßfaktor. Die Gefahr der Überforderung ist latent vorhanden. Aus meiner Sicht funktioniert das tägliche Laufen mit einer gleichmäßigen, moderaten Belastung; dann ist es eine machbare Herausforderung.


Mentale Seite

Sich jeden Tag aufzuraffen ist schwierig? Welche Probleme soll es geben? Das Wetter? Das kann es eigentlich nicht sein. Gegen Kälte kann man sich schützen. Regen ein Problem? Für mich ist es erstaunlich wie selten man richtig nass wird. Regen ist ein eher seltenes Naturerlebnis und tut auch nicht weh (anders als Hagel). Starker Gegenwind? Ich gestehe, den mag ich nicht. Aber es ist kein wirklicher Hinderungsgrund. Schnee und Glätte kann schwierig sein, man kann sich aber darauf einstellen. Wetter ist aus meiner Sicht kein Problem (gewesen).

Keine Lust zum Laufen? Meine Erfahrung ist, dass man sich fast nach jedem Lauf besser fühlt als vorher. Es lohnt sich raus zu gehen. Das ist eine Erfahrung, die ich für mich gezogen habe. Kurze Läufe können nach anstrengenden Arbeitstagen Arbeitstagen absolut erfrischend sein. Erst danach ist der Abend gerettet.

Schwer Beine! Ja, das war schon einige Male ein echtes Problem, nämlich dann, wenn ich an den Vortagen nicht das richtige Maß gehalten habe, zuviele Kilometer oder zu schnell gelaufen.

Zeitliche Beanspruchung

Das ist für mich ein echtes Problem, jedenfalls in der Woche an den Werktagen. Von Montag bis Donnerstag bin ich durch Arbeit und Fahrtzeiten von 5.15 Uhr bis etwa 17.00 Uhr in Anspruch genommen. Dann bin ich hinterher häufig auch richtig müde und kaputt. Wenn ich noch laufen will, dann muss es sofort sein. Das bedeutet unterm Strich, ich bin frühestens gegen 18.30 Uhr ferig. Viel Luft für andere Aktivitäten habe ich danach nicht mehr. Und ich habe durchaus noch andere Interessen; von Verpflichtungen will ich gar nicht erst reden. Man muss gut organisiert sein und sehr konsequent "sein Laufding" durchziehen, wenn man täglich laufen will. Ein gewisses Maß an Sturheit gehört wohl dazu.


Täglichlaufen und Wettkampf

Beides ist nach meiner Erfahrung ein Widerspruch in sich. Es geht zwar, aber man schließt Kompromisse, bei der das eine oder das andere zurückstecken muss. Übliche Trainingspläne funktionieren wegen des Täglichlaufens nur eingeschränkt. Das Täglichlaufen wird auf der anderen Seite eingeschränkt, wenn man bestimmte harte Trainingsläufe und gar Wettkämpfe absolviert.Wenn ich sage, man kann Täglichlaufen und Wettkämpfe miteinander verbinden, dann ist für mich die Grenze erreicht, wenn es um eine Marathonvorbereitung geht. Das bekomme ich offensichtlich nicht hin. Auch kurze Läufe zwischendurch reichen nicht für die notwendige Regeneration. Ob es solche regenerativen Läufe überhaupt gibt ist ja wohl auch umstritten, auch wenn manche Täglichläufer darauf hinweisen. Meine Erfahrung ist da anders. Mein Rezept heißt dagegen: mit den Kräften haushalten und an Morgen denken.

Täglichlaufen = Zwangsarbeit?

Wenn man sich entschieden hat etwas zu tun, wenn man etwas aus eigenem Willen verfolgt, dann ist es freiwillig. Wer einen Marathon-Trainingsplan durchführt, ist doch auch in ein Korsett eingezwängt? Ist das dann Zwangsarbeit? Entweder man will es oder man scheitert. Ich habe beim täglichen Laufen keinen Zwang verspürt. Wenn ich jetzt damit aufhöre, um einen Marathon vorzubereiten, dann ist das für mich keine gute Vorstellung. Ich mag fast nicht daran denken.

Wie es weiter geht?

Ich möchte in diesem Jahr noch einen Marathon laufen. Eigentlich möchte ich auch weiter täglich laufen. Beides zusammen werde ich nicht hinbekommen. Hut ab vor diejenigen, die das Schaffen. Auch wenn es nicht so aussieht, ich habe schon eine Vorstellung, wie es weiter gehen soll. Die Dinge werden ihren Lauf nehmen. Ich selbst bin gespannt.


Rückblick letzte Woche:


So. 10. April 2011 10,9 Km
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Sa. 09. April 2011 3,7 Km
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Fr. 08. April 2011 10,9 Km
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Do. 07. April 2011 2,5 Km
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Mi. 06. April 2011 7,7 Km
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Di. 05. April 2011 2,5 Km
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Mo. 04. April 2011 14,8 Km

Der Frühling hat uns in der zu Ende gehenden Woche richtig verwöhnt!

Sonntag, 3. April 2011

April, April


Rückblick auf den Monat März? Heute haben wir schon den 3. April. Die Zeit gönnt uns kein Verschnaufen. Sie rennt unerbittlich. Der Frühling hat sichtbar Einzug gehalten und das triste grau durch durch ein helles Grün, leuchtendes Gelb, Violett und Rosa abgelöst. Und die Frühlingsblumen in den Vorgärten geben noch manch anderen Farbtupfer her. Noch staune ich über jedes sich öffnende Blatt und über die Knospen an Bäumen und Sträucher. Und eh man sich versieht ist alles schon wieder vorbei. Deshalb heißt es jetzt die Natur mit allen Sinnen zu genießen.

Der 1. April, ein Tag den man wegen drohender Aprilscherze mit etwas Vorsicht genießen sollte. Es hätte mein 100 Lauftag in Serie sein sollen, da ich die Serie am 23. Dezember gestartet hatte. Doch mit dem 100. Lauftag wurde es leider nichts, da ich wegen einer Erkrankung an 2 Tagen Mitte März passen musste. So bin ich statt an 100 Tagen nur an 98 Tagen gelaufen. Am 1. April habe ich dann doch ein leichtes Bedauern gespürt.

Der diesjährige 1. April, es ist kein Scherz, es ist der fünfte Jahrestag meiner aktuellen Laufaktivitäten gewesen. Das Datum ist eher Zufall. Die für mich vorhersehbaren Umstände, die zum Beginn von ernsthaften Laufaktivitäten geführt haben, waren eben eingetreten. Laufen tut mir gut. Einen Rückblick auf die 5 Jahre vermag und mag ich nicht zu geben, da der Beginn und verschiedene Entwicklungen sich mit Übergängen vollzogen haben, die sich in ihrer Komplexität kaum darstellen lassen. Ich laufe jetzt eben und dabei bleibt es hoffentlich auch noch einige Zeit.

Doch noch ein paar Worte zum März. Im Vergleich zu den Vormonaten hat sich der Laufumfang auf ein für mich normales Maß eingependelt. Es sind 203 Kilometer geworden. Ich war aber deutlich schneller als in den Vormonaten unterwegs. Bis auf den zwei besagten Tagen war ich an jedem Tag laufen. Allerdings hat das dazu geführt, dass die Umfänge häufiger nur gering waren. Es waren zu wenig lange Läufe dabei: 22 Km, 25,2 Km, ein Halbmarathonlauf und wenigstens ein 18 Km Lauf gestern. Was macht die Marathonvorbereitung??? Diese steht zum Täglichlaufen im Widerspruch! Es passt zum Image des Monats April: April, April, er weiß nicht was er will! Mal sehen, wie ich da raus komme.

Der schönste Lauf der Woche hat gestern statt gefunden. Eine Stunde vor Sonnenaufgang habe ich mich raus begeben. Ich spürte die kühle Luft der Morgendämmerung auf der Haut. Die Vögel schon hellwach, wetteiferten um den schönsten Gesang. Der Bodennebel konzentrierte sich zu Streifenschwaden. Ließ Baumstämme verschwinden. Teilweise waren nur die Baumwipfel zu sehen. Später mit der aufgehenden Sonne verwandelte sich der Nebel zwischen den Bäumen zu einem mystisch glitzernden Zaubergewand. Am Ende siegten aber die Sonnenstrahlen und eröffneten einen wunderschönen Frühlingstag.

Statistischer Wochenrückblick:

So. 03.04.2011 2,5 Km
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Sa. 02.04.2011 18,0 Km
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Fr. 01.04.2011 3,7 Km
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Do. 31.01.2011 2,5 Km
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Mi. 30.03.2011 6,9 Km
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Di. 29.03.2011 10,9 Km
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Mo. 28.03.2011 2,9 Km

Sonntag, 27. März 2011

Halbmarathon beendet Duisburger Winterlaufserie

So ist auch die diesjährige Duisburger Winterlaufserie schon Geschichte. Gestern fand der abschließende Halbmarathon statt. Morgens ging es mir gar nicht gut: leichte Magenbeschwerden, Übelkeit und ich habe gefroren. Dann Halbmarathon? Aber ich wollte mich nicht drücken und zumindest meine Beine fühlten sich ja ganz gut an. Außerdem waren es super Laufbedingungen: trocken, bewölkt, 10 Grad und nur wenig Wind. Ich wußte wirklich nicht wo ich mich leistungsmäßig einordnen sollte, hatte mir aber in etwa vorgenommen unter 2:10 Stunden zu bleiben.

Der erste Kilometer war mit 6:07 Minuten daher genau richtig als Test. Danach lief ich sehr konstant um die 6 Minuten. Ich war mir aber absolut unsicher und hatte schon die Befürchtung, dass die Kraft heute vielleicht gar nicht reichen könnte.

Der Halbmarathon ist meine Lieblingsdistanz in Duisburg. Denn es ist überwiegend ein Landschaftslauf durch Wald und entlang der Duisburger Seenplatte und natürlich auch entlang der Ruderregattastrecke in Wedau. Eine ganze Reihe von Segelbooten war zu meinem Erstaunen schon auf dem Wasser.

Die Duisburger Winterlaufserie ist eine recht große Veranstaltung. An den beiden Serien (kleine und große) sind gut 4.500 Teilnehmer angemeldet. Die Veranstaltung ist bereits nach wenigen Wochen ausgebucht. Am gestrigen Halbmarathon haben etwa 2.700 Läuferinnen und Läufer teilgenommen. Doch diese Anzahl wird von der Strecke ganz gut verkraftet. Und so kann man gut mit dem Strom "mitschwimmen" und gleichzeitig sein eigenes Tempo finden. Die Veranstaltung ist stets sehr ordentlich organisiert und auch daher bei den Läufern sehr beliebt. Publikum gibt es überwiegend nur im und am Leichtathletikstadion. Der Reiz liegt überwiegend im Laufen in einer schönen Umgebung. Ein Highlight gestern darüber hinaus: aus einem Vereinshaus drang über aufgedrehte Lautsprecher Musik der Rolling Stones. Hinzu lief gerade "Death of thr Clown"; zurück gab es "Paint it black". Ansonsten war es an der Strecke überwiegend ruhig.

Ich lief gestern äußerst konzentriert, immer darauf achtgebend, ob mein Körper irgendwelche Signale von sich gibt. Es kam zum Glück aber nichts Negatives. Ich schafte ein sehr gleichmäßiges Tempo. Nach 5 Km-Abschnitten:

30:03 Min.
30:23 Min. (Getränkeaufnahme)
30:32 Min. (Getränkeaufnahme)
29:50 Min.

und 6:37 für die letzten 1,1 Km.

Das Gesamtergebnis von 2:07:25 Stunden war für mich überraschend gut. Es ist mein zweitbestes HM-Ergebnis in Duisburg.

Überblick über die abgelaufende Woche (mit herrlichem Frühlingswetter):

So. 27.03.2011 2,9 Km
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Sa. 26.03.2011 22,4 Km
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Fr. 25.03.2011 2,5 Km
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Do.24.03.2011 2,9 Km
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Mi. 23.03.2011 6,9 Km
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Di. 22.03.2011 2,5 Km
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Mo. 21.03.2011 25,2 Km

Dienstag, 22. März 2011

Frühlingserwachen




Endlich Frühling! Wärmende Sonnenstrahlen. Helles Licht. Die Natur taucht mehr und mehr in grüne und gelbe Farben. Das fröhliche Zwitschern der Vögel. Es ist einfach nur schön. So begrüße ich mit Begeisterung (und hartnäckiger Disziplin) den kalendarischen Frühlingsanfang mit einem 25 Km-Lauf. Viel Zeit die Gedanken streifen zu lassen. Ich erinnere mich an ein Frühlingsgedicht. Eines der ersten Gedichte die ich in der Schule lernen musste, heute würde ich sagen „durfte“.

Frühling

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike


Und mir fällt ein Lied zum Abschied des Winters ein:

Winter, ade! Scheiden tut weh.
Aber dein scheiden macht,
dass mir das Herze lacht…

Doch was wäre der Frühling ohne die langen Wintermonate? Der Reiz liegt im Wandel.

War da nicht noch was, was mich noch beschäftigen sollte? Wenn ich bei meinem letzten kleinen Bericht über den nachgeholten Silvesterlauf über prophetische Fähigkeiten verfügt hätte, so hätte ich zum Schluss noch schreiben können: „Und das war der letzte Lauf meiner kleinen Serie.“ Denn das war er. An den beiden darauf folgenden Tagen hatte mich eine heftige Magenverstimmung von den Füßen geholt. An Arbeiten war nicht zu denken. Und an Laufen schon mal gar nicht. Und so war das Ende da, plötzlich und unerwartet, wie es so salbungsvoll heißt. Es kam aus dem Nichts. Hatte ich doch gedacht ich würde auch die kommenden Wochen einfach so weiter laufen. Emotional habe ich das absolut gelassen aufgenommen. Es war einfach so. Nach 81 Lauftagen in Serie war schon wieder Schluss. Eine interessante, wenn auch zu kurz geratene Erfahrung. Vielleicht klappt es ja mit den 100 Tagen im nächsten Winter. Denn der Winter eignet sich wunderbar zum Laufen, wenn es nicht gerade allzu glatt ist.

Das Ende meiner Laufserie spielt gedanklich bei meinem langen Lauf zum Start in den Frühling keine Rolle mehr. Es geht weiter, immer weiter. Die Uhr tickt unerbittlich weiter.

Rückblick auf die letzte Woche:

So. 20.03.2011 2,5 Km
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Sa. 19.03.2011 2,5 Km
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Fr. 18.03.2011 10,9 Km
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Do. 17.03.2011 10,9 Km
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Mi. 16.03.2011 3,7 Km
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Di. 15.03.2011 0,0 Km (krank)
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Mo. 14.03.2011 0,0 Km (krank)

Sonntag, 13. März 2011

24. Recklinghäuser Silvesterlauf - Der Zahn der Zeit


13.03.2011: der 72. Tag des Jahres;
bisher in diesem Jahr gelaufen: 675 Km;
knapp 9,4 Km im Tagesschnitt;

23.12.2010 - 13.03.2011: der 81. Tag meiner aktuellen Laufserie;

13.03.2011: die 24. Ausgabe des Recklinghäuser Silvesterlauf wird nachgeholt. Diese Veranstaltung macht anschaulich deutlich, wie weit fortgeschritten das Jahr schon wieder ist. Am 31.12.2010 konnte die Veranstaltung wegen der winterlichen Verhältnisse nicht durchgeführt werden. Auf Grund der Schneemassen auf dem Stadiondach und auf Grund der Streckenverhältnisse war es dem Veranstalter zu gefährlich. Außerdem standen keine geräumten Parkplätze zur Verfügung. Es kommt mir vor als sei dies schon eine Ewigkeit her. Heute gab es keine Wetterprobleme. Der Frühling hat zumindest vorübergehend mit 15 Grad Einzug gehalten.

Es war heute meine 12. Teilnahme an dieser Veranstaltung. Von 1988 bis 1994 und von 2006 bis heute habe ich jeweils teilgenommen. 1988, mehr als 22 Jahre sind das jetzt her. Meine Töchter waren damals zweieinhalb und dreieinhalb Jahre alt. Heute ist das jüngste Enkelkind zweieinhalb. Eines ist sicher: in 22 Jahren werde ich keinen Silvesterlauf bestreiten.

Am 31.12.1988, beim 2. Recklinghäuser Silvesterlauf lief ich die 5 Km in 27:39 Minuten. Schnell war ich noch nie. Ok, ich war damals ja auch nicht mehr der jüngste (grins). Heute bin ich 28:24 Minuten gelaufen, selbst gestoppt, die offizielle Zeit ist noch nicht abrufbar. Nach dem Lauf habe ich den Zahn der Zeit gespürt. Ich hoffe, dass ich auch in diesem Jahr Silvester wieder dabei sein kann! Alles Weitere wäre vermessen.

Statistik der zu Ende gehende Woche:


So.13.03.2011 8,3 Km (nachgeholter Silvesterlauf)
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Sa. 12.03.2011 2,9 Km
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Fr. 11.03.2011 3,7 Km
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Do. 10.03.2011 6,9 Km
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Mi. 09.03.2011 6,9 Km (der Bauer düngt die Felder)
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Di. 08.03.2011 3,7 Km
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Mo. 07.0.3.2011 22,0 Km (Rosenmontag)

Sonntag, 6. März 2011

Loslassen!


Der 74. Lauftag in Folge; der 65. Lauftag in diesem Jahr.

Die Laufumfänge habe ich reduziert. So sind in dieser Woche nur noch 40,5 Km zustande gekommen. Doch alles ist relativ. Hochgerechnet auf 1 Jahr wären das 2.100 Km. Das entspricht knapp dem, was ich in den letzten 4 Jahren in etwa gelaufen bin.

Der Einsicht, jetzt zu reduzieren, war ein mühseliger Prozeß vorhergegangen, auch mit der dumpfen Empfindung der eigenen Begrenztheit. "Wer loslässt, der hat zwei Hände frei," heißt es. Vor allem aber wird der Kopf frei, wenn man sich von selbst konstruierten Zwängen befreit. Seltsamer Weise erwächst neue Energie. Die hat konkret dazu geführt, dass ich beispielsweise heute Mogen wieder einen wunderschönen Lauf genießen durfte. Raureif glitzerte in der Morgensonne. Das vielstimmige Zwitschern der Vögel, das Hämmern des Spechtes. Nachdem die Sonne ihre Wärme entfaltet hatte, bildete sich auf den Äckern ein Tropfenmehr, das im Morgenlicht schimmerte. Das leise Plätschern eines kleinen Baches. Und die lauten Schreie der Krähen. Das Zählen von Kilometern wird da sehr nebensächlich.


So. 06.03.2011 7,7 Km
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Sa. 05.03.2011 5,0 Km
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Fr. 04.03.2011 7,7 Km
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Do. 03.03.2011 5,0 Km
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Mi. 02.03.2011 2,5 Km
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Di. 01.03.2011 2,5 Km

(Mo. 28.02. 10,1 Km)