Mittwoch, 7. Dezember 2011

7. Törchen


Der Stern

Hätte einer auch fast mehr Verstand,
Als die drei Weisen aus dem Morgenland,
und ließe sich dünken, er wär wohl nie
Dem Sternlein nachgereist wie sie;
Dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
Seine Lichtlein wonniglich scheinen lässt,
Fällt auch auf sein verständig Gesicht,
Er mag es merken oder nicht,
Ein frundlicher Strahk
Des Wundersternes von dazumal.

Wilhelm Busch
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Lauf um 7.30 Uhr
Distanz: 8,348 Km
Wetter: 6 Regen, böiger Wind
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In meinem Adventskalender befand sich heute eine Banane

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Aufmacher in der Zeitung:
Landtag schaltet bei Diäten auf stur
Erhöhung um 500 Euro bringt Bürger in Rage

Lokalteil:
Am 1.1. fällt der Hammer
Konjunkturpaket II Endspurt bei Baumaßnahmen und Abrechnung

Dienstag, 6. Dezember 2011

Törchen Nr. 6: Nikolaus!


Jetzt war der Nikolaus auch schon da und hat bei mir seine „großen Taschen“ ausgepackt. Scheint ein echter Borusse zu sein. Denn „Meister-Kappe“ und „Meister-Schal“ lagen heute Morgen auf meinen Schuhen. Und ein Schokoladenbär war auch dabei. Ist doch eine treue Seele der Nikolaus.

Draußen scheint ja eine Nikolaus-Invasion stattgefunden zu haben. An jeder Ecke steht ja so einer mit einem roten Mantel. Aber vielleicht sind das ja auch nur Nikolausgehilfen.

Gelaufen bin ich auch schon wieder einmal „vor dem Aufstehen“, um halb sechs. War wenig Zeit, aber für heute muss es einfach reichen:

Distanz: 3,1 Km
Wetter: 4 °C, bedeckt, frischer Wind
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In meinem Adventskalender war heute???
Na klar, ein Nikolaus!
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Aufmachung in der Zeitung:
Leuchtturmprojekt leuchtet nicht
Peinlich für Energieland NRW
Blauer Turm (Herten) hat alle Voraussetzungen rfür Millionengrab


Lokalteil:
Stadtwerke: Verhandlungsmarathon für Suche eines strategischen Partners beginnt im Januar

Montag, 5. Dezember 2011

Törchen Nr. 5: Weihnachtsrummel


Kurzer später Lauf, natürlich ist es draußen „stockdunkel“. Außerdem fühlt es schon leicht winterlich an. Die Temperaturen deutlich gesunken, wenn auch immer doch etwas über Null. Doch der frische Wind lässt mich erschauern, jedenfalls zu Beginn. Während des Laufens ist es dann aber gut erträglich.. Am Himmel treiben der Mond und die Wolken ein wechselvolles Spielchen. Der Wind hilft dabei ordentlich mit. Ich schaue zu oft nach oben und treffe unten eine Pfütze. Brrr!

Frost und Schnee stehen noch aus. Die Zeitung hat es offenbar gefreut. Am gestrigen Sonntag war die Recklinghäuser Innenstadt nämlich „verkaufsoffen“. Und die Zeitung lobt den Wettergott, der dieses Mal ein Einsehen gehabt habe. Im Gegensatz zum letzten Jahr, als der verkaufsoffene Sonntag in Schnee und Matsch „baden“ gegangen sei.

Ich habe das alles auch in diesem Jahr wieder verpasst und sogar die Vorankündigung überlesen. Und damit verrate ich schon, wie man dem Trubel auch begegnen kann. Vor ein paar Tagen hat sich nämlich jemand mit einem Leserbrief ereifert, wie schlimm doch der ganze Kommerz in den Geschäften sei. Es gehe nur noch ums Geschäft. Die Werbung würde immer dümmlicher und aufdringlicher. Der gute Mann hat wahrscheinlich in vielen Punkten recht. Aber so ist das nun einmal. Im Geschäft geht es um das Geschäft. Mein Rat an jeden der es nicht mag: einfach nicht hingehen. Ob wir uns auf Kommerz und Rummel einlassen ist schließlich unsere souveräne Entscheidung.
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Wetter um 6.00 Uhr: 3 °C und Regen

Lauf um 20.30 Uhr bei 2,6 °C , leicht bewölkt
Distanz: 5,4 Km
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In meinem Adventskalender ist heute ein Blumenkohl. Die „Vitamine“ habe ich wahrscheinlich dringend nötig.

Zeitungsaufmacher:
Schmidt warnt vor deutscher Kraftmeierei
Altkanzler wärmt mit seinem bejubelten Auftritt die Seele der SPD
Wertneutrale Anm.: Helmut Schmidt ist 92.

Lokalteil:
Einkaufstrubel allerorten
Verkaufsoffener Sonntag war ein voller Erfolg / Auch der Weihnachtsmarkt war ein Magnet

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Sonntag, 4. Dezember 2011

2. Advent – 4. Törchen: Licht


Licht gehört auch zu den Selbstverständlichkeiten, über die wir uns keine Gedanken mehr machen. Sicher, im Dezember sind die Tage kurz. Aber was macht das schon? Wir erzeugen halt künstliches Licht. In der Wohnung sowieso. Oder sitzt jemand zu Hause im Dunkeln? Obwohl das durchaus helfen kann, das Bewusstsein zu schärfen. Sonntag Morgen, wenn man nicht gerade Langschläfer ist, werden wir von Dunkelheit begrüßt. Aber wir haben es einfach und knipsen die Beleuchtung an und der Tag kann beginnen. Früher war das anders. Da hatte Advents- und Weihnachtsbeleuchtung durchaus einen praktischen Nutzen, über das Dekorative hinaus. Und heute? Aus vielen Fenstern leuchtet adventlicher Glanz. Wenn die Leute sonst wenig über die Hintergründe von Weihnachten reflektieren, so gleichen sie es durch ein Lichtmeer wieder aus.

Draußen wird die Dunkelheit auch ohne Adventsbeleuchtung durch künstliches Licht verdrängt. Wenn ich sehr früh am Morgen eine Laufrunde absolviere, dann wird mir das sehr deutlich vor Augen geführt. Selbst wenn ich die Siedlung verlassen habe, dann gibt es die Straßenbeleuchtung aus der Ferne, oder das Licht von Gewerbebetrieben und von dem einige Kilometer entfernten Kraftwerk. Erst im Wald wird es richtig dunkel. Aber Wald ist hier eher rar. Dann aber lohnt sich der Blick nach oben, wenn es sternenklar ist.

So gesehen gewann der Stern von Betlehem hatte auch als Quelle des Lichts an symbolischer Bedeutung.


Wetter um 7 Uhr: bewölkt, 8 °C, frischer Wind

Laufbeginn ebenfalls um 7 Uhr
Entdeckungstour auf neuen Wegen am Rande des Naherholungsgebietes Brandheide und des Stadtteils Röllinghausen; kurz nach 8 Uhr frage ich einen verdutzten Passanten in Castrop-Rauxel Pöppinghausen, ob ich noch die richtige Richtung eingeschlagen habe. Ich streife kurz das Stadtgebiet von Herne und komme über Röllinghausen wieder zurück.
Distanz: 16,4 Km

In meinem Adventskalender befindet sich heute eine Möhre. Marzipan ist halt echt gesund!
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Heute gibt es keine Tageszeitung. Kein Dienst, keine Autofahrt, keine Zeitung. Das bedeutet mehr Zeit!


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Nachtrag: Es folgte noch ein 2. Lauf!
Start um 16:28 Uhr
Distanz: 4,4 Km
Ziel: Rund um die Gesamtschule Suderwich

Samstag, 3. Dezember 2011

Törchen Nr. 3: Kalt Duschen


Eigentlich sollte die Überschrift in meinem heutigen Beitrag „Wunschzettel“ heißen. Früher gab es für die Kinder Wunschzettel. Vielleicht gibt es die heute auch noch. Oder die Eltern müssen heute Angst haben, was die Kinder da so alles drauf schreiben könnten. Egal, ich habe mir heute Morgen überlegt, ob ich selbst einen solchen Wunschzettel schreiben möchte. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Reise durch Nordamerika mit einem Wohnmobil, um imposante Landschaften zu besuchen. Ich nehme an, der Wunsch geht in Erfüllung. Ich schaffe es eine solche Reise zu buchen oder ich gewinne ein Preisausschreiben.... Was aber, wenn dann die Fluglotsen streiken oder das Wohnmobil lauter Pannen hat, Vielleicht gibt es auch Waldbrände oder Umweltkatastrophen. Die Reise würde zum Horrortrip. Also lieber doch nicht!

Zweite Wunschmöglichkeit (nur so als Beispiel): eine neue Marathonbestzeit. Ich gehe im Frühjahr an einen Marathonstart und schwuppdiwupp, da kommt eine neue Bestzeit heraus. Aber könnte ich mich darüber richtig freuen? Eine Bestzeit, nur weil ich es mir gewünscht habe, einfach so? Wo bleibt die Freude über die eigene Leistung? Also auch das nicht.

Vielleicht sollte man besser eine To Do -Liste anfertigen und die die Dinge, die man wirklich möchte einfach angehen?

Was wünschen wir uns? Gibt es Unterschiede zwischen dem, was wir uns zu Weihnachten wünschen und zu dem was wir uns sonst allgemein wünschen? Wenn nicht, wäre dann nicht Weihnachten nicht auch ein x-beliebiger Tag? Vielleicht sollten wir uns öfters mal über die täglichen Selbstverständlichkeiten freuen, zum Beispiel über warmes Wasser aus der Leitung. Wie öde? Einfach mal versuchen! Ich hab`s heute Morgen getan. Kalt geduscht. Prrrr! Ich bin ein ausgemachter Warmduscher und lasse das mit dem Wünschen besser sein.

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In meinem Adventskalender befindet sich heute eine dicke Kartoffel
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Wetter heute um 7 Uhr: 7 °C, Regen, mäßiger Wind

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Lauf heute um Uhr 12.30 Uhr:
Naherholungsgebiet Brandheide, Vogelsiedlung
Distanz: 18,4 Km
Laufwetter: 7 °C, Regen, mäßiger Wind

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Aufmacher in der Zeitung:
Trianel baut weiter – darf aber vorerst nicht ans Netz
OVG NRW entscheidet zum Kohlekraftwerk an der Stadtgrenze Lünen/Waltrop

Lokalteil:
Messerattacke im Gebüsch
Vier Jahre Haft für gefährliche Körperverletzung gegen Recklinghäuser (25)

Die Hiobsnachricht auf der Regionalseite:
Gift im Baldeneysee
Zigtausende Fische sterben in Essen

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Auch Vorweihnachtliches gab es heute zu lesen:
- Weihnachtsmärchen „Pippi“
- Geschenkbaum-Aktion auf dem Weihnachtsmarkt
Nikolaus im Dauereinsatz – Umzüge in vielen Stadtteilen
- Jazz-Weihnachtskonzert in der Altstadtschmiede

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Freitag, 2. Dezember 2011

2. Törchen: ...beschaulicher Advent









Drrrrrrrr! Es ist 5:15 Uhr als der Wecker rasselt, wie an jedem Morgen in der Woche. Ich habe noch eine halbe Stunde Zeit um zu duschen, mich anzuziehen und die Brote für die Arbeit fertig zu machen. Dann schnell zur Bushaltestelle. Der Weg zur Haltestelle dauert nur 3 Minuten. Es empfiehlt sich pünktlich zu sein. Denn auf Verspätungen kann man sich um die Zeit nicht verlassen, obwohl diese auch vorkommen. Im Bus ist es ruhig. Es sind überwiegend die selben Leute die man jeden Morgen sieht. Am Bus- und Hauptbahnhof heißt es dann umzusteigen in den Schnellbus. Das ist zeitlich knapp. Aber fast immer klappt es. Wenn nicht, dann heißt es 30 Minuten warten. Von meiner Haltestelle sind es dann noch einmal knapp 9 Minuten Fußweg. Ich nutze die Zeit gerne um mich zu sammeln. Autofahrer können sich diesen Luxus an Zeit nicht vorstellen.

Im Büro angekommen, den Rechner starten, während dessen kann der unverzichtbare Kaffee durch die Maschine laufen. Kurz einen Blick auf eingegangene Emails, schauen, welche Aktenvorgänge unbedingt zu erledigen sind und was sonst noch so ansteht. Schnell steht der grobe Schlachtplan für den voraussichtlichen Tagesablauf. Freitags drängt die Zeit, da unsere Öffnungszeiten von 7:15 – 12.00 Uhr begrenzt sind. Viel länger möchte man dann im Normalfall auch nicht bleiben. Bis 8.00 Uhr kann man noch ganz gut Dinge abarbeiten. Dann wird es lebhafter.

In dieser Woche sind drei Klagen vom Verwaltungsgericht eingegangen. Alles Cannabisfälle, alle ziemlich gleich gelagert. Die Leute waren vollgekifft und sind Auto gefahren. Die Anwälte klagen mit hanebüchenden Argumentationen gegen die Entziehung der Fahrerlaubnisse. Die Klageerwiderung ist eine Routinesache. Die Fälle sind eindeutig und anhand der Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte ist der Ausgang klar. Alle wissen das. Nur die Herren Anwälte nicht. Gibt es heute kein Standesrecht mehr oder ist dieses Niveaue Standard? Ich mache mich bei den Klageerwiderungen an den Feinschliff. Zwischen den Zeilen ein paar Hinweise für die Eltern, wenn die das interessieren sollte. Sie sollen bloß nicht auf den Mist rein fallen, den die Anwälte zum Besten geben. Ich bin geladen...

Anruf vom Dezernenten. Ein Mitglied des Kreistages hat Unterlagen abgegeben. Wir sollen uns um zügige Erledigung kümmern. Die Unterlagen werden von einem Boten gebracht. Damit ist der Freitag fast schon gelaufen. Denn solche Dinge, ohne dass der Kunde vor Ort ist, sind Zeitfresser. Es soll schnell gehen, ohne Aufwand und so zwischendurch. Der Arbeitsrhythmus ist hin. Ich bin mit einem Augenzwinkern angefressen, aber nicht böse. Zwischendurch Kundenanfragen und immer der Versuch doch zwischendurch die Klagen zu bearbeiten. Die Uhr rennt unbarmherzig.

12 Uhr, die Klappe fällt, die Eingangstür wird dicht gemacht. Die Kollegen bringen die Dienstsiegel. Diese werden unter Beachtung besonderer Sicherheitsvorkehrungen aufbewahrt. Ich bin Herr von gefühlten tausend Schlüsseln. Dank eines Kassenautomaten müssen wir uns heute weder um Einnahmen noch um Wechselgeld kümmern.

Ich schaffe so gerade den Bus um 12.30 Uhr. Da sind jetzt auch Schüler drin. Beim Umsteigen am Hauptbahnhof erwische ich einen Sitzplatz. Neben mir platziert sich eine sehr robust gebaute Frau. Keine 10 Sekunden später mir schräg gegenüber ein junges Mädchen, vermutlich noch keine 20, aber mindestens 120 Kg schwer. Ich fühle mich eingekeilt wie ein Sandwich. Der junge Schüler mir gegenüber ebenso. Ja, ja, die holde Weiblichkeit. Der Bus ist proppevoll. Die Luft schwer atembar. Geräuschkulisse von unzähligen Stimmen. Das dicke Mädchen hat Kopfhörer aufgesetzt. Ich darf mithören. Handygespräche werden vor und hinter mir geführt. Ich habe das Gefühl mein Schädel platzt gleich. Die Busfahrt dauert heute 17 Minuten; es kommt mir vor wie eine Ewigkeit.

Ich darf endlich aussteigen. Ich habe während der Fahrt beschlossen heute sofort laufen zu gehen. Umziehen, raus an die frische Luft.

Es ist etwas kühler als heute Morgen 8 statt 12 °C. Der Sturm ist abgeflaut. Der mäßige Wind ist frisch. Die Wolkendecke lockert auf. Die Sonne bricht durch. Herrliches Laufwetter am 2. Dezember. Schnell habe ich Arbeit und die vergnügliche Busfahrt vergessen. Ich strahle jetzt mit der Sonne um die Wette. Heute habe ich meinen Fotoapparat dabei. Jagd-Objekt heute: Bäume.

Baumriesen sehen im Winter noch majestätische aus als zu anderen Jahreszeiten, wenn Laub nicht mehr die bizarr geformten Äste verdecken. Als erstes stoppe ich an einer großen Eiche. Schnapp - schnapp, ein paar schnelle Bilder. Das Licht ist aber ungünstig. Dann geht es zu der riesigen Schwarzpappel, die in dieser Woche zurückgeschnitten worden ist. Ein groteskes Bild.Wenn es denn dem Überleben der Pappel dient, dann mag es seine Richtigkeit haben. Ich bin aber ehrlich gesagt skeptisch.

Es geht weiter ins offene Feld. Der Wind pfeift hier genüsslich durch eine Baumschule. Am Bauernhof mein nächstes Ziel: zwei sehr schöne Weiden. Die wurden vor etwa einem Jahr zurückgeschnitten. Sie haben sich prächtig erholt. Zum Fotografieren steht die schon tiefe Sonne aber zu ungünstig. Es geht vorbei an einen Nadelbaum, den die Anwohner liebevoll geschmückt haben, wie schon im letzten Jahr. Es ist der schönste Weihnachtsbaum den ich kenne und es ist halt ein echter, lebender Baum.

Ich bin inzwischen im kleinen NSG Backumer Tal. Pfützen lassen erkennen, dass es ordentlich geregnet hat, in der vergangenen Nacht und noch etwas heute Morgen. Ich werde von einem schnelleren Läufer überholt. Später kommt mir eine Läuferin entgegen.Sie telefoniert mit einer Freisprechanlage. Es ist hier viel zu schön um sich durch telefonieren ablenken zu lassen. Ich halte an und mache ein paar Bilder. Leider komme ich nicht umhin, auch die wild entsorgte Couchgarnitur zu dokumentieren. Schade, schade, schade. Es könnte alles so schön sein. Die telefonierende Läuferin kommt mir erneut entgegen, immer noch am Reden. Ich kann auch den Gesprächspartner deutlich hören...

Langsam bewege ich mich in Richtung „Heimat“. Die Sonne, fast schon am Horzont, wird kurz durch eine Wolke verdeckt. Jetzt müssen auch die beiden Weiden dran glauben. Auch sie werden von mir auf die Speicherkarte verbannt. Ich bin fast zu Hause. Mein Lieblingsbaum wartet schon auf mich. Eine freistehende Eiche. Aber sie ist nicht mehr allein. Es hat sich vor ein paar Jahren ein Baumkind dazu gesellt. Um die beiden vor die Linse zu bekommen, muss ich gut 300 m über eine aufgeweichte Wiese laufen. Crosstraining ist angesagt. Die beiden Bäume werden von vorne und hinten fotografiert. Ich bin wieder einmal begeistert. Die Fotos sind nie so schön wie die Realität. Nochmal die 300 m zurück durch den Wiesenmatsch. Ich sehe jetzt etwas verschlammt aus.

Saustoffbetankt und hungrig kehre ich nach Hause zurück. Der Stress ist vergessen. Advent? Meinetwegen. Beschaulichkeit muss aber erst noch kommen. Immerhin: Mein 2. Advents-Törchen wartet noch auf mich.

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In meinem Adventskalender befand sich heute eine schöne dicke Birne, die habe ich mir für gleich aufgehoben..
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Wetter heute um 6 Uhr: 12 °C, einsetzender regen, Sturm!!!

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Lauf heute um Uhr 14.00 Uhr:
von Baum zu Baum
Distanz: 11 Km
herrliches Laufwetter: heiter bis bewölkt, 8 °C (!), mäßiger Wind;

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Aufmacher in der Zeitung:
Rollen 152 Castoren durch den Kreis Recklinghausen?
Streit m Atomtransporte von Jülich nach Ahaus entbrannt


Lokalteil:
Die Stasi war immer dabei
(Nach 20 Jahren Akteneinsicht)

Zweiter Aufmacher:
94-jhrige vor die Tür geschickt
(Bank wechselt 500 Euro-Schein nicht)

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Auch Vorweihnachtliches gab es heute zu lesen:
- Zeitung verlost Bummelpässe
- Bustransfer zum Weihnachtsmärchen „Pippi“
- Ihr Kinderlein, kommet! (Ankündigung für Krippenspiel am 3. Advent)
- Schlittenfahrt fürs Gasthaus
- Modell- und Eisenbahnfreude laden zu adventlichen „Fahrtagen“ ein
- Nikolausumzug in Süd


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Donnerstag, 1. Dezember 2011

Türchen Nr. 1: Jeden Tag!


Jeden Tag? Was denn? Etwa laufen? Ja, das auch, aber das Thema hatte ich ja schon einige Male. Derzeit heißt es auch jeden Tag ein Türchen im Adventskalender zu öffnen, schauen was drin ist. Kein Adventskalender aus dem Supermarkt. Es ist eine Eigenkonstruktion. An der Wand zwischen zwei Nägelchen ist ein Band gespannt. Daran hängen mit winzigen Klammern befestigt 24 kleine Tüten. Ach ja, ganz wichtig: die Klammern haben Zahlen von 1 – 24. Klingt logisch, oder? In den Tüten befindet sich ein Marzipanteil. Jede Tüte ist mit einem kleinen bunten Band verschlossen. So heißt es Tag für Tag die richtige Klammer zu finden und zu schauen, was denn heute in der Tüte drin ist. Für den Naschmoment sucht man sich den richtigen Zeitpunkt zum Genießen aus. Gleich nach dem Aufstehen ist vielleicht wegen der morgendlichen Hektik nicht der richtige Zeitpunkt. So oder so: ich habe in jedem Jahr den schönsten Adventskalender der Welt. Danke dafür!

In meinem Adventskalender befand sich heute ein Betlehem-Stern und ein kleines Renntier.

Wetter heute um 6 Uhr: 7 °C, trocken, bewölkt, frischer Wind.


Lauf heute um Uhr 16.00 Uhr
durch das kleine Naturschutzgebiet Beckumer Tal (die entsorgte Couchgarnitur liegt immer noch am Wegesrand;
Distanz: 8 Km
Wetter: bedeckt, 12 °C (!), mäßiger Wind; kurzzeitig ganz leichter Sprühregen


Aufmacher in der Zeitung:
500 Euro mehr - ein ungeheuerlicher Vorwurf?
(NRW-Landtag plant Diätenerhöhung für die Altersvorsorge)

Lokalteil:
Ohne Stress zur "Schlachtbank"
Am Bruchweg werden 2011 rund 300.000 Schweine verarbeitet

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