25 Km standen an. Nach Trainingsplan eigentlich nur 22 Km. Doch die hatte ich schon an den beiden Wochenenden zuvor gelaufen. Weniger als 25 Km heute hätte ich mir übel genommen. 25 Km war ich in diesem Jahr noch nicht gelaufen. Und so war da erstmal eine Hürde im Kopf. Schon beim Aufstehen spürte ich nagende Zweifel, die sich sofort auf meine Beine übertrugen. Doch ich wollte erstmal loslaufen. 8 Runden auf meiner Hausstrecke standen mir bevor. Am Startpunkt das Auto mit Getränken abgestellt. Es waren 18 Grad, aber die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch. Ich setzte mich mit der langen Distanz auseinander. Ich musste heute sehr langsam laufen. Das war so vorgegeben. Und ich war in dieser Woche schon einmal 19 Km gelaufen. Wesentlich schneller als heute vorgesehen. Da dann nochmals 2 Runden dazu. Das müsste doch eigentlich gehen? Alle 2 Runden wollte ich etwas trinken. Das waren dann schon mal überschaubare Abschnitte. So war ich unterwegs, hatte die Aufgabe zerlegt und es war gar nicht mehr so schlimm. Ich schaffte die ersten 4 Runden. Lief fast vorschriftsmäßig langsam und es war kein Problem. Und ich wollte den Rest auch noch. Ja, ich sagte es mir immer wieder, dass ich es will. Um etwas zu schaffen ist die Voraussetzung es zu wollen. Und dann geht es auch. Es ist immer auch eine Kopfsache. Nach 6 Runden war es Zuversicht, fast schon Gewissheit. Ich schaute nicht mehr auf die Uhr. Lief meinen Rhythmus. Ich war sicher etwas schneller geworden. Es war mir egal. Unterwegs gab es heute nichts Ungewöhnliches. Eine Schar von etwa 15 Raben hatte sich auf "meinem" Weg breit gemacht: "Wie die Geier," dachte ich. Aber ich war ja heute noch nicht so weit. Und so ergriffen sie widerwillig die Flucht. Ein winziges Kanninchen, ein aufgescheuchtes Fasanenmännchen und natürlich Scharen verwilderter Tauben. Mit dem Bauern auf dem Traktor tauschte ich den Morgengruß aus und schließlich sprach ich noch ganz kurz mit einer Bekannten, die gerade vom Brötchenholen auf dem Heimweg war.
Am Ende hatte ich meine 8 Runden und 25,4 Km zusammen. Das sorgt für die nächsten 14 Tage wieder für Zuversicht.
Sonntag, 8. August 2010
Samstag, 7. August 2010
3/38: Es genießen können....
Trotz eines Urlaubstages wird es eng mit dem Laufen. Ein kleines Mädchen hält mich den ganzen Tag auf Trab, einschließlich eines Besuchs auf der Cranger Kirmes. Am fortgeschrittenen Abend spricht dann viel dafür die Beine hoch zu legen. Ich raffe mich dann aber doch auf, ziehe die Laufklamotten an und genüge meinem Trainingsplan. Ein ruhiger 15 Km Lauf in 7:00/Km steht an. Es ist ein wundervoller milder Abend. Ich halte mich so einigermaßen an die Geschwindigkeitsbegrenzung. Auf den Feldern haben sich die Bauern in einen Endspurt begeben. Es ist da ein ganz eigener Rhythmus. Die Sonne geht bereits kurz nach 21 Uhr unter. Ich bin froh, dass ich mich auf dem Weg gemacht habe. Nach 16 Km und 109 Minuten habe ich mein Ziel gefunden.
Donnerstag, 5. August 2010
2/38: Schwere Kost
Auch die zweite Trainingseinheit ist mehr oder weniger geschafft. Je nach Sichtweise kann man "mehr" oder "weniger" sagen. Auf dem Plan standen 17 Km, davon 8 Km in 6:25/Km.
19,1 Km bin ich insgesamt gelaufen. Vor dem Abschnitt mit Marathontempo hatte ich gehörigen Respekt und Zweifel. Nie im Leben würde ich das heute schaffen. Es dauerte auch nicht lange und ich kam schon richtig ins schwitzen. Nach einem Kilometer hatte ich auch den Ansatz einer Erklärung: 5:53/Km: Null Tempogefühl. Auch die beiden nächsten Kilometer waren zu schnell. Zu schnell? Man könnte sagen das macht nichts. Ich sehe das anders. Es soll ein ganz bestimmtes Tempo trainiert werden. Daran soll man sich gewöhnen. Insoweit war das "Mehr" an Intensität von der Trainingswirkung ein "Weniger". Am Ende sind es 6:12 /Km geworden. Gelaufen bin ich damit 9,55 Km. Training bedeutet zu üben, damit es besser wird. Und so will ich das mal heute noch durchgehen lassen. 19,1 Km in der Woche ist schon ein Brocken, auch zeitlich gesehen. Mittags einen Arzttermin und für Abends hatten wir Fußballkarten über die Zeitung gewonnen: BVB gegen Manchester City. Ich habe mir den Nachmittag als Überstundenausgleich freigeben lassen. Sonst hätte ich das Ganze zeitlich nicht hinbekommen.
19,1 Km bin ich insgesamt gelaufen. Vor dem Abschnitt mit Marathontempo hatte ich gehörigen Respekt und Zweifel. Nie im Leben würde ich das heute schaffen. Es dauerte auch nicht lange und ich kam schon richtig ins schwitzen. Nach einem Kilometer hatte ich auch den Ansatz einer Erklärung: 5:53/Km: Null Tempogefühl. Auch die beiden nächsten Kilometer waren zu schnell. Zu schnell? Man könnte sagen das macht nichts. Ich sehe das anders. Es soll ein ganz bestimmtes Tempo trainiert werden. Daran soll man sich gewöhnen. Insoweit war das "Mehr" an Intensität von der Trainingswirkung ein "Weniger". Am Ende sind es 6:12 /Km geworden. Gelaufen bin ich damit 9,55 Km. Training bedeutet zu üben, damit es besser wird. Und so will ich das mal heute noch durchgehen lassen. 19,1 Km in der Woche ist schon ein Brocken, auch zeitlich gesehen. Mittags einen Arzttermin und für Abends hatten wir Fußballkarten über die Zeitung gewonnen: BVB gegen Manchester City. Ich habe mir den Nachmittag als Überstundenausgleich freigeben lassen. Sonst hätte ich das Ganze zeitlich nicht hinbekommen.
Dienstag, 3. August 2010
Ruhetag
Wie beabsichtigt habe ich meine kleine Laufserie gestern beendet. 34 Tage hat sie gedauert, nämlich vom 30. Juni bis zum 2. August, 292,2 Km gelaufen, im Schnitt täglich 8,6 Km.
Im Vergleich dazu meine erste Serie: vom 22. Mai. bis zum 23. Juni, mit 33 Läufen, zusammen 208,5 Km, macht ungefähr 6,3 Km täglich.
Wer glaubt es sei mir heute leicht gefallen nicht zu laufen der täuscht sich. Immer wieder spukte es in meinem Kopf herum: jetzt loszulaufen, ein kleines "Ründchen" wenigstens. Ganz erstaunlich, wie man so etwas verinnerlichen kann. Doch sind meine Pläne jetzt ja andere.
Noch was erfreuliches von meiner Waage: die zeigte heute Morgen nämlich auf dem Punkt 70,0 Kg an. Mein Wunschgewicht für das Abnehmspiel somit mit 2 Tagen Verspätung doch noch erreicht.
Montag, 2. August 2010
1/38
Die erste Aufgabe des zehnwöchigen Traingsplans ist geschafft. Es waren 3 mal 2000 m in 6:20 Min./Km zu laufen; Gesamtumfang 12 Km. Erstmals seit Monaten ging es wieder durch den Wald; ein immer noch gesperrter Weg; ich bin aber an den Absperrungen vorbei gelaufen. Im Wald wurden vorhandene Gräben instand gesetzt und Fußgängerbrücken neu angelegt. Der Weg ist durch schwere Fahrzeuge reichlich ramponiert und eignet sich gut für Crossläufe. Die feuchte Luft im Wald bei 21 Grad ist gut für die Mücken und schlecht für den Läufer.
Trainingsplan für 10 Wochen
Trainingspläne sind nichts für mich. Ich schaffe es einfach nicht mich exakt daran zu halten. Ein Plan gibt mir Orientierung. Aber die Umsetzung erfolgt doch überwiegend aus dem Laufgefühl heraus. Die Distanz kann mal kürzer oder länger ausfallen als geplant. Auch die Geschwindigkeit konnte ich bisher nie eins zu eins umsetzen. Diesesmal so es besser werden. Ich habe mir von der Homepage des Rhein-Ruhr-Marathons einen 4:30 Stunden-Trainingsplan ausgesucht. Das heißt nicht, dass ich 4:30 für realistisch halte. Aber dieses "Rezept" werde ich mal ausprobieren. Es stehen in den nächsten 10 Wochen 37 Traingseinheiten an. Zum Schluß gibt es dann vielleicht einen Marathon. 633 Traingskilometer plus 42,2 Km Marathon. Für den langsamen Lauf werden 7:30 Min./Km vorgegeben. Dann gibt es in jeder Woche eine Trainingseinheit in 6:25 Min./Km; einige Intervallläufe in 6:20 Min./Km, lockere Dauerläufe in 7:00 Min./Km. Ich bin gespannt, ob ich das hinkriege. Versuch macht klug. Oder: probieren geht über studieren. Ja, ein Phrasenschwein habe ich auch.
Sonntag, 1. August 2010
266,4 Km im Juli
So wie geplant bin ich im Juli jeden Tag gelaufen; einen Kalendermonat, dass war das Ziel. Dass dabei dann 266,4 Km zusammen gekommen sind, hätte ich vorab nicht geglaubt. Das ist eine neue Monatsbestmarke. Den bisherigen Bestwert aus August 2008 mit 263,8 Km habe ich damit knapp übertroffen. Heuer im Schnitt jeden Tag 8,6 Km und was wichtiger ist, es waren auch längere Läufe dabei. Mit dem Täglichlaufen ist jetzt sehr bald Schluss.
Wenn ich die letzten Monate zurückblicke, dann weiss ich, was ich im Juli zusammen gelaufen bin:
Januar 201,0 Km
Februar 162,2 Km
März 177,2 Km
April 28,9 Km
Mai 64,3 Km
Juni 175,1 Km
Juli 266,4 Km
Das Abnehmspiel von Laufkollege Eddy findet heute sein Ende. Ich habe exakt 3 Kg verloren, von 73,3 Kg auf 70.3 Kg bei 168 cm "Körpergröße". Vor gut 2 Monaten hatte ich gar 5,5 Kg mehr zu tragen. Mit dem Ergebnis von heute bin ich selbstverständlich zufrieden.
Wenn ich die letzten Monate zurückblicke, dann weiss ich, was ich im Juli zusammen gelaufen bin:
Januar 201,0 Km
Februar 162,2 Km
März 177,2 Km
April 28,9 Km
Mai 64,3 Km
Juni 175,1 Km
Juli 266,4 Km
Das Abnehmspiel von Laufkollege Eddy findet heute sein Ende. Ich habe exakt 3 Kg verloren, von 73,3 Kg auf 70.3 Kg bei 168 cm "Körpergröße". Vor gut 2 Monaten hatte ich gar 5,5 Kg mehr zu tragen. Mit dem Ergebnis von heute bin ich selbstverständlich zufrieden.
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