Sonntag, 18. September 2011

Auf alten und neuen Wegen


Durch den neuen Forerunner haben sich meine Laufaktivitäten doch partiell verändert. Häufiger verlasse ich meine alten vermessenen Laufstrecken. Die gelaufenen Kilometer werden über GPS von meiner Uhr erfasst. Und so laufe ich mehr oder weniger der Nase nach, vor allem am Wochenende. Vor dem Münster-Marathon gab es schon zwei lange Läufe, die mich kreuz und quer durch die Stadt führten, vom äußersten Osten in den äußersten Süden, durch Straßen, Stadtteile, Grünzüge bis in den Landschaftspark Hoheward, ursprünglich eine Abraumhalde aus Zeiten des Sreinkohlebergbaus. Natürlich führte es auch in den Stadtteil in dem ich aufgewachsen bin und in dem ich die meiste Zeit meines Lebens verbracht habe, nach Hochlarmark, am Fuße der Halde, auch Hochlarmarker Alpen genannt. Natürlich sind diese Läufe mit Erinnerungen und alten Geschichten verbunden. Es ist halt mal eine andere Art des täglichen Laufens. Diese größeren Läufe sind an sich eigene Berichte wert. Doch habe ich mich dazu bisher nicht aufraffen können. Nach dem Marathon sind die Läufe natürlich deutlich kürzer geworden, zumal mich seit einigen Tagen eine stärkere Erkältung begleitet. Darauf könnte ich glatt verzichten, doch ich werde ja dazu nicht gefragt.

Gestern ging es zunächst auf eine meiner Hausstrecken, bis ich mich entschloss in einen noch nicht genutzten Feldweg abzubiegen. Feldwege sind häufig Sackgassen. So war es auch dieses Mal. Doch bevor ich das Ende des Weges erreicht hatte wurden die weitläufigen Felder überraschend durch durch eine eingezäunte Weidefläche unterbrochen. Hier graste eine kleine Schafherde, bestehend aus 9 Tieren. Und zusätzlich abgegrenzt gab es einige Gänse. Eine friedliche Idylle. Wenn auch sicher zeitlich befristet. Aber immerhin ein Unterschied zur industriellen Massentierproduktion. Die Schafe zeigten sich etwas neugierig und zugleich scheu. Allzuviele zweibeinige Besucher dürfte es dort wohl nicht geben.

So bin ich jedenfalls auf die kommenden Wochen gespannt, ob ich noch das eine oder das andere in nächster Nähe entdecke, was bisher verborgen geblieben ist.

Montag, 12. September 2011

Münster-Marathon: Laufen aus Leidenschaft




Das Motto "Laufen aus Leidenschaft" hatten sich die Veranstalter zum 10-jährigen Jubiläumslauf auf die Fahnen geschrieben. Und sie sind ihrem Anspruch mit einer gelungenen Organisation gerecht geworden.

"Laufen aus Leidenschaft!" Ob ich das wohl auch auf meinen 8. Marathon auch behaupten darf? Hier mein Bericht.

Vorfreude prägten die Tage vor diesem Marathon. Ich war durchaus zuversichtlich, dass ich die Herausforderung von 42,195 Km im Rahmen meiner Möglichkeiten gut bewältigen würde. Das Training der letzten zweieinhalb Monate hatte gut angeschlagen. Ich hatte kaum mal Probleme. Mit vier Läufen über 30 Km hatte ich meine Hausaufgaben gemacht, jedenfalls was die langen Läufe angeht. Ein kleines Problem gab es nach dem letzten etwas längeren Lauf eine Woche vor dem Starttermin. Ich hatte mir einen „Wolf gelaufen“ und zwar an der Innenseite des linken Oberschenkels. Das ganze war sehr unangenehm; doch am Marathontag beschwerte mich das Ganze nicht mehr.

Also auf nach Münster zum Lauf durch die Fahrradhauptstadt Deutschlands. Ich kenne die Innenstadt von Münster ganz gut. Ein schönes Städtchen mit sehenswerten historischen Bauwerken. Am Start warten circa 2.300 Marathonis. Dahinter die deutlich größere Meute der Staffelläufer, die sich die Strecke jeweils zu Viert teilen. Vor dem Start gibt es eine Schweigeminute zum Gedenken für die Opfer der Anschläge in den USA vor 10 Jahren. Das kann man an so einem Tag nicht einfach beiseite schieben. Doch dann geht es auch schon los.

Meine Zielvorgabe wie immer bescheiden: dem Besenwagen davoneilen und möglichst unter 5 Stunden bleiben. Meine Hoffnung: “Wenn es nur nicht so warm würde wie bei dem Hitzemarathon in Düsseldorf im Mai.“ Am Samstag war der Sommer mit Temperaturen bis zu 29 Grad zurückgekehrt; für Sonntag waren bis zu 24 Grad angekündigt. Für einen Marathon auch schon zu warm. Es kam dann morgens auch die Sonne raus und verbreitete sonnige Vorfreude. Aber kein Vergleich zu der Hitze im Mai. Unter 5 Stunden bleiben hieß für mich 12 Minuten schneller sein als in Düsseldorf. Mein „Plan“ sah dazu wie folgt aus: 4 Minuten spare ich aufgrund der günstigeren Temperaturen; 4 Minuten spare ich dadurch, dass ich vorne vorsichtiger anfange und nach hinten heraus nicht so viel an Zeit verliere. Und weitere 4 Minuten Zeitgewinn erhoffte ich mir auf Grund der guten Trainingsvorbereitungen. Soweit die Theorie.

Bloß nicht zu schnell loslaufen, nicht von dem flotten Tempo im Feld anstecken lassen. Um meine guten Vorsätze zu untermauern stellte ich mich tatsächlich im Feld ganz hinten auf. Ein komisches Gefühl, als Schlussläufer an den Start zu gehen. Vor mir lief eine kleine Gruppe an Läufern mit einem Mann in einem knallroten T-Shirt und dem Aufdruck: „5:00“; auf der Vorderseite stand aufgedruckt „Pacemaker“. Wenn das ein Versprechen war, dann wollte ich das wohl gerne nutzen. Aber verlassen wollte ich mich darauf dann doch nicht und so achtete ich penibel darauf mein eigenes Tempo zu laufen.

Es war doch ziemlich warm; der Schweiß stand bald auf der Stirn. Ich hatte zwei Schwämme dabei. Doch bis zur ersten Erfrischungsstation war es noch ein bisschen. Zunächst ging es durch die Innenstadt von Münster. Trotz der frühen Stunde mit Start um 9 Uhr waren schon viele Zuschauer an der Strecke, die auch das Ende des Feldes unterstützten. Erstmals hatte ich meinen neu erworbenen Forerunner bei so einer Veranstaltung im Einsatz. Der meldete sich bei jedem Kilometer und zeigte die Zwischenzeit an. Bei 6:57 Min./Km piepte es zum ersten Mal. Ich wollte einen Schnitt von 7:06 laufen und so war der Start halbwegs geglückt. Bloß nicht schneller werden, auch wenn ich mich mit einer kleinen Gruppe immer noch fast am Ende des Feldes befand. “Ob es in Münster keine Läufer gibt, die mehr als 5 Stunden brauchen“, fragte ich mich.

In meiner Nähe befand sich eine Läuferin mit Kopfhörer. Sie bekam, wie ich mithören durfte, laufend genaue Angaben zu ihrem Lauf in englischer Sprache: wann, wo, wie schnell und so weiter. Mich würde so etwas rasend machen. Na ja, immerhin piepte mein Forerunner ja auch nach jedem Kilometer einmal ganz kurz. Wir müssen schon aufpassen, dass wir nicht zum Sklaven von Technik und eigenen Vorgaben werden. Dann bleibt vermutlich der Spaß auf der Strecke. Ach ja, mein Forerunner zeigte gleich nach dem Start an, dass andere Teilnehmer Pulsuhren benutzten. Wie schön, ich nutzte nämliche keine Pulsuhr. Ich traute mich nicht so recht etwas an der Einstellung zu ändern. Nach ein paar Kilometern verschwand die Anzeige dann endlich.

Die Innenstadt verlassend ging es ein Stück am Aasee entlang. Da gab es dann auch die „Residenz am Aasee“. Einige Bewohner waren nach draußen gesetzt worden. Für sie sollten die vorbeilaufenden Sportler wohl etwas Abwechslung in den Heimalltag bringen. Es kam mir irgendwie makaber vor. Aber so ist das Leben.

Kurz nach Kilometer 9 die erste Verpflegungsstation für uns Läufer. Ich nahm ein mitgeführtes Powergel zu mir. Rechtzeitig bei dem warmen Wetter Kohlenhydrate aufnehmen. Ich hatte meine Lehren aus dem letzten Hitzemarathon gezogen. Außerdem tauchte ich erstmals einen Schwamm in das bereitstehende Wasser um Kopf und Nacken etwas abzukühlen. Allerdings war es nicht so warm wie in Düsseldorf; aus meiner Sicht war es noch erträglich. Jetzt überquerten wir die Zeitmatten für die 10 Km-Zeitmessung. Nach meiner Uhr hatte ich 10 Km vorher schon gelaufen. Wahrscheinlich machte es wohl schon Einiges aus wenn man nicht hundertprozentig auf die markierte Ideallinie achtet. Die angegebene Zeit bei der offiziellen 10 Km-Marke zeigte, dass ich mich ziemlich strikt an meine Zielvorgaben gehalten hatte. Nur der 10. Kilometer war mir außer Kontrolle geraten; ich war ihn gut 40 Sekunden zu schnell gelaufen; dabei war da auch noch die Verpflegungsstation dazwischen gewesen. Auch den nächsten Kilometer lief ich noch deutlich zu schnell. Ich hatte jetzt sozusagen einen Lauf, nahm aber dann ganz entschieden wieder Tempo raus. Solche Temposteigerungen führen beim Marathon nämlich zu einem unweigerlichen Kräfteverschleiß, für den man am Ende mehr Zeit drauf zahlt als einem lieb ist.

In den Außenbezirken von Münster gibt es feine Wohngebiete. Ansonsten war das Laufen jetzt ziemlich unspektakulär. Die Staffelläufer überholten seit einiger Zeit die Marathonläufer. Anders als in Düsseldorf störte es mich heute aber nicht. Ich war darauf eingestellt und fasste es sogar positiv als willkommene Abwechselung auf. An der Strecke gab es immer wieder Gruppen von Zuschauern. Immer freundlich, immer respektvolle Unterstützung, sehr angenehm. Viele Kinder waren dabei. Ein junges Mädchen spielte auf der Geige; ein Junge auf einer Blockflöte. Echt niedlich.

Bald ging es auf die Halbmarathonmarke zu. Soviel war klar, ich hatte heute einen besseren Tag als im Mai in Düsseldorf. Da war ich zu dem Zeitpunkt schon sehr platt. Heute fühlte ich mich noch gut dabei. Wolken hatten inzwischen die Sonne verschluckt. Wind sorgte zusätzlich dafür, dass es nicht zu warm wurde. Ich lief jetzt den Kilometer konstant unter 7 Minuten. Der Halbmarathon war schließlich in 2:26:43 Stunden absolviert. Halbzeit!

Halbzeit beim Marathon bedeutet, dass der leichtere Teil schon absolviert ist. Wenn man zu sehr nachdenkt, dann wird einem knallhart klar, dass man jetzt nochmals 21 Kilometer laufen muss. Also nicht nachdenken, einfach nur weiter laufen und die schweißtreibende Arbeit fortsetzen. Es gab einen kurzen Regenschauer. Dankbar nahm ich die kühlenden Tropfen entgegen. Der Kilometer 26 war der erste, der mir etwas schwerer viel, wo ich ein paar Sekunden langsamer wurde. Beim nächsten Kilometer machte ich das wieder gut. Dann gab es wieder „Verpflegung“ und ich konnte die Zeit die dafür drauf ging auch nicht mehr kompensieren. Mein bisher langsamster Kilometer mit 7:33 Minuten! Doch noch wehrte ich mich gegen die größer werdenden Anstrengungen. Bei Kilometer 30 konnte ich schon sehen, dass ich bei den letzten Kilometern Zeit eingebüßt hatte. Aber noch war ich mit 3:29:39 Stunden im Rahmen meiner Gesamtkalkulation. Die Frage war aber: Wie lange noch? Doch noch lief ich. An den Erfrischungs- und Verpflegungsstationen verlor ich jetzt immer ein paar Sekunden, auch ein Zeichen nachlassender mentaler Stärke. Das Anlaufen nach einer Trinkpause kostete Überwindung.

Dankbar war ich jetzt für jeden Zuspruch an der Strecke. Dann ging es an einer größeren Halle vorbei mit einem Trompeter davor: Das Attacke-Zeichen von Schalke 04. Hilfe, wie gruselig!!! Aber auch das machte mir wieder auf ein paar Metern schnellere Schritte.

Kilometer 35 geschafft. Ach was ist dass für eine schöne Quälerei. Aber jetzt gibt es nur noch den Weg nach vorne. Nach Vorne? Denkste. Nach gut 36 Kilometer habe ich einen Krampf in der rechten Wade. Autsch! Ich schimpfe und fluche und gehe zunächst vorsichtig weiter. Jetzt fängt der Spaß also richtig an. Ach ja, der rote Pacemaker mit seinen „5:00“ ist mal wieder in meinem Blickfeld. Ein Hoffnungsschimmer? Längst sind wir aber nicht mehr die letzten im Feld. Sanitätsfahrzeuge sind jetzt häufiger im Einsatz. Ein am Boden liegender Läufer mit Krämpfen wird von 2 Sanitätern versorgt. Ein Schmerzensschrei. Ich beschließe auch zukünftig Krämpfe selbst zu behandeln. Nach gut 38 Km erwischt es mich dann auch wieder. Ich dehne die Wade ganz vorsichtig nach. Es kostet ordentlich Zeit. Aber hilft nichts. Ich versuche zu rechnen. Wie lange noch? Und was ist mit meiner Zielzeit unter 5 Stunden? So ganz blicke ich nicht mehr durch. Soviel ist klar: ich darf jetzt nichts mehr verlieren. Inzwischen hat es richtig angefangen zu regnen. Das kommt zur rechten Zeit. Es spendet neues Leben. Der 39 Kilometer geht leidlich. Ich nehme jetzt auch keine Getränke mehr auf. Bringt nichts mehr, kostet auch nur Zeit. Kilometer 40 und 41 lauf ich jetzt wieder wie in der Anfangsphase des Laufes. Ich habe mich wieder gefangen und bin gleichzeitig so was von kaputt. Ach den Kilometer 40 wollte ich noch erwähnen. Da geht`s nämlich am Zentralfriedhof vorbei. Also nichts wie weg von dort. Dann Münster Innenstadt.. Die 41 Kilometermarke ist passiert. Ein Blick auf die Uhr: Aahhh!!! Ich habe Zeit genug um für den Zieleinlauf Kraft zu tanken. 42 Km und das Ziel endlich in Rechweite. Auf den letzten 200 Metern kann ich wieder richtig lachen. Und noch mal Gas geben. Endlich piept es im Ziel. Man muss Marathon laufen um diesen Augenblick zu kapieren. Kaputt, fertig, erleichter glücklich, alles zusammen. Münster, du warst eine Reise wert. Laufen aus Leidenschaft? Ja was sonst!!!


Mein Ergebnis meines 8. Marathons: 4:58:47 Stunden


Fazit zur Veranstaltung:

Die Vorab-Informationen auf der Homepage waren ausführlich und zielführend; die Aushändigung der Startunterlagen erfolgte reibungslos und zügig. Auch am Veranstaltungstag funktionierte die Organisation einwandfrei, am Start, an und auf der Strecke und auch im Ziel. Die Helfer waren überaus umsichtig, stets freundlich und zuvorkommend. Die Laufstrecke war gut gewählt, gut sichtbare Kilometertafeln, gute Beschilderung und Einweisung, wo es erforderlich war. Die Unterstützung durch die Zuschauer war einfach Klasse, ein großes Plus für die Veranstaltung. Der Weg vom Ziel zur Kleiderbeutelausgabe war mir nach dem Lauf zu weit. Aber insgesamt eine absolut empfehlenswerte Veranstaltung. Der Münster-Marathon hat mehr Zuspruch und Aufmerksamkeit verdient.

PS
Die in den Startunterlagen befindliche sportmedizinische Lauffibel ist von Dr. Matthias Marquardt ist interessant und anregend.

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Mittwoch, 31. August 2011

Rückblick August 2011


Kein Bericht; statt dessen nur die Dokumentation meiner Läufe im August 2011

Übersicht:

Täglichlaufen seit 16. März 2011: 169 Tage, 1.365 Km gesamt, 8,1 Km pro Tag

Jahreskilometer: 2.042 Km

Monatskilometer: 274 Km


Monatsstatistik:

Mi. 31.08.2011 1,7 Km
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Di. 30.08.2011 6,0 Km
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Mo. 29.08.2011 1,7 Km
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So. 28.08.2011 30,1 Km (langer Lauf quer durch die Stadt; ein Lauf durch meine eigene Geschichte/n; teilweise sehr emotional)
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Sa. 27.08.2011 2,1 Km
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Fr 26.08.2011 9,6 Km (Neue Strecke durch das Naherholungsgebiet Brandheide bis
zum Kanal in Castrop-Rauxel)

6,0 Km (zweiter Lauf)
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Do. 25.08.2011 3,7 Km (erster Lauf mit dem neuen Forerunner 305)
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Mi. 24.08.2011 15,3 Km (unten teilweise dichter Bodennebel;
oben die schmale Mondsichel)
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Di. 23.08.2011 2,5 Km
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Mo. 22.08.2011 6,9 Km
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So. 21.08.2011 3,2 Km
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Sa. 20.08.2011 2,5 Km
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Fr. 19.08.2011 30,1 Km
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Do. 18.08.2011 8,6 Km
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Mi. 17.08.2011 11,9 Km
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Di. 16.08.2011 2,5 Km
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Mo. 15.08.2011 10,9 Km
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So. 14.08.2011 10,9 Km (Regen)
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Sa. 13.08.2011 2,5 Km (Regen)
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Fr. 12.08.2011 30,1 Km (Regen, nichts als Regen)
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Do. 11.08.2011 4,5 Km
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Mi. 10.08.2011 8,2 Km
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Di. 09.08.2011 18,0 Km
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Mo. 08.08.2011 2,5 Km
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So. 07.08.2011 8,7 Km
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Sa. 06.08.2011 3,7 Km (Regen)
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Fr. 05.08.2011 11,0 Km
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Do. 04.08.2011 4,5 Km
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Mi. 03.08.2011 8,9 Km
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Di. 02.08.2011 3,7 Km (28°C und damit die höchste Temperatur
bei meinen Läufen im August)
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Mo. 01.08.2011 2,5 Km

Freitag, 26. August 2011

Forerunner 305


Nun habe ich meine Grunsätze des minimalistischen Materialeinsatzes bei meiner Lauferei doch mal über den Haufen geworfen. Ich habe mir eine richtige Trainingsuhr angeschafft, eben diesen besagten FR305. Was mich da geritten hat? Ich laufe ja seit geraumer Zeit eine bestimmte Runde, die ich allerdings variere. Ich mag diese Runde und sie bietet durchaus auch einige Abwechslung. Allerdings wenn man das Tag für Tag praktiziert, so wie ich jetzt seit einigen Monaten, dann wünscht man sich doch auch mal andere Strecken. Möglichkeiten dazu habe ich vor Ort durchaus. Doch diese Strecken jeweils mit dem Fahrrad abzumessen ist lästig. Einfach nur loszulaufen, die Strecke spontan zu ändern, das verspricht mehr Freude. Und so habe ich mir eben erstmals einen richtigen Traingscomputer zugelegt. Es ist zugegebener Maßen nicht das neueste Modell auf dem Markt, dafür aber seit Jahre bewährt. Und der Preis bei "amazon.de" war mit 138 Euro sehr günstig. Seit zwei Tagen habe ich das Teil im Einsatz und was soll ich sagen: ich bin begeistert. Heute bin ich eine völlig neue Strecke gelaufen. Einfach so. Die grobe Handhabung der Uhr ist überschaubar einfach, auch wenn ich sicher noch etwas Zeit brauche, um die Feinheiten aller Funktionen kennenzulernen.

Das Laufen heute war eine echte Herausforderung. Atemraubend die Luft schon am Morgen. Nach 65 Minuten war ich platt und das von mir vorgegebene Tempo konnte ich auch nicht ganz halten. Ich war richtig sauer und auch etwas enntäuscht. Beim Aufschreiben meiner Trainingsdaten habe ich dann festgestellt, dass mir nur noch 6 Km an 2.000 Jahreskilometern fehlen. Nach dem Frühstück etwas ausgeruht (letzter Urlaubstag heute) und dann Mittags um 12 Uhr nochmals losgelegt. "High Noon" sozusagen. Entsprechend heiß und noch schüler als am Morgen. Nach dem kurzen Einlaufen wollte ich dann drei etwas schnellere Kilometer hinlegen. Es war eine echte Plackerei, sozusagen ein "Straftraining". Die fehlenden 6 Km habe ich zustande bekommen. Da hatte ich dann aber auch wirklich genug, So stehen immerhin 2.000 Km auf meinem "Jahrestacho", das sind 500 Km mehr als sonst um die Jahreszeit üblich. 2.400 Km als Jahresvorgabe müssten daher zu schaffen sein. Das wäre dann eine persönliche Bestmarke. Bisher stehen aus dem Jahre 2007 2.286 Km zu Buche. Es ist zwar nur ein nebensächlicher Aspekt meiner Lauferei, aber nichtsdestotrotz nehme ich es mit einer gewissen Freude zur Kenntnis.

Donnerstag, 18. August 2011

Laufen, zum Beispiel wie Philipp Hövelmann

Beim Düsseldorf-Marathon im Mai hatte ich das Glück für einen kurzen Augenblick die Spitze des Läuferfeldes mit einigen Kenianern und dem Deutschen Jan Fitschen beobachten zu können. Sie kamen mir mit einigen Kilometern Vorsprung entgegen und bretterten mit wahnwitzigem Tempo um eine Kurve. Laufen und Laufen ist halt doch ein Unterschied. Ich habe im Stadtteil einen guten Läufer wohnen, dem ich hin und wieder begegne. Es ist Philipp Hövelmann, der seit einigen Jahren für einen größeren Verein, nämlich der LG Dortmund startet. Bestzeit über 5 Km - 14:59; für den HM - 1:10:38 Stunden. Aus Zeitungsberichten ist er mir bestens bekannt. Ich bin immer beeindruckt, mit welch eleganten ùnd leichtfüßigen Schritten er seine Trainingsläufe absolviert. Ein Läufer, der immer ein freundlichen Gruß oder zumindest ein kurzes Winken übrig hat, ein Umgang, den nicht alle Läufer pflegen. Ich bin immer froh, wenn er mir "nur" entgegen kommt. Doch heute, am frühen Morgen, hat es mich dann doch mal wieder erwischt. Selbst ging es mir leidlich; ich hatte noch die Kilometer von gestern in den Beinen, bei denen ich mal wieder ein zügigeres Tempo versucht hatte. Den Preis für solche Eskapaden zahle ich dann immer am nächsten Tag. So hörte ich trotz meines mühseligen Atmens und meiner schweren Schritte ein paar kurze und schnelle Schritte hinter mir; nur einen Augenblick, da war er schon vorbei und weit voraus, wie immer mit einem kurzem und freundlichem Gruß. Ehrlich gesagt wäre ich aber in diesem Augenblick gerne unsichtbar gewesen. Es ist aber schon ok so. Ich will es auch nicht darauf schieben, dass ich mehr als doppelt so alt bin. Das Alter spielt da ausnahmsweise eine völlig untergeordnete Rolle. Aber es ist schon gut, dass bei "offiziellen" Läufen die schnellen Leute nach dem Start rasch aus dem Blick verschwunden sind, wenn man sie überhaupt zu Gesicht bekommt. So gesehen laufe ich in meiner eigenen Liga, genau wie heute Morgen, am 18. August 2011, bei meinem 156. Serienlauf. Es waren um 7.00 Uhr nebenbei 15°C, aber die Wetterfrösche haben trotzdem für heute hochsommerliche Temperaturen angesagt. Egal, gelaufen bin ich ja schon, wenn auch nicht so schnell wie...

Freitag, 12. August 2011

Dunkler August (Teil 2)

Die Fortsetzung meines gestrigen Beitrags war nicht vorgesehen. Da es heute aber ein besonderer Lauf war, will ich das als Erinnerungsstütze für mich doch hier festhalten.

Auch heute Morgen war es wieder düster. Anders als die schwarzen Wolkenfetzen gestern Morgen, präsentierte sich der Himmel mit einer undurchlässigen grauen Suppe. Die hohe Luftfeuchtigkeit machte den Vorteil der recht niedrigen Lufttemperatur wieder zunichte. Lange wolte ich laufen, denn ich hatte gute Beine. Und bei dem Wetter ist Laufen ohnehin eine der besten Beschäftigungsmöglichkeiten.

Eine Wasserflasche hatte ich auch heute wieder dabei. Aber ich hatte noch keine Vorstellung, wo ich sie plazieren sollte, da mein bisheriges "Versteck" ja am vergangenen Sonntag aufgeflogen war. Nach rund 20 Minuten legte ich meine Wasserration am Rande eines Maisfeldes nieder, an einer Stelle, an der der Bodenbelag eine auffälligge Veränderung zeigte. Irgendwie musste ich das "Ding" ja auch wiederfinden.

Ich schwitzte wie Hechtsuppe. Aber mit sehr gemäßigtem Tempo sollte dass ganz gut gehen. Nach knapp 40 Minuten passierte ich erstmals meine Wasserstation und ich war dann doch froh, dass sie genau dort lag, wo ich sie untergebracht hatte.

Lange laufen heißt für mich mehr als 3 Stunden. Da es kein eigentliches Ziel gibt, außer eben stundenlang zu laufen, ist neben Bein- auch Kopfarbeit gefragt. Laufen, laufen, laufen, aber ohne Ziel. Zeit im Überfluss. Man rennt, aber zugleich betreibt der Lauf auch eine Entschleunigung. Jedenfalls geht es mir so. Und das hat eine richtig beruhigende Wirkung.

2 Stunden war ich schon unterwegs. Der Morgen hatte jetzt schon ein fortgeschrittenes Stadium erreicht. Das Himmelsgrau war allerdings noch dunkler geworden und endlich öffneten sich die Himmelsschleusen. Landregen vom Feinsten. Der zuvor spürbare Wind lies nach und der Regen fiel fast senkrecht auf mich nieder.

Lange Läufe machen aus meiner Sicht nur Sinn, wenn sie einen auch fordern. Nach knapp 3 Stunden trat diese erhoffte und zugleich gefürchtete Wirkung endlich ein. Jetzt war es ein Kampf gegen schwerer werdende Beine undf lauter werdenden Atem. Herrlich, das Marathontraing hatte begonnen. Vorher war es zwar angenehm. Aber es nutzte vom Trainingsreiz noch nicht allzuviel. Erst wenn du deine Energien verbraucht hast, dann kannst du anfangen die Kilometer zu zählen.

Regen ohne Ende. Irgendeiner drehte am Wasserhahn. Mal kam es richtig mit Schmackes, dann wieder nur verhalten. Eine Steigerung von "nass" schien aber nicht mehr möglich. Das Laufshirt klebte an der Haut. Die Schuhe waren wohl "etwas" schwerer als sonst. Komisch, dass einem beim Durchlaufen von Pfützen auch in einem solchen Zustand immer noch dieses "Huch-Gefühl" überkommt.

Meine Wasserflasche fand heute keinen Abnehmer, was ich mit Dankbarkeit registrierte. Denn auch wenn es regnete, bleibt Durst doch schlimmer als Heimweh. Nach dreieinhalb Stunden durfte ich diesen schönen Lauf beenden.

Lieber August, du treibst es in diesem Jahr wirklich dolle. In der Zeitung war heute zu lesen, dass das Naturheilbad im Stadtteil für dieses Jahr aus Gründen der schlechten Witterung ab sofort geschlossen ist. Wahrscheinlich sind die Verantwortlichen froh, dass sie das auch bei besserem Wetter bestehende Zuschussgechäft aus trifftigen Gründen beenden können.

Donnerstag, 11. August 2011

Dunkler August


August und dunkel? Ist denn nicht noch Hochsommer?. Ja, in der Tat. Inwischen schaut auch mal wieder die Sonne aus einem Meer von Wolken hervor. Und es soll sogar heute bis 23°C warm werden. Mir reicht das völlig. Aber unter Hochsommer stellt man sich schon anderes vor. Gestern Morgen bei meinem Lauf waren es gerade mal 10 °C. Heute morgen kurz nach 6.00 Uhr immerhin stolze 16°C. Bei diesen Temperaturen lässt es sich gut laufen. Heute Morgen dominierten wieder einmal schwarze Wolken den Himmel. Nur mühsam kämpften sich ein paar Sonnenstrahlen bis auf die Erde. Ein genussvoller Lauf wurde mir bei früh herbstlicher Stimmung beschert und ich hielt ein paar Male an um den frischen Morgen besser in mich aufnehmen zu können. Aber es ist schon frapierend um wieviel kürzer die Tage in den letzten Wochen geworden sind. Und wenn dann noch die dicken Regenwolken dazukommen...

Noch immer laufe ich jeden Tag. Ein gewisser Automatismus ist eingezogen. Wie selbstverständlich ziehe ich meine Laufschuhe an. Das Wetter und die eigene Befindlichkeit spielen keine entscheidende Rolle. Nicht dass es immer leicht fiele gegen Müdigkeit, Zeitnot oder was auch immer anzulaufen. Es gibt ja auch völlig unwirkliche Begebenheiten, mit skurrilen Geschichten zwischendurch. Einige Wochen hat mich ein Wackelzahn begleitet. Er klapperte beim Laufen, jedenfalls so, dass ich es wahrnehmen konnte. Ja, es war auch ein Zahn der Zeit. „Laufen im Alter“, es hat durchaus Realität. Ich kann und will es weder verdrängen noch ableugnen. Im nächsten Jahr starte ich in der „Ak 60“. Wie schön :-).

Das dies keine Bedeutung hätte vermag ich nicht zu behaupten. Es ist ein Thema für sich. Ich habe schon seit einiger Zeit die Absicht dazu meine Gedanken aufzuschreiben. Vielleicht raffe ich mich ja dazu tatsächlich mal auf.

Ach ja, das mit dem Wackelzahn hat sich erledigt; er wackelt nicht mehr. Kann jetzt als Model für/gegen Zahnärzte und als leuchtendes Beispiel für unser Gesundheitssystem engagiert werden. Der Zahnarzt darf sich jedenfalls auf einen Großauftrag freuen. Es ist unausweichlich. Es gibt aber ein Problem: ich habe keine Schmerzen. Normalerweise bekommen mich in einem solchen Zustand keine zehn Pferde zum Zahnarzt. Und ich bin außerdem absolut uneitel. Trotzdem...

In dem Zusammenhang habe ich mir mal überlegt, was meine Laufserie wohl stoppen könnte: richtige Zahnschmerzen ganz sicherlich; oder eine größere Zahnoperation. Große Schmerzen oder eine gravierende Erkrankung wohl auch. Mein Widerstand wäre in solchen Fällen durchaus überschaubar und ich würde für mich darin auch keinen großen Nährwert erkennen mit dem Kopf voran durch die Wand zu laufen; ja, so würde ich das wohl empfinden. Eine mögliche Ursache könnte wohl auch sein, dass ich einen Lauf für den späten Abend plane und mich kurz mal hinlege, also meinen Lauf sozusagen verschlafe. Das wäre sicher sehr ärgerlich. Also heißt es aufpassen. Zur Zeit habe ich allerdings Urlaub und ich genieße es am frühen Morgen zu laufen. Zur Zeit brennt da also nichts an.

Es könnte natürlich auch so sein, dass ich einfach keine Lust habe an einem Tag zu laufen. Was aber derzeit ein eher unwahrscheinlicher Grund wäre, der meine Laufserie beenden könnte. Und für einen schlappen Tag werde ich das Täglichlaufen nicht beenden. Aber sicher ist ja gar nichts. Es gäbe natürlich auch rationale Ursachen, die mein Laufen in der jetzigen Form beenden könnte. Aber wahrscheinlich ist das Täglichlaufen eher eine emotionale Geschichte. Und Widersprüche, zum Beispiel zu der Notwendigkeit einen vernünftigen Trainingsplan für einen Marathon durchzuführen, habe ich in den vergangenen Monaten sträflich negiert. Ich lasse es im wahrsten Sinne des Wortes einfach laufen. Das Ende der Serie wird kommen; vielleicht habe ich es gar mit meinem heutigen Genusslauf bereits erreicht und weiß es bloß noch nicht. Spätestens am Ende des nächsten Tages werde ich Gewissheit haben.

Der guten Ordnung halber: es war heute der 149. Lauftag in Serie. Das mag heute an Statistik reichen.

Ich sprach oben von gelegentlichen skurrilen Geschichten. Da muss dann wenigstens noch eine kleine Anekdote folgen. Am Sonntag hatte ich mal wieder einen längeren Lauf geplant und dazu eine 0,5 Liter Plastikflasche mit Wasser mitgeführt. Die deponiere ich bei solchen Gelegenheiten an „geeigneter“ Stelle. Was soll ich sagen: bei meinem ersten geplanten Stopp fand ich gähnende Leere vor. Ein Finder fand den Pfandwert von 25 Cent wohl zu verlockend. Ich bin einfach immer noch zu naiv. Jetzt böse Gedanken zu hegen wäre auch blödsinnig. Vielleicht wollte da jemand nur die Umwelt entmüllen, obwohl es da ganz andere Möglichkeiten gäbe. Es wurde übrigens kein sehr langer Lauf, was aber nichts mit der fehlenden Flüssigkeit zu tun hat. Ich habe das ganz unter dem Kapitel „Erfahrungen im Alter“ abgespeichert. :-)