Montag, 7. Juli 2008

Herzlich willkommen!


John, geb. 05.07.2008 um „fünf nach zwölf“
50 cm groß, 3020 g schwer

Freu mich!

Freitag, 4. Juli 2008

Der Grenzerkundungs-lauf geht weiter

Das halbe Jahr ist schon gelaufen. Gegen die Uhr kommt man einfach nicht an. Beim Laufen und auch sonst nicht. 1.120 Km sind in den ersten 6 Monaten zusammengekommen. Dafür habe ich gebraucht: 5 Tage, 9 Stunden, 52 Minuten und 9 Sekunden. 91-mal war ich laufen. Das sind pro Trainingseinheit gut 12,3 Km. Eine ganzer Reihe ernsthafter Tests bei Veranstaltungen waren dabei: 1-mal Marathon; 2- Mal Halbmarathon; 1-Mal 15 Km; 2-Mal 10 Km; 1-Mal 5 Km und 2 Crossläufe über 4 und 7 Km. Bestzeiten beim Marathon, bei beiden Halbmarathons, den 15 und 5 Km. Jede Menge Spaß hat es gemacht. Und mich in vielerlei Hinsicht weiter gebracht.

Mal sehen was das 2. Halbjahr bringt. Der Grenzerkundungslauf geht weiter. Soweit die Füße tragen.

Gesundheit? Danke!

Anfang der Woche hat es mich erwischt. Zahnschmerzen, dicke Backe. Außerdem erhöhte Temperatur, Schüttelfrost, Schwächegefühl, leichte Gliederschmerzen. Ob Zahnschmerzen und das „andere“ in einem Zusammenhang standen, weiß ich nicht. Jedenfalls machte sich sofort Krisenstimmung breit. Ist es was Ernst- und Dauerhaftes? Man weiß doch nie wie lange man gesund bleibt. Man kann sich vernünftig verhalten und etwas dafür tun. Aber eine Gewähr gibt es nicht. So gesehen ist Gesundheit ein Geschenk. Es kann jederzeit zurück genommen werden.

Jedenfalls war ich für 3 Tage außer Gefecht gesetzt. Am 3. Tag trat aber schon eine Besserung ein. Gestern Abend bin ich dann wieder gelaufen. Es stand ein Intervalltraining an: 5 mal 1 Km. Es regnete ziemlich ergiebig. Normalerweise macht mir das wenig, besonders bei langen und gleichmäßigen Läufen. Der Regen wird dann stoisch uns als unabwendbar hingenommen. Beim Intervalltraining ist es anders. Man wird stark gefordert und es die Laufpausen. Da nervt der Regen. So auch gestern. Und dann noch die Ungewissheit: Bist du wirklich fit? Nach dem Einlaufen fühlte ich noch etwas Schwäche und Zweifel. Doch dann habe ich es durchgezogen und es lief unerwartet gut. 5:19 Min pro Kilometer. Vielleicht schneller als sinnvoll für meine Verhältnisse. Aber als ich einmal angefangen hatte wollte ich es nicht mehr anders. Insgesamt bin ich etwas über 10 Km gelaufen. Der Regen störte dann immer weniger. Gut, es war eine merkwürdige Mischung aus Schweiß und Wasser, die ich mir immer wieder aus dem Gesicht wischen musste.

Alle Befürchtungen waren wohl unbegründet. Auch am Tag danach gibt es keine bösen Nachwirkungen.

Montag, 30. Juni 2008

Kopf- und Laufsache

Das erste Tageslicht schleicht sich durch die Jalusie. Langsam fängt das Gehirn an zu arbeiten. „Sonntag! Laufen!“ Ich schleiche mich aus dem Schlafzimmer. Die Küchenuhr zeigt 4:45 Uhr. „Boach. Was bin ich müde.“ Der Körper fühlt sich noch ziemlich eingerostet an. Einen Augenblick darf ich mir noch gönnen. Ich habe jetzt so gar keine Lust raus zu gehen und schaffe es bis auf die Couch. Nach einer knappen Stunde „Bedenkzeit“ raffe ich mich auf. Innerlich fange ich an zu verhandeln. „Müssen es denn heute wirklich
22 Kilometer sein?“ Ich trete vor die Haustür. „Ist das frisch!“ Normalerweise genieße ich die kühle Morgenluft. Heute Morgen lässt sie mich nur frösteln. Ich trotte zur Garage. Denn ich brauche das Auto an der Strecke als Getränkestation. Ich fahre die wenigen hundert Meter bis in die Nähe meines Startpunktes.

Auf geht’s! 7:20 Minuten für den ersten Kilometer. So langsam bin ich schon lange nicht mehr gelaufen. Aber schließlich habe ich auch einen langen Weg vor mir. Die Sonne zeigt sich schon deutlich am Morgenhimmel. Warm ist es trotzdem noch nicht. Ich schaue mir rechts und links meines Weges die Felder an. Insbesondere der Mais hat in den letzten Tagen einen Schuss in die Höhe gemacht. Ich scheuche mehrere Kaninchen auf. Mir fällt die Geschichte vom Hasen und dem Igel ein. Ich werde nach meinem Gefühl selbst der Rolle des langsamen Igels nicht gerecht.

In der 2. Runde sehe ich wie das Mädchen der Bauerfamilie zwei Pferde auf die Weide bringt. Ich schaue den leichten Anstieg hinauf. Auch der Wind ist stärker geworden und es ist kalt. Ich sehe die Pferde und wünsche mir selbst in dem Augenblick eine Pferdelunge. Wenn die Pferde so schnaufen würden wie ich, dann würden sie wahrscheinlich notgeschlachtet. Dabei laufe ich noch schön langsam, so um die 7 Minuten für den Kilometer. Aber ich habe immer noch nicht das richtige Laufgefühl. Der Wind wir immer ungemütlicher, besonders wo es keinen Windschutz gibt. Drei gelbe Müllsäcke am der Straßenrand haben sich selbständig gemacht. Sie wandern im Laufe meiner Runden bis auf den gegenüberliegenden Bürgersteig. Langsam tauchen auch die ersten Hunde auf, die ihre Herrchen oder Weibchen zu einem frühen Spaziergang nötigen. Kurz vor Ende der 2. Runde schlägt die Kirchenuhr sieben. . Noch 2 Stunden laufen. Ich will nicht daran denken. Kopfarbeit ist gefragt.

Nach neuneinhalb Kilometer gibt’s für mich den ersten Becher Wasser. Ich laufe bisher einen Schnitt von etwas über 7 Minuten. Ein bisschen schneller darf ich schon noch. Ich versuche kontrolliert schneller zu werden. Nach der 4. Runde kommt leichter Optimismus auf. Nur noch drei Runden! Ich beschließe, dass ich mich jetzt nicht mehr klein kriegen lasse. Nach der 5. Runde gibt es den 2. Und letzten Becher Wasser. So, jetzt kann ich es auf den letzten beiden Runden ungebremst weiter gehen. Prompt wird der nächste Kilometer deutlich zu schnell: 6:30 Min./Km. Ich nehme mir vor mich doch etwas zu zügeln. Am Ende der vorletzten Runde lese ich 2:09:31 Stunden. Wenn ich jetzt noch mal etwas Gas gebe, dann komme ich auf 2:30 Sunden. Mich packt der Ehrgeiz und ich hole den Rest aus mir raus. Jetzt zählt nicht mehr das Durchhalten. Jetzt zählt die Zeit. Ich freue mich, dass es noch so gut geht. Die Halbmarathonlinie schaffe ich mit 2:21:54 Sunden. Noch ein guter Kilometer. Jetzt muss alles raus. Nach 22,3 Km bin ich in 2:28:46 Stunden im Ziel. Die letzten gut 3 Km mit einem Schnitt von 6:03 Min./Km. Nach einem sehr zähen Beginn wurde es noch ein gelungener Trainingslauf.

letzte Woche: 52,6 Laufkilometer in 6:32 Min./Km

Mittwoch, 25. Juni 2008

Neue Herausforderungen



Auf meiner neuen Stelle in der Führerscheinstelle für den Kreis Recklinghausen bin ich inzwischen angekommen. Nach der ersten Woche sehe ich eine spannende, abwechslungsreiche und durchaus anspruchsvolle Herausforderung, die ich angenommen habe. Mein Lauftraining ist insoweit betroffen, als ich in der Woche sicher nicht mehr wie bisher vor der Arbeit laufen kann. Ich fange um 7.00 Uhr mit der Arbeit an und habe eine deutlich weitere Anfahrt als bisher. Da ist es selbst für einen Frühaufsteher nicht mehr machbar vorher auch noch laufen zu gehen. Da wird dann eben in der Woche abends gelaufen. Bei den derzeit langen Tagen ist das sowie so kein Problem. Ein bis zweimal die Woche versuche ich mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Eine Strecke sind 14 Km. Eine schöne Ergänzung zum Lauftraining. Allerdings muss ich doch darauf achten, dass die Regeneration nach dem Lauftraining nicht beeinträchtigt wird.

Am Sonntagmorgen habe ich wieder erstmals nach dem letzten Marathon einen etwas längeren Lauf gemacht. Gut 19 Km in 6:44 Minuten pro Kilometer. Es war schon in der Frühe ziemlich schwül und als ich gegen halb neun wieder zu Hause war zeigte das Thermometer schon fast 25 Grad. Ich habe getropft wie ein nasser Schwamm. Tauwetter für Dicke. Aber es hat Spaß gemacht und mir gezeigt, dass ich schon wieder ganz gut dabei bin. Nächstes Ziel ist die Teilnahme an einem 10 Km Lauf Mitte Juli. Danach kommt schon wieder der Einstieg ins Marathontraining. Derzeit trainiere ich aber noch etwas Tempo. Gestern stand ein Intervalltraining an. 5 mal 1,2 Km in 5:29 Min./Km.

In der letzten Woche sind zusammen gekommen:

34,9 Km laufen
64 Km auf dem Rad (Alltagsfahrten, kein besonderes Training)
einmal Fitness-Studio

Mittwoch, 18. Juni 2008

Nix zu machen

Mein 5 Km – Lauf beim Tengelmannlauf in Mühlheim .

Ziel: 27:39 Minuten zu unterbieten.

Warum? Weil das die Zeit ist, die ich bei meinem ersten offiziellen 5 Km Lauf erzielt habe.

Wann? Am 31.12.1988!

Meine 5 Km – Zeiten in meinem zweiten Läuferleben:

2006: 28:05

2007: 28:30 und 30:50

So stehe ich am Start. Direkt hinter mir die Walker und die Nordic-Walker. Ganz schön voll ist es am Start. Schulter an Schulter. Hoffentlich komme ich hier gut weg. Der Startschuss setzt auch den hinteren Teil des Feldes in Gang. Mit Verzögerung, versteht sich. Die Startlinie ist überschritten. Es ist eindeutig zu langsam, wenn ich meine Zielzeit nicht aus den Augen verlieren will. Und so suche ich Lücken im Feld. Mit kurzen Beschleunigungen und einem Zick-Zack-Kurs versuche ich Sekunden herauszuholen. Das kostet Kraft und ist auch nicht ohne Risiko. Aber es geht gut. Ich ecke nirgends an.

Das erste Km-Schild: 5:42 Minuten. Ich brauche einen Schnitt von etwas über 5:30 Minuten. Ich weiß wie schwer es ist 10 Sekunden gut zu machen. Und will damit gleich anfangen. Doch bald beginnt ein Anstieg und der Weg wird so schmal, dass nur wenige Läufer nebeneinander passen. Vor mir ist es wie eine Mauer. So als ob sie sagen wollte: „Du kommst da nicht rein“. Und wenn ich ehrlich bin braucht der Anstieg auch ordentlich Puste. Ob ich wirklich schneller wäre, wenn Platz da wäre?

11:32 Minuten nach dem zweiten Kilometer. „Nix zu machen“, denke ich. Und meine damit meine Zielzeit. Das wären ja schon fast 30 Sekunden, die ich aufholen müsste. Was tun? Weiterlaufen und sich nicht blamieren. Ich laufe ohne große Erwartungen weiter. Versuche aber auch nicht noch langsamer zu werden. Werde ich aber. 17:26 Minuten bei Kilometer 3.

Was mich jetzt noch antreibt? Wenigstens nur noch 2 Km. Das Ende ist nahe. Es geht jetzt abwärts. Lange Schritte und es ist natürlich leichter als beim Anstieg. Deutlich schneller und mal gucken wieweit ich damit komme. Schon das Kilometerschild 4. 22:26 Minuten. Huch, das wären ja glatte 5 Minuten für den letzten Kilometer. Das gleiche noch mal. Ich spüre einen Hauch von Übelkeit. Ist aber gleich wieder weg. Also weiter. Ein lächerlicher Kilometer. Ich puste und schnaufe, wahrscheinlich wie eine alte Dampflokomotive. Ich schaue auf die Uhr 25 Minuten sind gelaufen. Aber wieweit ist es noch. Weiß nicht. Aber nicht mehr lange? Jetzt noch einmal alles geben. Wenn ich nicht mehr kann, dann werde ich ebnen wieder langsam laufen. Der Lautsprecher im Zielbereich ist zu hören. Also weiter. Da sehe ich den Zielbogen. Blick auf die Uhr. Ich habe noch ein paar Sekunden bis zu meiner Zielzeit. Aber das ist wohl nicht machbar. Ich kann ja nicht fliegen. Trotzdem, wie von einer Tarantel gestochen laufe ich weiter, lasse mich auf ein Wettrennen mit einem Mitläufer ein. Kurz vor der Ziellinie muss er passen. Ja gibt’s denn das? Ich bin durch. 27:36 Minuten. Ja gibt’s denn das? Noch größer als die Freude ist der Sauerstoffmangel. Ich schaffe mehr stolpernd noch einige Meter bist zu einem Rasenstück und setze mich und lehne mich an einem Zaun an. Ich hänge sozusagen im Zaun. Wenig später steckt mir ein Helfer einen Becher mit Wasser zu. Eine Prise Luft wäre mir in dem Augenblick noch lieber gewesen. Aber bald geht es wieder.

Ich hole mir die Urkunde ab. Will wissen ob es offiziell ist, was ich da gestoppt habe. Ich lese 27:36 Minuten. Das passt wie angegossen.

Zuhause krame ich die alten Urkunden aus den 80er und 90er Jahren. Die älteste eben von 1988. 27:39 lese ich da. Und lege die neue Urkunde daneben. Das geht runter. Ja, ja. Bei den anderen Silvesterläufen war ich schneller. Aber nicht viel. Bestzeit war 25:46 Minuten. Ich denke kurz nach und in meinem Kopf fängt es an zu spinnen. Bis sich mein Ego meldet: „Nix zu machen.“

Samstag, 14. Juni 2008

Keine Zeit!


Gerade noch Zeit zum Laufen; aber zur Zeit keine Zeit zum Schreiben. Beruflich im Umbruch. Und auch privat habe ich einiges wegzutragen.

Training läuft schon wieder ganz gut. In der letzten Woche in 4 Trainingseinheiten fast 48 Km gelaufen. Außerdem über 100 Km Rad gefahren (aber nicht als richtiges Training). In dieser Woche bisher zwei Mal gelaufen.

Morgen gibt es ein Experiment. Ich starte beim Tengelmannlauf in Mühlheim a.d.R. über 5 Km und versuche eine Zeit zu laufen, die ich vor knapp 20 Jahren gelaufen bin (27:39 Min.)