Montag, 31. Oktober 2011

Goldener Oktober



Was für ein grandioser Monat war der Oktober. Aber habe ich das nicht auch schon vom September behauptet? Hier ein kurzer Überblick:

Mo. 31.10.2011 - 4 Km - Lauf vor dem "Aufstehen" bei vollständiger Dunkelheit, woran auch der Sternenhimmel nichts ändern kann
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So. 30.10.2011 - 19,5 Km - spannender Lauf auf das Vordach der Stadt Recklinghausen; Etappe im Rahmen meiner läuferischen Vermessung der Stadt (gesonderter Bericht folgt)
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Sa. 29.10.2011 - 4,2 Km - Morgenröte, die aufgehende Sonne wird aber schnell von dichten Wolken verdeckt; die Herbsfarben bieten ein stimmungsvolles Bild; ich mache einen Abstecher zu meinen Schafen, die erst davon stieben, dann aber neugierig in angemessener Entfernung stehen bleiben. Wir begaffen uns gegenseitig; ein groteskes Bild, welches zu meinem ersten (lautlosen) Lacher des Tages führt.
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Fr. 28.10.2011 - 9,0 Km - grandioser, sonnendurchfluteter Herbstlauf bei sagenhaften 16 °C; ich erweitere ein weiteres Mal meine kleine Dorfrunde, die ursprünglich mal 3,1 Km betragen hat
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Do. 27.10.2011 - 8,2 Km
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Mi. 26.10.2011 - 2,3 Km
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Di. 25.10.2011 - 10,0 Km (Tempotraining)
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Mo. 24.10.2011 - 4,5 Km - Neugieriger Hund ("der tut nichts") stoppt meinen Lauf; der Halter entschuldigt sich. Ich halte den Hund auch im Nachhinein für harmlos; der wollte wirklich nur spielen - ich wollte allerdings lieber laufen.
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So. 23.10.2011 - 11,0 Km - (Vermessung der Stadt)

- 6,3 Km - (Vermessung der Stadt, neue Strecke durch ein kleines
Naturschutzgebiet; entdecke grasende Ziegen)
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Sa. 22.10.2011 - 2,5 Km
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Fr. 21.10.2011 - 15,2 Km (Vermessung der Stadt; gleichwohl führt der Lauf eher
durchs Dorf)
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Do. 20.10.2011 - 9,1 Km
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Mi. 19.10.2011 - 2,5 Km
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Di. 18.10.2011 - 10,4 Km - (Tempotraining)
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Mo. 17.10.2011 - 2,3 Km - (Vermessung der Stadt, 6. Etappe)
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So. 16.10.2011 - 14,5 Km -(Vermessung der Stadt, 4. Etappe, u.a. um den Wallring, aber natürlich am frühen Morgen, fast ohne Autoverkehr)

- 13,4 Km - (Vermessung der Stadt, 5. Etappe, durch die Felder
bis nach Oer Erkenschwick)
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Sa. 15.10.2011 - 8,0 Km - (Vermessung der Stadt, 3. Etappe; ich nehme die neue
Innenbebauung in Suderwich in Augenschein)
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Fr. 14.10.2011 - 10,2 Km (Tempotraining)
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Do. 13.10.2011 - 7,2 Km
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Mi. 12.10.2011 - 4,3 Km
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Di. 11.10.2011 - 8,0 Km - (Regenlauf)
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Mo. 10.10.2011 - 12,8 Km - (Vermessung der Stadt, 2. Etappe führt durch meinen
eigenen Stadtteil)
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So. 09.10.2011 - 11,2 Km - Nebel und erster Bodenfrost;
ich beginne mein Laufprojekt "Die läuferische
Vermessung der Stadt Recklinghausen"
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Sa. 08.10.2011 - 2,1 Km
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Fr. 07.10.2011 - 20,7 Km - ich komme in die Nachbarstädte Oer Erkenschwick und Datteln; sicherheitshalber erkundige ich mich zwischdurch, ob ich noch die richtige Richtung eingeschlagen habe
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Do. 06.10.2011 - 2,0 Km
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Mi. 05.10.2011 - 8,8 Km - (Tempotraining)
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Di. 04.10.2011 - 2 Km
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Mo. 03.10.2011 - 17,5 Km - Sightseeing-Lauf zum Schiffshebewerk nach Waltrop
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So. 02.10.2011 - 8,5 Km - (Tempotraining)
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Sa. 01.10.2011 - 5,1 Km - (200. Täglichlauf im Rahmen meines Täglichlaufens)

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2.529 Jahreskilometer, davon 274 Km im Oktober
230 Tage Laufen in Serie

Sonntag, 23. Oktober 2011

222 Tage Täglichlaufen



Das Täglichlaufen hat sich weitgehend ritualisiert. Die Frage des "ob" stellt sich derzeit nicht. Auch, wenn ich keinen exakten Ablauf und keine festen Zeiten habe ist es klar, dass ich irgendwann am Tage die Laufschuhe schnüre und loslaufe. Wenn alle Stricke reißen notfalls auch noch um 23.30 Uhr, was bisher zum Glück noch nicht der Fall war. Von der mentalen Seite war das Experiment des Täglichlaufens in den vergangenen Monaten unproblematisch. Physisch komme ich hingegen häufiger an meine Grenzen.

Sind 222 gelaufene Tage etwas Besonderes? Der heutige erste Lauf am Sonntag war jedenfalls ein Erlebnis schon allein durch die kalte und klare Luft. Warum ich diese 222 Tage als Serie hervorhebe? Der Blick in die Zukunft ist uns aus Gutem Grund versperrt. Macht eine Zielvorgabe, wie lange ich das noch betreiben werde Sinn? Natürlich gibt es Wunschvorstellungen. Nach meinen Erfahrungen stellen diese auch eine Art Antrieb für unser Tun dar.

Solange ich jeden Tag laufe, stelle ich jeden Tag sozusagen eine neue persönliche Bestmarke auf. Mit jedem Tag kommt eine Kleinigkeit hinzu. Und der persönliche Gewinn beschränkt sich keinesfalls auf ein paar zusätzlich gelaufene Kilometer.

Die Summierung von Lauftagen mag man am Ende für mehr oder weniger beeindruckend halten. Das "Lauferlebnis" jeden Tag neu zu erfahren ist mir wohl bedeutender. Sich selbst zu erfahren, wie es einem geht, wie sich manchmal die persönliche Verfassung und Gemütslage nur nach einigen Minuten des Laufens verändern kann, gehört mit zu den bemerkenswertesten Erfahrungen. Diese Überlegungen sind eine momentane Bestandsaufnahme, die sich schnell ändern kann.

Es gibt keinen "Laufzwang" der sich aus dem Täglichlaufen konstruieren ließe. So habe ich gerade bei herrlichem Oktoberwetter ein zweiten Lauf genießen dürfen. Die Statistik des Täglichlaufens hat sich dadurch nicht verändert. Es war nichts als Spaß an der Freud`.

Zu den beiden Bildern: wo immer man in diesem Monat hinschaut, es leuchtet. Bei dem oberen Bild ist es "Eigenstrom" (kostenlos); bei dem unteren Bild hat die Stadt Recklinghausen etwas nachgeholfen.

Sonntag, 16. Oktober 2011

Lauf mit Nachschlag





6:45 Uhr ist ja nicht wirklich früh, auch nicht an einem Sonntag. Trotzdem ist es noch dunkel. Daher nehme ich Abstand von einem früheren Start für meinen Sonntagslauf. Zunächst begleiten mich noch der abnehmende Mond und die Sterne. Doch bald schon leuchtet im Osten das Morgenrot. Es ist noch etwas kälter geworden im Vergleich zum letzten Sonntag. Je nach Standort gibt es vereiste Autoscheiben. Und auf den abgeernteten Feldern liegt unzweifelhaft Raureif. Das Straßenthermometer zeigt 1°C heute Morgen. Es ist einer dieser bezaubernden kalten Oktobermorgende mit glasklarer Luft. Mein Lauf geht viel zu schnell vorbei und fast bedaure ich es, dass ich bereits nach 14,5 Km wieder vor meiner Haustür stehe. Aber es ist Frühstückszeit. Außerdem ist es schon ein Trost, dass es später noch eine kleinere Runde folgen soll. Knapp 6 Km fehlen mir noch bis 2.400 Jahreskilometer. Das entspricht allerdings meine Zielvorgabe für`s ganze Jahr. Und diese 2.400 Km will ich heute erreichen. Längst habe ich meine Bestmarke von 2.280 Km aus dem Jahr 2007 übertroffen.

Ein paar Stunden später geht es also wieder los. Die Kälte und der Raureif sind gewichen. Die Sonne stahlt vom wolkenlosen Himmel. "Goldener Oktober" aus dem Bilderbuch. Mir fehlen die Worte um diese Stimmungsbilder adäquat zu beschreiben. Bald habe ich meine "2.400 Km" vergessen. Das ist viel zu banal und unwichtig. Die höchste natürliche Erhebung in der Stadt ist der Fritzberg mit 126 Meter über dem Meeresspiegel. Wir leben hier nicht im Gebirge. Trotzdem habe ich mir eine neue Strecke ausgesucht und es geht ungewohnt rauf und runter. In den Feldern verpasse ich wohl eine Abzweigung und ich verliere kurzzeitig den Überblick. Ich habe sicher die Stadtgrenze von Recklinghausen überschritten und befinde mich auf dem Gebiet der Stadt Oer-Erkenschwick. Doch nach einigen Minuten finde ich mitten in der "Pampas" ein Straßenschild "Ostcharweg". Jetzt bin ich wieder auf der Spur. Bald habe ich 10 gelaufene Kilometer auf der Uhr. Und zwischen 1. und 2. Lauf liegt lediglich ein Frühstück mit 1 1/2 Brötchen und einem Ei. So schön der Lauf auch ist, er ist länger geworden als geplant und ich sehne jetzt langsam das Ende herbei. Noch ist es nicht soweit. Es geht noch über die Bergstrasse, die ihrem Namen durchaus Ehre macht. Ich entdecke zwei grasende Tiere. Zu meiner Schande kann ich sie nicht sicher zuordnen. Ziegen??? Nach dem Motto: wenn du keinen Bock hast, versuch`s mal mit ner Ziege...

Nach 13,4 Km bin ich dann wieder Zuhause. Jedenfalls hat sich der "Nachschlag" aber gelohnt.

Gleich geht`s in die Stadt, denn "Recklinghausen leuchtet". Gut wenn man zwei gesunde Beine hat...

Sonntag, 9. Oktober 2011

Erster Bodenfrost!

Um 7.00 Uhr liegt Nebel über der Stadt. Das Thermometer zeigt 3 °C an. Ein richtig kühler Oktobermorgen lockt mich aus dem Haus. Laufen durch Nebel ist für mich ein sehr seltenes Vergnügen. Und so genieße ich es ganz bewusst und aus vollen Zügen. Nach einer dreiviertel Stunde hat sich der Nebel deutlich ausgedünnt. Die Sonne geht heute als blasse Scheibe über die Felde auf. Auf dem schmalen Pfad werde ich von einem Auto überholt. Was macht der hier? Ein paar Minuten später lüftet sich das Geheimnis. Das Auto ist auf einer kleinen Anhöhe abgestellt und der Fahrer versucht ein Foto zu machen. Etwas zu spät! Die Sonne hat längst Oberhand gewonnen und strahlt schon kräftig durch letzte Nebelfetzen. Wer zu spät kommt den bestraft halt das Leben. Das gilt auch für Autofahrer.

Der brach liegende Boden - der Mais ist inzwischen abgeerntet - schimmert und glänzt. Ich bin etwas ungläubig, halte an und bücke mich. Doch, ich habe mich nicht getäuscht. Es ist eine zarte, hauchdünne Eisschicht. Der erste Bodenfrost in diesem noch frühen Herbst. Was für ein Tagesbeginn!

Dazu ein altes Kinderlied aus meiner Schulzeit:

Nebel, Nebel, weißer Hauch, walle über Baum und Strauch!
Nebel, Nebel, weiße Wand, fliege hin ins weite Land,
fliege über Tal und Höhn, lass die goldne Sonne sehn!
Nebel!

Samstag, 1. Oktober 2011

Dem September ins Netz gegangen










Eine Bauernregel besagt: „Was der Mai für den Frühling, ist der September für den Herbst.“ Nach meinen aktuellen Eindrücken ist da was dran. Der Mai gilt als Wonnemonat. Nicht immer hält er was er verspricht. Aber jedenfalls bringt er eine Menge Bewegung, die Natur zeigt reichlich Veränderungen. Es grünt und blüht, dass es eine Pracht ist. Und auch der September verändert die Außenwelt sichtbar. Der Herbst macht sich allmählich bemerkbar. Auf vielen Feldern findet die Ernte statt. Und auch in der freien Natur tut sich Einiges. Das Laub auf den Bäumen beginnt sich langsam zu verfärben. Kastanien und Eicheln rieseln sich von den Bäumen. Übrigens: eine Eichel auf dem Kopf ist eine schmerzhafte Sache, wenn sie aus großer Höhe auf die Schädeldecke knallt. Hängt sicher auch vom Haarbestand ab. Ich kann das jedenfalls als neueste schmerzhafte Erfahrung festhalten. Dieser September hatte viel Spannendes zu bieten. Das besonders intensive Licht- und Farbenspiel morgens und abends, die Nebelbänke am frühen Morgen, klare und frische Luft aber auch wärmende Sonnenstrahlen. Mein letzter Lauf in diesem Monat fand am späten Nachmittag bei satten 25 °C statt. Eine schweißtreibende Arbeit.

Auch sportlich gesehen hatten für mich die Monate Mai und September ihre Parallelen: ich bin jeweils meinen Marathon gelaufen.

Die Gesamtsicht gewinnt an positiver Wertigkeit, wenn es zwischendurch auch mal schwierig und holprig gelaufen ist. Man wächst am meisten aus bewältigten Schwierigkeiten. Alles in allem war der September ein grandioser Monat.

Weitere Bauernregeln verwirren den Blick auf die kommenden Wochen und Monate:

„Viele Eicheln im September, viel Schnee im Dezember."

„Ist der September lind, wird der Winter ein Kind."

„Wenn im September viele Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen.“

Also lassen wir uns überraschen!


Übersicht:

Täglichlaufen seit 16. März 2011: 199 Tage, 1.578 Km, 7,93 Km im Schnitt

Jahreskilometer: 2.555 Km

Monatskilometer: 213 Km


Die Dokumentation meiner Läufe:

Fr. 30.09.2011 15,1 Km (25 Grad, eine Entdeckungsreise durch die nähere Umgebung)
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Do. 29.09.2011 2,1 Km
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Mi. 28.09.2011 10,1 Km (Lauf mit Tempobestandteilen, hier versuche den Puls in die Höhe zu jagen)
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Di. 27.09.2011 3,7 Km
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Mo. 26.09.2011 4,2 Km
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So 25.09.2011 14,2 Km (teilweise auf neuen Wegen, wunderschöner Lauf am frühen Morgen durch den Herbst mit Rehbegegnungen
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Sa. 24.09.2011 4,3 Km (Möhrenernte wird abgeschlossen)
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Fr. 23.09.2011 14,5 Km
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Do. 22.09.2011 4,2 Km (Erkältung weitgehend abgeklungen)
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Mi. 21.0.2011 3,7 Km (mir geht es richtig schlecht, erstaunlicher Weise ist der kleine Lauf belebend)
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Di. 20.09.2011 8,2 Km (Möhrenernte ist immer noch im Gange, flüchtende Hasen; ich laufe erstmals nach Jahren wieder mit Pulsuhr)
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Mo. 19.09.2011 8,2 Km (ich lerne den Schafsbesitzer kennen)
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So. 18.09.2011 3,7 Km
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Sa. 17.09.2011 7,1 Km (ich entdecke eine Weide mit einer kleinen Schafherde)
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Fr. 16.09.2011 5,2 Km
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Do. 15.09.2011 2,1 Km (Erkältung und schmerzende Beine)
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Mi. 14.09.2011 1,65 Km
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Di. 13.09.2011 1,81 (schmerzhaft, unrund, Erkältung setzt ein)
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Mo. 12.09.2011 1,73Km
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So. 11.09.2011 42,2 Km Münster-Marathon!!!
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Sa. 10.09.2011 1,64 Km
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Fr. 09.09.2011 2 Km
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Do. 08.09.2011 4,6 Km
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Mi. 07.09.2011 1,63 Km
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Di. 06.09.2011 7 Km
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Mo. 05.09.2011 1,64 Km
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So. 04.09.2011 21,1 Km (letzter langer Lauf vor dem Marathon, unglaublich schwül auch schon am frühen Morgen; ich laufe am Ruhrfestspielhaus vorbei bis in die Nachbarstädte Marl und Herten)
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Sa. 03.09.2011 3,1 Km
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Fr. 02.09.2011 10,6 Km (mit 27 Grad mein heißester Lauf im September)
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Do. 01.09.2011 1,8 Km

Am heutigen 1. Oktober habe ich meinen 200. Lauf in Serie absolviert. Der September ist schon Vergangenheit!

Sonntag, 25. September 2011

Sonntagslauf


Der Sonntagslauf hat für mich Kult, seitdem ich vor 5 ½ Jahren wieder mit dem Laufen angefangen habe. Am liebsten am frühen Morgen, natürlich noch vor dem Frühstück. Sonntag ist ein besonderer Tag. Kein Stress, Zeit etwas zu tun was Spaß macht. Frische Luft zu spüren und ganz abzuschalten. Die innere Einstellung ist halt eine andere als an Werktagen.
So mache ich auch heute Morgen auf dem Weg. Ganz allmählich kündigt sich der Morgen an. Die Luft ist klar und kühl. Der Himmel wolkenlos. Im Osten schimmert das erste Morgenlicht, welches nach und nach an Farbe gewinnt. Ein leichter rötlicher Schimmer. Doch noch ist Zeit bis zum Sonnenaufgang. Ich komme an der Sporthalle im Stadtteil vorbei, dann an einem Gebäude, das früher mal als Bürgertreff gedient hat, was der Stadt aber zu teuer war, dann an den Trümmern der abgerissenen Barbarakirche, die infolge der Zusammenlegung von Gemeinden überflüssig geworden ist und überquere die A2. Jetzt habe ich den Siedlungsbereich verlassen und komme in die „Brandheide“, einem kleinen Naherholungsbereich. Ich habe gerade das kleine Wäldchen erreicht, da quert keine 10 Meter vor mir ein Reh meinen Weg. Ich habe es wohl aufgescheucht und jetzt nimmt es mit raschen Sprüngen eine Böschung, um sogleich wieder unsichtbar zu werden. Am Boden hat sich jetzt leichter Nebel gebildet, der eine Zauberlandschaft formt. Nachdem ich das Wäldchen durchlaufen habe geht es durch landwirtschaftlich genutzte Flächen. Ich habe inzwischen wohl die unsichtbare Grenze zur Nachbarstadt Castrop-Rauxel überschritten und erreiche den Dortmund-Ems-Kanal. Ein Hinweisschild weist auf die Kanalbaustelle hin und darauf, dass die Wege in 600 Metern gesperrt sind. Ich ignoriere den Hinweis und laufe weiter. Nebel zieht über die Wasseroberfläche des Kanals. Ich befinde mich auf einer Böschung, schaue auf ein abgeerntetes Feld und erblicke zwei äsende Rehe am Waldrand. Ich muss jetzt einfach mal stehen bleiben. Es ist so still. Die beiden Rehe mögen circa 50 Meter von mir entfernt sein. Ob sie mich gar nicht bemerken? Das größere Reh führt einen lustigen Sprung auf. Ganz niedlich. Irgendwann muss ich dann aber mal weiter. Jetzt entfernen sich auch die beiden Rehe mit gekonnten Sprüngen in den Wald.
Die Sonne geht jetzt auf! Ich habe den engeren Baustellenbereich erreicht, stoppe vorübergehend meinen Forerunner und quetsche mich an den Bauzaun entlang. Nach gut 50 Metern ist der Engpass bewältigt. Auf einem Pfahl beobachte ich einen größeren schlanken Vogel; die Art ist mir leider nicht bekannt. Jetzt verlasse ich den Kanal und es geht ein Stück der mir bekannten Straße entlang, bis ich bald wieder in ein Wäldchen verschwinde. Hier kenne ich mich nicht mehr ganz so gut aus. In der Tat, ich erwische wieder einmal eine Sackgasse. Macht nichts. Zum umkehren besteht immer Gelegenheit. Durch die Siedlung finde ich wieder meinen richtigen Weg und es geht erneut durch Felder und in einem weiten Bogen erreiche ich dann endlich meinen Bäcker. Zeit Brötchen zu holen. Sonntag ist eben doch ein besonderer Tag. Schön, wenn der Start mit einem schönen Lauf am Morgen gelingt.

Dienstag, 20. September 2011

189. Lauftag: Fluch der Serie

Seit einer Woche schlaucht mich eine Erkältung. Der Körper ausgelaucht, geschlaucht eben. "Du siehst Sch... aus," bekam ich gestern zu hören. Und: "Wie wäre es mal mit einer kleinen Laufpause?" Ähnliche Kommentare kamen aus verschiedenen Richtungen. In der Tat stelle ich mir die Frage, ob ich gestern und heute laufen gegangen wäre, wenn ich nicht schon seit 27 Wochen laufen würde. Es ist leichter nach 3 Wochen aufzuhören. Auf der anderen Seite hatte ich heute trotzdem einen schönen Lauf, drehte fast eine Stunde lang meine Runde, beobachtete zum Beispiel das emsige Treiben der Bauern auf den Feldern. Aber es ist in diesen Tagen schon eine Gratwanderung, das tägliche Laufen. Auf der anderen Seite geht es schon langsam wieder aufwärts. Und ich kann ja jederzeit aufhören. Oder ist das Aufhören etwa schwieriger als das Weitermachen? Das Täglichlaufen kann man jederzeit wieder aufleben lassen... Ist es die Gier nach mehr?
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