Donnerstag, 22. Mai 2014

Was machen Vögel bei Gewitter

Ein Lauf und zwei kräftige Schauer am heutigen frühen Abend. Als ich zum Laufen vor die Tür trete setzt ein kräftiger Maiguss ein. Es sieht gefährlich nach Gewitter aus. Ich habe aber keine Lust jetzt wieder nach oben zu gehen und es später wieder zu versuchen. Ein beklemmendes Gefühl macht sich aber breit. Laufen bei Gewitter ist etwas was ich nach Möglichkeit meide, Zunächst bleibt der Donner aus. Dafür schüttet es wie aus Kübeln. Kräftiger Mairegen wohltemperiert ist was Feines. Einge Windböen sorgen aber dafür, dass die Freude nicht ausartet. Zudem immer noch der bange Blick nach oben und die Ohren gespitzt, ob das erwartete Donnerwetter gleich losgeht. Abrupt hört der Regenguss auf, so als ob jemand den Wasserhahn abgedreht hätte. Nun ist es auch windstill geworden. Einige Tauben lassen sich auch gleich wieder auf dem Feld nieder. Bei mir taucht da die Frage auf, wie sich Vögel bei Gewitter verhalten. Ich weiss es schlicht und ergreifend nicht. Ich würde Schutz im Unterholz suchen. Letztlich müssen Tiere schlicht und ergreifend jedes Unwetter aushalten. Sie werden aber instinktiv aber das "Richtige" tun. So meine Gedanken, als es nach kurzer Unterbrechung erneut regnet. Diesesmal hat der Himmel seine Schleusen noch weiter geöffnet. Und das Donnerwetter findet auch diesesmal nicht sttat. Das erinnert mich irgendwie an den heutigen Arbeitstag. Gleich in der Früh` haben mir Mitarbeiter zwei Beschwerden von Kunden offeriert. Kein schöner Start in den Tag, denn ich machte mir gleich meine Gedanken, was da wohl konkret auf mich zukommen wird. Denn auch wenn die Beschwerden nach meiner Einschätzung nicht berechtigt sein würden, war doch Ärger vorprogrammiert. Die Kunden sind heute übrigens nicht vorstellig geworden.

Heute auf den Tag betreibe ich das Täglichlaufen genau seit Zehn Monaten.

Am 22. Juli 2013 bin ich gestartet. Heute war der 305 Lauftag ohne Unterbrechung. Dieser kleine Anlass mag genügen um einen Augenblick innezuhalten und auf die letzten noch nicht erfassten Läufe zurückzublicken.

Do. 01.05.2014     2,44 Km
Für die Nacht zum 1. Mai war eine Unwetterwarnung gegeben worden. Ich habe nichts mitbekommen. Es muss aber doch etwas gewesen sein, denn immerhin versperrte ein umgestuerzter Baum meinen Weg. Das wird ja wohl kein Eichhörnchen gewesen sein. Ansonsten spazierte ein stolzer  Fasan vor meinen Füssen. Erst nachdem ich bis auf zwei Schritten an ihn herangekommen war, nahm er dann doch noch reißaus.

Fr. 02.05.2014     8 Km
Nur noch 10 Grad. Ein paar Regentropfen. Ich scheuche ein Reh auf.

Sa. 03.05.2014     2,34 Km
2 Grad, wolkenloser Himmel bei Sonnenaufgang.

So.04.05.2014    10 Km
Erneut nur wenig über Null Grad am frühen Morgen.

Mo. 05.05.2014     2,16 Km

Di. 06.05.2014     13 Km

Mi. 07.05.2014      2,22 Km
kräftiger Regenschauer

Do. 08.05.2014     7,51 Km
Regen, im Wald sehr matschig. Kapitaler Feldhase, sucht wohl vergeblich ein trockenes Plätzchen

Fr. 09.05.2014     2,18 Km
Ich nutze die kurze Zeit zwischen zwei Gewittern. Ente mit Küken kreuzt meinen Weg.

Sa. 10.05.2014     4,58 Km
Regenlauf

 So.11.05.2014
1,68 Km (Morgens)
21,1 Km (später Vormittag)
Viele Hindernisse die sich einem in den Weg stellen existieren offensichtlich nur in den eigenen Gedanken. Jedenfalls ist das meine Erkenntnis aus diesen beiden komischen Laufkonstellationen.
Regen, kräftige Windböen. Reh und zwei Fasane beobachtet; umgestürzter Baum, riesige Pfützen.

Mo. 12.05.2014     2,16 Km

Di. 13.05.2014     2,16 Km

Mi. 14.05.2014     7,54 Km
"Aprilwetter": Erst Regenguss mit starken Windböen, dann schönster Sonnenschein

Do. 15.05.2014     2,18 Km
2 Fasane am Wegesrand
Magen-Darmprobleme und eine leicht verletzte linke Wade begleiten mich heute und auch in den beiden darauffogenden Tagen

Fr. 16.05.2014     1,71 Km

Sa. 17.05.2014     3 Km
Mein dreihundertster am frühen Morgen. Ein kleiner Lauf nur. Zwickt es doch immer noch in der linken Wade und im Magen-Darm-Trakt. Welch`eine Kombination! Die Freude an den heutigen Lauf mindert es aber nicht. Die Ruhe, die morgendliche Frische, das Morgenkonzert der Vogelschar, das Mämmern des Spechtes, der Fasan am Wegesrand, der flüchtende Hase auf dem Feld, das intensive Grün des fortgeschrittenen Frühlings. Ich könnte für einen Moment die ganze Welt umarmen und bin glücklich über diese Augenblicke!

So. 18.05.2014     21,25 Km
Teilnahme am Vivawest-Halbmarathon; es geht durch das Gelände der zum Weltkulturebene zählenden früheren Zeche Zollverein und durch den Nordstern-park in Gelsenkirchen. Temperaturen ueber 20 Grad, ich bekomme reichlich Sonne ab.

Mo. 19.05.2014     2,17 Km
Die Frösche freuen sich ueber die warmen Temperaturen und geben ein lautes Konzert.
Ich habe den Lauf vom Vortag in den Beinen, quake aber trotzdem nicht mit.

Di. 20.05.2014     4,52 Km
Lauf bei 27 Grad; es lässt sich nicht leugnen, die warme Jahreit hat Einzug gehalten.

Mi. 21.05.2014    5 Km
Nicht ganz so warm wie am Vortag, aber atemraubende Schwüle.

Do. 22,05.2014     6,17 Km
fulminanter Regenlauf

Mittwoch, 30. April 2014

Der Kampf um die tägliche Meile

Mittwoch, 30 April 2014, gleich 17 Uhr. Gleich ist mein letzter Lauf in diesem Monat zu Ende. Frühlingshafte 20 Grad, die Sonne lugt durch die lockere Bewölkung. Die Luft ist schwül und ich bin ordentlich ins Schwitzen gekommen. Die Luft ist voller Pollen; insbesondere die Pusteblumen machen sich heute auf den Weg. Die Mücken hingegen lassen mich heute unbehelligt. Ansonsten sind sie für diese Jahreszeit eine ziemlich große Plage. Wie soll das erst im Sommer werden. Im Wald war es etwas matschig. In den letzten beiden Tagen hat es endlich mal etwas geregnet.Das war auch bitter nötig. Es war ein ruhiger Lauf. phasenweise war ich tief in mir versunken. Na immerhin habe ich noch den Feldhasen wahrgenommen, der hopelnd vor mir das Weite gesucht hat. Sicher ist sicher. Das wichtigst an dem heutigen Lauf am Ende des Monats: Er war völlig beschwerdefrei oder besser gesagt: ich war beschwerdefrei. Und darüber war und bin ich zutiefst dankbar. Denn zuletzt habe ich doch die Erfahrung gemacht, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist


Am 18. April abspolvierte  ich mit mehr als 23 Km meinen längsten Lauf in diesem Monat. Es sollte die Zäsur im Laufmonat April werden. Am Tag nach dem langen Lauf verspürte ich heftige Schmerzen im Aduktorenbereich, einseitig auf der linken Seite. Ich versuchte es trotzdem gleich am frühen Morgen. Es war nicht ausschließlich die frische Morgenluft, die mir vereinzelte Tränen in Augen trieb. Mit Mühe schafte ich wenig mehr als eine Meile, so dass der Lauf die Serie noch aufrecht erhalten konnte. Ich verzichtete dann am Nachmittag auf das Heimspiel meines Fußballvereins, erstmals seit vielen Jahren aus gesundheitlichen Gründen. Es war ein guter Schritt, der wenigstens weitere Belastungen vermeiden half und das Ausruhen tat gut. In den nächsten Tagen ließen die Schmerzen nur langsam nach. Die Verletzung ist bis heute präsent, aber sie verbessert sich zusehends und beim Laufen, wenn ich es zurückhaltend ausübe, stellt es keine Behinderung mehr dar. In den folgenden Tagen hatte ich kurzzeitige Beschwerden mal im rechten Sprunggelenk, dann im linken Knie, vielleicht als Folge einer unbewußten Schonhaltung. 

Insgesamt war es eine echte Herausforderung. Die Frage, ob es noch gesund oder schon krank war, kann man stellen. Auch die  Frage, ob man so etwas machen sollte mag aufkommen. Ich kann diese Fragen am Ende des Monats nur für mich beantworten. Ja, es war schwer und ja, es war gutund richtig. Ich fühle mich am Ende sogar irgendwie beflügelt, weil ich diese Hindernisse überstanden habe. Es geht wieder aufwärts. Zufriedenheit, ja Freude sind wieder auf dem Vormarsch.

 April, aus und vorbei. Wo ist er nur so schnell geblieben? Frühling, auch fast schon durchgehuscht. Alles um einige Wochen zu früh. Im Frühling zeigen sich Veränderungen und Vergänglichkeit besonders intensiv. Es grünt und blüht und ehe man sich versieht ist es auch schon wieder verblüht. Wie die Pusteblume! Ein bisschen Wind und weg damit. April, April, der weiß nicht was er will. Dieser April jedenfalls entsprach dem gängigen Klischee jedenfalls nicht. Stabile, ruhige Wetterphasen, fast immer mild und in der Spitze bis 24 Grad warm und deutlich zu wenig Regen. Nur am 14. April absolvierte ich einen Lauf mit "echtem"  Aprilwetter. Der Hagelschauer und die Windböen werde ich in Erinnerung behalten. Ebenso wie das Überklettern eines umgestürzten Baumriesen.


Als Chronist in eigener Sache die Auflistung meiner Läufe im April:

Di. 01.04.2014     3,03 Km

Mi. 02.04.2014   2,99 Km      

Do.03.04.2014   3,02 Km         

Fr. 04.04.2014     3,69 Km

Sa.Mo. 05.04.2014     8,59 Km

So. 06.04.2014     14 Km

Mo. 07.04.2014    10,01 Km

Di. 08.04.2014     2,99 Km

Mi. 09.04.2014     2,88 Km

Do. 10.04.2014    10 Km

Fr. 11.04.2014      3,02 Km

Sa. 12.04.2014      3,64 Km

So. 13.04.2014     10,2 Km

Mo. 14.04.2014      7,49 Km
Hagel und Sturmböhen; umgestürzter Baum muss überklettert werden, ein echter Aprillauf

Di. 15.04.2014     2,35 Km

Mi. 16.04.2014     12,1 Km

Do. 17.04.2014     3,03 Km

Fr. 18.04.2014    23,45 Km   
Vor dem Lauf am frühen Morgen fühlre ich mich stark verspannt; erst umfangreiche Lockerungsübungen lassen den Lauf zu. insgesamt sechs Rehe gezählt; der Kopf erzwingt den Beinen mehr Kilometer ab als vielleicht gut tut

Sa. 19.04.2014   1,68 Km
Aduktorenverspannung links, Schmerzpegel 6, Notlauf

So. 20.04.2014     1,7 Km
weiterhin Schmerzen, im Tagesverlauf Zweifel, ob es weiter geht

Mo. 21.04.2014     1,88 Km
Schmerzen, aber leichte Besserung

Di. 22.04.2014     2,18 km
schmerzfrei, aber Verletzung ist latend spürbar

Mi. 23.04.2014     3,7 Km
Tagsüber starke Schmerzen im rechten Fußgelenk; erst gegen 22 Uhr kann ich mich aufraffen; es geht dann besser als gedacht

Do. 24.04.2014     2,53 Km

Fr. 25.04.2014      3,7 Km

 Sa. 26.04.2014     8,75 Km
mühselig und ohne Kraft

 So. 27.04.2014     2,17 Km

Mo. 28.04.2014     4,53 Km
vor dem Laufen starker Schmerz im linken Knie; ich verzichte heute auf die "Betiebs-Crosslaufmeisterschaften und laufe lieber alleine. Da ich auch für meine Verhältnisse recht langsam laufe geht es doch ganz gut.

Di. 29.04.2014      2,15 Km

Mi. 30.04.2014     6,3 Km

283 Lauftage sind jetzt im Modus des Täglichlaufens absolviert. In diesem Monat sind 167 Kilometer hinzugekommen. Wichtiger aber ist die Tatsache, dass ich auch in diesem Monat täglich zumindest ein kleines Läufchen absolvieren durfte. Die Jahreskilometer liegen jetzt bei 745 Km. Das entspricht der Entfernung Recklinghausen - Posen. Also dann:dzień dobry !

Montag, 31. März 2014

Frühlingserwachen im März

Sa. 01.03.2014     2,23 Km


So. 02.03.2014    18,01 Km


Mo. 03.03.2014    2,12 Km

Di. 04.03.2014     7,56 Km

Mi. 05.03.2014     2,16 Km

Do. 06.03.2014     5,07 Km
 
Fr. 07.03.2014     2,16 Km

Sa. 08.03.2014      6,6 Km
Eigentlich steht heute der zweite Lauf der Winterlaufserie über 15 Km; doch ich fühle mich nicht fit genug. Das hat sich schon in den Tagen davor gezeigt. Statt dessen gibt es einen erholsamen Lauf am frühen Lauf durch Nebel.
So. 09.03.2014     20,23 Km
Der wohl schönste und intensivste Lauf des Monats.
Start noch im Dunkeln unterm Sternenhimmel. Leichter Bodenfrost, etwas Raureif. Wie am Vortag bilden sich mystische Nebelbänke. Dann bricht die Sonne durch. Ich beobachte Rehe, zwei Bussarde, eine Formation Wildgänse am Himmel über mir und zahlreiche Fasane Die Vögel veranstalten ein einzigartiges Konzert.

Mo. 10.03.2014     2,17 Km

Di. 11.03.2014       2,16 Km

Mi. 12.03.2014    10,04 Km

Do. 13.03,2014      2,16 Km

Fr: 14.03.2014      26 Km
Mein bisher längster Lauf in diesem Jahr.
Nach ungefähr 15 Km wäre ich fast von einem rückwärts aus einer Parkbox fahrenden Auto überrollt worden. Ich erhebe zum Zeichen meines Unverständnisses meinen Arm. Darüber regt sich der Fahrer auf…

Sa. 15.03.2014      2,4 Km

So. 16.03.2014      3,03 Km

Mo.17.03.2014    10,45 Km
Lauf mit Betriebssportgruppe; bin schneller als sonst unterwegs.
Schöner Frühlingslauf  durchs Grüne

Di. 18.03.2014     2,21 Km

Mi. 19.03.2014    5,05 Km

Do. 20.03.2014     2,17 Km

Fr. 21.03.2014     5 Km

Sa. 22.03.2014    22 Km

So. 23.03.2014     2,17 Km


Mo. 24.03.2014     4,18 Km
Regen und Hagel; aus Zeitgründen begleite ich unsere kleine Betriebssportlaufgruppenur ein kurzes Stück.

Di. 25.03.2014     5 Km
Lauf vor 5 Uhr, da sonst keine Zeit


Mi. 26.03.2014     2,17 Km
wegen des Halbmarathons am Samstag müssen ab sofort die Kräfte geschont werden


Do. 27.03.2014    2,17 Km

Fr. 28.03.2014     2,17 Km

Sa. 29.03.2014     21,1 Km
Winterlaufserie Duisburg, es ist deutlich wärmer geworden, über 20 Grad; bin schon vor dem Lauf schlapp, nach 10 Km bekomme ich Magenkrämpfe; es ist ein Lauf wie durch die Hölle. Ende März kann es mal warm sein; so überraschend ist das nicht. 21 Km sind lang, insbesondere wenn man mal einen schlechten Tag erwischt. so gibt es auch nichts zu meckern. Solche Erfahrungen gehören mit dazu. Man macht es oder man lässt es bleiben. Das ist mein Standpunkt. Und im nächsten Jahr bin ich wieder dabei.

So. 30.03.2014     2,18 Km

Mo. 31.03.2014     8 Km
mit 21 Grad verabschiedet sich der März

Derzeit fehlt mir einfach die Lust ausführlicher zu berichten. Im nachhinein scheinen manche Dinge banal, die zunächst wichtig schienen. Dinge verändern sich mit rasanter Geschwindigkeit. Gerade im Frühling. Eben noch blühen die Magnolienbäume in all ihrer Pracht. Doch diese ist überaus vergänglich, wie die am Boden liegenden Blütenblätter wenige Tage später zeigen.

Seit dem 22. Juli 2013 darf ich täglich laufen. Es ist ein häufiges auf und ab. Gefühlt war der März überwiegend  ein zufriedenstellender Laufmonat. 207 Kilometer sind zusammengekommen. Im Jahr 2014 durfte ich bisher 578 Km laufen. Das entspricht  (fast) der Entfernung Recklinghausen - Frankfurt an der Oder.  Und mit etwas Glück geht es schon Morgen wieder ein kleines Stück weiter.

Sonntag, 2. März 2014

Stehaufmännchen

"Stehaufmännchen", eine erklärungsbedürftige Überschrift. Die Idee ist während meines heutigen Laufs entstanden. Nach 5 Km hat es mich "geschmissen", was nichts anders bedeutet, dass ich gestürzt bin. Ein holpriger Karrweg, gleißendes Sonnenlicht von vorne und zu allerst meine Unachtsamkeit haben dazu geführt, dass ich ins Stolpern geraten bin, was unvermeidlich zu einem krachenden Sturz führte. Verdutzt und peinlich pikiert. Dreißig Meter vor mir ein Fußgängergruppe. Sprichwörtlich möchte man im Boden versinken. Aber es klappt nicht. So stehe ich auf und laufe weiter. Etwas verdreht vielleicht, aber bis auf eine kleine Schürfwunde an der Hand ist der Sturz offensichtlich glimpflich verlaufen. Danach durfte ich noch dreizehn Kilometer lang einen genussvollen Lauf bei vorfrühlingshaften Bedingungen genießen.

Der heutige Sturz hatte schon so etwas wie symbolischen Charakter, wenn ich auf weite Teile des zurückliegenden Monats denke. Waren der Dezember und der Januar aus meiner  Sicht gute Laufmonate, so änderte sich die Sicht im Februar grundlegend. Es war so, als ob jemand den Stecker aus der Stromdose gezogen hätte. Alles war schwer. Jeder Schritt war anstrengend. Große Müdigkeit hatte sich breit gemacht. Eine Erklärung habe ich nicht. Ich könnte spekulieren und Vermutungen anstellen. Aber es zeigte sich auch dieses Mal: die Dinge ändern sich, egal ob sie gegenwärtig gut oder schlecht sind. Und so scheint es auch dieses Mal zu sein. Die letzte Woche war deutlich besser als zuletzt. Das Laufen fällt wieder leichter und der Spaß kehrt zurück.

Auch der Februar gehört somit der Vergangenheit an. Die milden Temperaturen im Januar und im Februar haben dazu geführt, dass die Flora etwa drei Wochen zu früh vermehrt frühlingshaften Charakter erhält. Nach dem Grau des Winters kehren langsam die Faben zurück. Die dunkle Jahreszeit zieht sich zurück. Nun lassen sich draußen auch wieder die Tiere besser beobachten. Fuchs, Rehe, an zwei Tagen einen Bussard, vorgestern Hasen, häufiger Fasane. Abwechselung kehrt zurück. Ein Wort noch zum Winter. Der hat sich dieses Mal rar gemacht wie selten. November, Dezember, Januar oder Februar. Nicht eine Schneeflocke habe ich erblickt. Selten gab es am frühen Morgen leichten Frost. Das war es schon. Sicher kann es auch noch in den nächsten Wochen zu einem Kälteeinbruch kommen. Doch jetzt ist es eher Zeit für den Frühling. Die Vorfreude darauf wächst.

So will ich noch eben der Chronistenpflicht in eigener  Sache genügen und die Läufe aus den vergangenen zwei Wochen auflisten.

Mo. 17.02.2014     2,17 Km

Di. 18.02.2014     2,16 Km

Mi. 19.02.2014     2,17 Km

Do. 20.02.2014     3,66 Km

Fr. 21.02.2014     4,23 Km

Sa. 22.02.2014     5,01 Km

So. 23.02.2014     9,62 Km


Mo. 24.02.2014     2,17 Km

Di. 25.02.2014     6 Km

Mi.26.02.2014    11 Km

Do. 27.02.2014     2,16 Km

Fr.  28.02.2014     15 Km
Der Monat endet "versöhnlich" mit diesem längsten Lauf im Februar.
Insgesamt komme ich auf 147,85 Monatskilomete. Das ist deutlich mehr als nichts, was dazu führt, dass ich damit zufrieden bin.

Sa. 01.03.2014     2,23 Km

So. 02.03.2014    18,01 Km
Ich werde gegen Ende meines Laufes vom schnellsten Langläufer der Stadt überholt.   Der ist wie immer flott unterwegs, aber wie immer reicht es zu einem freundlichen Gruß.

Täglichlaufen: aktuelle Serie seit 22.Juli 2013. Das sind 224 Tage (= 32 Wochen).
Tagesschnitt: 6,1 Km
Gesamt: 1.366,33 Km.


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Sonntag, 16. Februar 2014

Hurra, ich laufe noch!

Seit drei Wochen hänge ich läuferisch ziemlich durch. Ganz klar: ab einem bestimmten Alter gibt es halt eine gewisse Tendenz mit einer negativen Entwicklung. Das ist unaufhaltbar und unumkehrbar. Es mag Ausnahmen geben. Ich gehöre nicht dazu. Um so dankbarer nehme ich jeden Lauf an. Ich versuche es mal mit einem Zitat (Herkunft ist mir nicht ganz klar): „Kunst ist, wenn man's nicht kann, denn wenn man's kann, ist's keine Kunst.“ In gewisser Weise bin ich also ein Künstler. :-)


Gleichwohl habe ich mir einen gewissen Grad an Optimismus bewahrt und mein Bauchgefühl sagt mir, dass es zunächst mal wieder etwas besser wird.

Hier die Läufe der letzten 14 Tage:

Mo. 03.02.2014     4,19 Km

Di. 04.02.2014      8,54 Km

Mi. 05.02.2014      2,27 Km

Do. 06.02.2014     4,19 Km
Der 200. Lauftag hätte wegen Wadenproblemen fast nicht stattfinden können.

Fr. 07.02.2014      2,43 Km

Sa. 08.02.2014    10 Km
Winterlaufserie Duisburg; erst in letzter Minute entscheide ich mich für eine Teilnahme, da meine linke Wade immer noch zwickt. Hätte ich geahnt, welche Probleme die Hinfahrt mit ausgefallenen Zügen und Verspätungen bereitet, ich wäre wohl eher zu Hause geblieben. Unter diesen Vorzeichen dann im Dauerregen zu laufen war nicht das Optimale. Es ist ein Unterschied, ob ein Regenlauf vor der eigenen Haustür statt findet oder „auswärts“. Bin aber ganz gut durchgekommen, wenn auch mit der langsamsten je von mir gelaufenen Zeit. Sollte mich aber dran gewöhnen, da die biologische Uhr tickt.
So. 08.02.2014    3,8 Km
Woche gesamt: 35,33 Km
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Mo. 10.02.2014     6,29 Km

Di. 11.02.2014     2,16 Km
leicht erkältet

Mi. 12.02.2104     3,05 Km
leicht erkältet

Do. 13.02.2014    3,14 Km
leicht erkältet

Fr. 14.02.2014      6,71 Km
Bussard beobachtet (hier selten)

Sa. 15.02.2014     6,67 Km
Sturmlauf

So. 16.02.2014     6,67 Km
Sturmlauf

Gesamt: 34,69 Km

So laufe ich jetzt seit 30 Wochen täglich. Und das ist auch gut so.  

Sonntag, 2. Februar 2014

Regen, Schlamm und Gegenwind

Eigentlich war es auch wettertechnisch gesehen eine sehr ruhige Woche. Relativ viel Sonne und milde Temperaturen. Aber am Samstag hat es dann mal ordentlich geregnet. Im Wald war es sehr matschig, beste Crosslauf-Bedingungen. Es war der intensivste Lauf der Woche. Einen Bussard durfte ich beobachten, ein für mich sehr seltenes Ereignes. Die Tierbeobachtungen waren ohnehin rar in den letzten Wochen. In den letzten Tagen laufen mir wieder häufiger Fasane über den Weg. Häufig bin ich auch in der Dunkelheit gelaufen. Mittlerweile sind die Tage aber wieder spürbar länger geworden. Der Januar ist schon Vergangenheit. November, Dezember  und Januar ohne richtigen Winter, ohne Schnee und nur an ein paar wenigen Tagen mit leichtem Frost in den Morgenstunden. Das ist dann auch für das Ruhrgebiet bemerkenswert, wobei die erste Januarhälfte mit Temperaturen bis zu 14 Grad sehr mild ausgefallen ist. Es war ein gutes Laufwetter. Ich durfte 216 Kilometer laufend bewältigen, was der Entfernung Recklinghausen - Hannover entspricht. Die letzte Woche war läuferisch aber eher mäßig. Aber gelaufen ist eben gelaufen.  

Mo. 27.01.2014     2,17 Km
Di. 28.01.2014       2,23 Km
Mi. 29.01.2014      6,29 Km
Do. 30.01.2014     2,17 Km
Fr.  31.01.2014    10,12 Km
Sa. 01.02.2014    10,17 Km
So. 02.02.2014      2,3 Km
wunderschöner Sternenhimmel heute Abend;
doch war mir Erholung am heutigen Tage das Wichtigste.

Sonntag, 26. Januar 2014

1 Jahr (fast) täglich

Am 26. Januar 2013 habe ich nach längerer Zeit wieder angefangen jeden Tag zu laufen. Die damalige Motivation dafür ist allerdings nicht in meiner Erinnerung verankert. Ich mache es einfach so. Auch heute wieder. Jetzt aktuell 27 Wochen in Serie. Von den zurückliegenden 365 Tagen bin ich an 357 Tage gelaufen. Es gab 2 gesundheitlich bedingte Pausen, einmal von einem Tag, ein zweites Mal für eine Woche. Gesundheit ist wichtigste Voraussetzung für das Täglichlaufen. Ob Täglichlaufen der Gesundheit zuträglich ist, ist wiederum ein anderes Diskussionsfeld. Man kann mit allem übertreiben. Dazu bedarf es allerdings nicht des Täglichlaufens. Ebenso kann man hinterfragen, ob Marathon oder ein Ultralauf gesundheitsfördernd ist. Zuweilen bin ich auch an meinen Grenzen gegangen. Vier Erkältungen habe ich laufend überstanden. Auch eine Gürtelrose war zu verzeichnen. Diese wurde allerdings erst von einem Arzt diagnostiziert, als sie fast abgeklungen war. Ich selbst habe insgesamt gesundheitliche Probleme kaum verspürt, so merkwürdig es sich anhören mag. Es stand der Wille im Vordergrund laufen gehen zu wollen und zwar an jedem Tag. So habe ich mich auf die jeweiligen Umstände entsprechend eingestellt. Zwei Vollnarkosen für Untersuchungen habe ich beispielsweise dadurch eingeplant, dass ich eben vorher gelaufen bin. Fast immer lässt sich irgendeine Regelung finden. Das Maß an persönlicher Gesundheit bleibt indess überwiegend ein wenig beeinflussbares Geschenk.

Um den vielleicht den entstehenden Eindruck zu entkräften ich sei kränklich, verweise ich einfach auf 357 Läufe innerhalb eines Jahres. Mit einer gewissen Konsequenz ist Vieles möglich. Übrigens ist auch der Neuanfang nach einer erzwungenen Pause durchaus interessant und lehrreich. Ein Neuanfang ist jeder Zeit möglich.

In einem Jahr kommen viele schöne Läufe zusammen. Das Erleben der  Jahreszeiten. Die Wahrnehmung von Licht und Dunkelheit. Wettereinflüsse. Beobachtung des Umfeldes in dem man läuft. Wie Dinge sich verändern. Wie man sich selbst verändert, wie die jeweilige persönliche Verfassung ist. Eine Liste von läuferischen Höhepunkten wäre an dieser Stelle möglich und sie wäre lang. Abedr wo soll ich anfangen oder aufhören. So lasse ich die Vergangenheit ruhen.

Täglichlaufen lässt mich in einer gewissen Weise wachsen. Das mag ich allerdings nicht erklären. Es mag jeder für sich herausfinden oder auch nicht.  

Die Dokumentation der Läufe in der zurückliegenden Woche:

Mo. 20.01.2014     2,14 Km

Di. 21.01.2014     2,27 Km

Mi. 22.01.2014     9,28 Km
darin 5 Km in persönlich flottem Tempo
Ein halbes Jahr "täglich" ist damit voll.

Do. 23.01.2014     2,01 Km
Minus 1 Grad am frühen Morgen; ansonsten hat sich der Winter im Ruhrgebiet noch nicht durchgesetzt.

Fr. 24.01.2014    8,47 Km
Lauf mit verschärftem Tempo

Sa. 25.01.2014     4,51 Km

So. 26.01.2014    25 Km
Ich war rausgegangen um mindestens eine Meile zu laufen und um dann zu sehen was geht. Ein solcher Lauf war nicht geplant. Es hätte sein können, dass ich nach 5 oder 10 Km fertig bin. Ich war überhaupt nicht festgelegt. 20 Km wären toll gewesen. Es hat sich dann so entwickelt. Milde 5 Grad plus haben den Lauf gefördert. Auch sehr lange Läufe lassen einen wachsen. Es war mein vierter Lauf im Januar mit deutlich mehr als 20 Km. Insoweit haben die milden Temperaturen sehr geholfen.