Samstag, 31. Juli 2010

Länger als ein Marathon

Vor ein paar Tagen kamen zwei Männer zu mir ins Büro, in Arbeitkleidung, vermutlich Arbeitskollegen. Der ältere hatte die Urkunde von meinem Marthon 2008 um den Baldenysee entdeckt (meine Bestzeit in 4:44:30 Stunden). "Das ist über nicht schnell," kommentierte er fachkundig aber vielleicht nicht ganz höflich. Doch ich blieb gelassen, da er ja recht hatte: "Stimmt," entgegnete ich also. "Ich bin langsam, mein Ziel ist es nur das Ziel zur erreichen."

Der Jüngere von beiden hatte ein Problem, darauf kamen wir schließlich zu sprechen. Wir hatten ihm die Fahrerlaubnis entzogen, nachdem er unter Cannabiseinwirkung ein Fahrzeug geführt hatte. Jetzt wollte er seinen Führerschein wieder haben. "Wo er den den abholen könnte," wollte er gleich wissen. Doch sei leicht ist das Ganze dann doch nicht. Ich erklärte ihm das dafür vorgesehene Prozedere. Wielange das Ganze denn wohl dauern würde? Ich konnte mir jetzt aber ein kleines "Return" nicht verkeneifen. "Jedenfalls länger als ein Marathon, auch wenn man meine Zeiten dafür ansetzt," versprach ich mit ernshafter Miene. Nach den Leitlinien für die Beurteilung der Kraftfahreignung ist für ein Fall der vorliegenden Art nämlich ein viermaliges Drogenscreening innerhalb eines Jahres vorgesehen. Danach eine medizinisch-psychologische Untersuchung. So ist alles im Leben irgendwie relativ.

Mittwoch, 28. Juli 2010

Lichterfest






Der Läufer (erstes Foto) hat die falsche Richtung eingeschlagen. Dies nicht etwa, weil ich immer die entgegengesetzte Richtung nehme. Anders herum hätte er einen grandiosen Abendhimmel genießen können. Ich war schon 2 Stunden zuvor gelaufenund hatte geahnt, dass es ein sehr schöner Abend werden könnte; es war mein 28. Lauf in diesem Monat und mein 29. in Serie. 3 Tage noch, dann ist der Juli auch schon vorbei. Für Morgen ist Regen angesagt. Wenn es so kommt, dann dürfen wir uns nicht beschweren. Bei uns war es in den letzten Wochen unglaublich trocken. Einige kurze Schauer. Der ausgetrocknete Boden hat das Wasser wie ein Schwamm aufgesogen. Also: Wasser marsch!

Sonntag, 25. Juli 2010

1.000 Kilometer und ein Traum

Den langen Lauf für`s Wochenende wollte ich schnell los werden. So bin ich das bereits am Samstag angegangen. Bereits um 5.30 Uhr war ich auf der Piste. 16 Grad, ist das schön, wenn es ums Laufen geht. Es war ein ruhiger unspektakulärer Lauf. Ein paar Kanninchen, ein paar Raben und eine sonst wundervolle Stille. Irgendwann fing ich an zu rechnen. Es müsste doch endlich die 1.000 Km-Marke für`s Laufjahr fallen. In diesem Jahr hatte ich ja im April und Mai einige Zwangspausen. Hatte ich nicht Ende Juni etwas mehr als 800 Km? Und in diesem Monat? Es war ein Schnitt von knapp 8 Km täglich. Und heute? 22,3 Km standen auf dem Plan. Huch, dann würde ich am heutigen 24. Juli die 200 Km Monatsmarke erreichen. Und die 1.000 Km-Marke für`s Jahr würde auch fallen. Keine Frage, das war auf den letzten Kilometern nochmals Motivation. Der Lauf bereitete mir keinerlei Schwierigkeiten. Im Gegenteil, auf den letzten Kilometern wurde ich etwas schneller. Nachmittags haben wir dann einen schönen Spaziergang um die Hohewardhalde gemacht, die sogenannte Brückenpromenade. Das waren 8 Kilometer. Ich müsste allerdings lügen, wenn icht nicht einräumen würde, dass ich doch etwas schwere Beine dabei hatte. Es waren viele Läufer dort unterwegs und es ist ja auch eine sehr schöne, abwechslungsreiche Strecke.

Am heutigen Sonntag war es umgekehrt, erst ein Spaziergang, dann noch ein Läufchen. Erst hatte ich Bedenken, aber es lief ganz gut und so hatte ich sogar Spaß dabei. Der Bauer auf dem Feld wohl weniger; der war mit dem Mähdrescher bei der Arbeit und es trübte sich immer mehr ein. Es ist aber bis heute Abend trocken geblieben.

Und so war die dritte Woche "Laufen und Abnehmen":

So. 18.07. "offizielles Wiegen: 71,7 Kg

Mo. 6,70 Km; 71,9 Kg
Di. 10,05 Km; 71,5 Kg
Mi. 3,70 Km; 70,8 Kg
Do. 6,85 Km; 71,4 Kg
Fr. 3,70 Km; 70,9 Kg
Sa. 22,30 Km; 71,0 Kg
So. 3,70 Km; 70,9 Kg

Jahreskilometer: 1.015,2 Km;
Monatskilometer: 206,6 Km (und damit schon jetzt die längste Strecke in diesem Jahr;
Wochenkilometer: 57 Km.

Und der Traum? Wie wär`s zum Beispiel mit einem Marathon? Ich wage da aber aus der Erfahrung heraus keine Prognose und schaue von Woche zu Woche. Es wird auch darauf ankommen, wie ich die langen Läufe ausdehnen kann.

Wenn Worte einfach nur noch schal sind

Eigentlich hatte ich über meinen langen Lauf schreiben wollen, über Kilometergrenzen, die damit gefallen waren. Ja, ich war gerade dabei zu schreiben. Dann kamen die ersten Meldungen über die Katastrophe bei der Love Parade in Duisburg. Und dann sitzt man fassungslos und kopfschüttelnd vor dem Fernseher; kaum in der Lage dazu etwas zu artikulieren. Einfach nur blankes Entsetzen. Da spielt es dann keine Rolle mehr, dass ich der Feierwut in dieser Form, wie etwa auch bei der Fußballweltmeisterschaft, nichts abzugewinnen vermag. Fürchterlich, einfach nur fürchterlich.

Mittwoch, 21. Juli 2010

So sieht`s aus...


So sieht`s aus, wenn man morgens rechtzeitig raus kommt. Natürlich muss man auch den richtigen Morgen erwischen. Damit wäre auch gesagt, dass ich meine kleine obligatorische Runde schon hinter mir habe. Angenehm kühl war es auch. Das Laufen bei Hitze bleibt mir heute erspart.

Dienstag, 20. Juli 2010

Täglichlaufen heißt Maß zu halten

Seit genau drei Wochen laufe ich wieder jeden Tag. Bis jetzt war es auch kein Problem. Im Gegensatz zu ersten Serie keine Durchhänger. Motivation und Beine stimmten. Doch da ich jetzt auch längere Läufe einschiebe, wie am Sonntag die 20 Kilometer, gibt es jetzt mal ein Problem mit "dicken" Beinen. Klar, am Montag bin ich dann nur kurze 3,7 Kilometer gelaufen. Aber als regenerativ habe ich das nicht wahrgenommen. Und heute habe ich lange gebangt, ob die Beine einen Lauf zulassen werden. Schließlich kletterte das Thermometer wieder mal über 30 Grad. Und da es heute Morgen mit dem Laufen noch nicht klappte, musste ich am Abend ran, bei immer noch satten 29 Grad. Aber irgendwie habe ich mich ein bisschen daran gewöhnt. Und die Beine haben freundlicherweise auch mitgespielt.

Eigentlich kann ich momentan ganz zufrieden sein. Mit den 21 Läufen seit dem
30. Juni sind knapp 170 Km zusammen gekommen, im Schnitt pro Lauf 8,1 Km. Und was mein monatliches Soll an geht, sieht es auch nicht schlecht aus:

Ziel 1: Die Läufe bis maximal 20 Km ausdehnen; ist bereits abgehakt.
Ziel 2: mehr Kilometer als im Vormonat; das waren 175 Km; jetzt liege ich schon bei etwa 163 Km;
Ziel 3: an jedem Tag des Monats laufen; das hört sich ja nicht mehr so dolle an; doch davor habe ich am meisten Respekt. Sind die Beine erst mal sauer, dann sind das schlechte Voraussetzungen für den nächsten Tag.

Abschließend möchte ich noch hervor heben, dass ich mich nicht als Täglichläufer ansehe. Dahinter steckt eine ganz andere Philosophie. Für mich ist das jetzt eine Übergangs- und Aufbauphase. Mal sehen, wie weit ich noch komme.

Sonntag, 18. Juli 2010

Wie man es schafft in einer Woche 300 Gramm abzunehmen

Die 2. Woche unseres Abnehmspiels ist vorbei:
http://www.eduard-andrae.de/das-abnehmspiel

Ganze 300 Gramm habe ich in dieser Woche abgearbeitet. Ich habe zwar auf nichts verzichtet. Nur Fressattacken habe ich widerstanden. Und etliche Kilometer bin ich gelaufen. Wahrscheinlich reicht das nicht als Vorschlag für eine "Brigitte-Diät". Oder? Gleichwohl hier mein zur "Nachahmung" empfohlenes Rezept:

So. 11.07.2010: 72,0 Kg ("offizielles Wiegen")

Mo. 12.07.2010: 10,050 Km gelaufen; 72,7 Kg

Di. 13.07.2010: 6,850 Km gelaufen; 72,2 Kg

Mi. 14.07.2010: 3,700 Km gelaufen; 71,8 Kg

Do. 15.07.2010: 10,050 Km gelaufen; 71,6 Kg

Fr. 16.07.2010: 10,050 Km gelaufen; 71,7 Kg

Sa. 17.07.2010: 3,700 Km gelaufen; 71,5 Kg

So. 18.07.2010: 20,100 Km gelaufen; 71,7 Kg

Gesamtlaufleistung: 64,5 Km; das ist für mich sehr, sehr beachtlich. Umkehrschluß: je mehr ich laufe, desto weniger nehme ich ab. Mühselig ernährt sich halt das Eichhörnchen! Vorsatz für die nächste Woche: weniger laufen, mehr abnehmen? Irgendwie bin ich ratlos. Aber immerhin: 300 Gramm weniger sind besser als 300 Gramm mehr.

Heute Morgen war es wieder ein sehr schöner Lauf. 13 Grad um 5.30 Uhr. In der ersten Runde habe ich vier Rehe angetroffen. Leider reichte das Licht nicht ganz aus,um mit meiner einfachen Digitalkamera ein Foto zu machen.
Sechs meiner Dorfrunden hatte ich mir vorgenommen. das wären dann 19,1 Km geworden.
In der vierten Runde vor dem Seniorenzentrum fragte mich eine Frau mit Rollator, wieviele Kilomter ich laufe. "Zwanzig", sagte ich, weil sich "neunzehn" blöd anhört und für den "Laien" vermutlich nicht verständlich ist. So hängte ich dann nach der sechsten Runde noch einen Kilometer dran, denn versprochen ist versprochen (und wird auch nicht gebrochen.
Das Wiegen findet übrigens immer vor dem Laufen statt. Ich will mich schließlich nicht selbst betuppen. Auf geht`s: neue Woche, neues Gewicht!