Dienstag, 13. März 2012

Ein Jahr täglich laufen? / Müdigkeit kommt nicht vom Laufen

364. Lauftag in Folge
Lauf um 17.50 Uhr
Distanz: 6 Km (MRT)
Wetter: 9 Grad, bewölkt, schwacher Wind

Eigentlich wollte ich heute ein Intervalltraining durchführen. Aber als ich von der Arbeit nach Hause kam war ich unendlich müde. Erstmal ausruhen. Eine Stunde die Beine hoch legen bewirkt ja fast schon Wunder. Allerdings fehlte mir danach die Zeit zum Laufen. Statt des kräftezehrenden Intervalltrainings - soll eh nicht so gut sein in meinem Alter - gab es nur einen kleineren Lauf im Marathontempo. Danach fühlte ich mich wie neu geboren. Laufen macht fit; Arbeit macht müde.

Montag, 12. März 2012

Ein Jahr Täglichlaufen? / Brückentag-Lauf

363. Lauftag in Folge
Lauf um 17 Uhr
Distanz: 2,01 Km
Wetter 10 Grad, bewölkt, mäßiger Wind

Ergeben zwei Kilometer Strecke überhaupt einen Lauf? Nach meinen Regeln ja und andere Regeln gibt es hier nicht. Gestern ein langer Lauf, heute schwere Beine und daher nur ein kurzer Lauf. Gleich nach der Arbeit umgezogen und eben einmal um das Freibad gelaufen. Man glaubt es nicht, es hat gut getan. Der Druck im Kopf, hatte ich mit von der Arbeit gebracht, war verschwunden. Und auch die Muskulatur hatte sich etwas gelockert. Läuferisch bringen solche Läufe kaum was; vielleicht wäre eine Ruhepause sogar sinnvoller. Mental ist es durchaus hilfreich. Richtig ist was gut tut!

Sonntag, 11. März 2012

Ein Jahr Täglichlaufen? / Langer Lauf

362. Lauf
Distanz: 22,3 Km
Start um 5.10 Uhr
Wetter: 5 Grad, bewölkt, schacher Wind

Ein Lauf im Rahmen der Marathonvorbereitung. Während nach meiner Auffassung Täglichlaufen eher auf Harmonie und Ausgleich ausgerichtet sein sollte, geht es im Rahmen von Trainingsplänen darum "fordernde" Läufe durchzuführen. Die belasten den Körper und fordern dafür einen Tribut. Morgen werde ich zum Ausgleich nur einen kleinen Lauf absolvieren können. Täglichlaufen und Marathontraining? Das passt nicht wirklich zusammen. Man sollte sich entscheiden. Oder man findet sich damit ab, dass man bei der einen oder anderen Geschichte Abstriche machen muss.

Samstag, 10. März 2012

Ein Jahr täglich laufen? / Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt ...

361. Lauf in Serie
Start um 8 Uhr
Distanz 3,7 Km (kleine Dorfrunde)
Lauf zwischen zwei Marathon-Trainingseinheiten
Wetter: 7 Grad, leichter Regen, kalter Wind
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Seit 2010 habe ich den Eindruck, dass mir das Laufen langsam schwerer fällt. Das Alter??? Im Frühjahr 2010 eine mehrwöchige Atemwegserkrankung. Erstmals kann ich an einem Marathonlauf, für den ich angemeldet bin, nicht teilnehmen. Im Mai und im Juli folgen mit 32 und 33 Tage die ersten Täglichlaufserien. Im Oktober dann doch noch ein Marathon in 2010. Ich freue mich riesig. Am 23. Dezember 2011 starte ich eine neue Täglichlaufserie, die 81 Tage anhält. Am 14. und 15. März muss ich mit einer heftigen Magen- und Darminfektion eine Laufpause einlegen. Danach, am 16. März 2011 starte ich erneut mit dem Täglichlaufen und setze es bis heute ohne Unterbrechung fort. So bin ich 2011 lediglich an zwei Tagen nicht gelaufen. Ein paar Tage nur noch und ich würde es auf ein volles Jahr Täglichlaufen bringen. Nach meiner Erfahrung ist ein Blick in die Zukunft immer mit großen Unwägbarkeiten verbunden. Für das Täglichlaufen trifft das in einem besonderem Maße zu. Aber hoffen darf man schon...

Ich meine, dass das Täglichlaufen das eigene Bewußtsein schärft, dass sich möglicherweise das eigene Denken und die eigenen Einschätzungen verändern. Es ist aber ein Prozeß der nur sehr langsam von statten geht. Ich werde aber an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen, wenn überhaupt. Ich weiß ja nicht, ob die Entwicklung nicht auch ohne Täglichlaufen von statten gegangen wäre. Vermutlich aber nicht in diesem Maße...

Das Gefühl für die Vergänglichkeit ist aber in diesem einen Jahr gewachsen. Vor einigen Wochen habe ich im Radio ein altes Lied, gesungen von Barry Ryan, gehört. Das geht mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf.



Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt


Die Zeit
die trennt nicht nur für immer Tanz und Tänzer.
Die Zeit
die trennt auch jeden Sänger und sein Lied

denn die Zeit ist das
was bald geschieht.

Die Zeit
die trennt nicht nur für immer Traum und Träumer.
Die Zeit
die trennt auch jeden Dichter und sein Wort

denn die Zeit läuft vor sich selber fort.

Zeit macht nur vor dem Teufel halt

denn er wird niemals alt

die Hölle wird nicht kalt.
Zeit macht nur vor dem Teufel halt

heute ist schon beinah' morgen.
[From: http://www.elyrics.net/read/r/ryan-barry-lyrics/zeit-macht-nur-vor-dem-teufel-halt-lyrics.html ]

Die Zeit
die trennt nicht nur für immer Sohn und Vater.
Die Zeit
die trennt auch eines Tages dich und mich

denn die Zeit
die zieht den längsten Strich.

Zeit macht nur vor dem Teufel halt

denn er wird niemals alt

die Hölle wird nicht kalt.
Zeit macht nur vor dem Teufel halt

heute ist schon beinah' morgen.

Die Zeit
alle Zeit
Ewigkeit.
finst'ren Kneipen Lieder
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Zuvor im März gelaufen:

Fr. 09.03.2012 - 6,09 Km (MRT)

Do. 08.03.2012 - 2 Km

Mi. 07.03.2012 - 11,01 Km (Intervalltraining: 8 mal 800 m)

Di. 06.03.2012 - 2,01 Km

Mo. 05.03.2012 - 6,09 Km (MRT)

So. 04.03.2012 - 2,01 Km

Sa. 03.03.2012 - 20,13 Km (langer Lauf durch zwei kleine Naturschutzgebiete mit Rehbegegnung (langer Lauf im Rahmen des Marathontrainings)

Fr. 02.03.2012 - 2,17 Km

Do. 01.03.2012 - 4 Km (MRT)

Mittwoch, 29. Februar 2012

Land in Sicht?! / Rückblick auf den Februar 2012

13. Februar 2012 (Zitat aus einem geschriebenen, aber nicht veröffentlichten Beitrag:

"Nach 334 Tagen des täglichen Laufens gilt es also einen Schlussstrich zu ziehen. Ich hätte gerne noch weiter gemacht. Doch geht es leider nicht. Das letzte i-Tüpfelchen war und ist eine Wadenverletzung als Folge eines nächtlichen Wadenkrampfes Anfang der letzten Woche. Es war der schmerzhafteste Wadenkrampf den ich je hatte. Und ich dachte gleich, dass dies das Ende meines Täglichlaufens bedeuten würde. Doch zunächst lief ich noch einige Tage weiter, wenn auch etwas gehandikapt. Meinen Laufstil hatte ich umstellen müssen auf „Vorderfußlauf“. Doch zu aller letzt half das auch nichts mehr. Gestern noch ein Notlauf über 2 Km und danach die Gewissheit, dass es nicht mehr weiter geht. Selbst das Gehen ist ja inzwischen eine mühselige und schmerzhafte Angelegenheit."

Es ist anders gekommen. Morgens geschrieben und am späten Nachmittag dann doch gelaufen. Die Beschwerden waren nahezu wie weggeblasen. Also kein Grund nicht zu laufen. Und seitdem geht es Tag für Tag aufwärts. Ich bin derzeit völlig ohne Beschwerden. Ein gutes Gefühl, welches ich nach all den Schwierigkeiten dankbar annehme. Und einige intensivere Laufeinheiten konnte ich inzwischen auch absolvieren. Jetzt steht wieder das Laufen im Vordergrund und nicht die Beschwerden.

Mi. 29.02.2012 - 3,78 Km - (+13 Grad, mein wärmste Lauf in diesem Monat)

Di. 28.02.2012 - 7,01 Km (Tempolauf)

Mo. 27.02.2012 - 2,01 Km

So. 26.02.2012 - 2 Km

Sa. 25.02.2012 - 16,5 Km - (Winterlaufserie Duisburg)

Fr. 24.02.2012 - 2,08 Km

Do. 23.02.2012 - 2 Km

Mi. 22.02.2012 - 6,01 Km (mit Temposteigerungen)

Di. 21.02.2012 - 2 Km

Mo. 20.02.2012 - 2,1 Km

So. 19.02.2012 - Morgens 2,14 Km; Nachmittags 20,17 Km (Es geht doch!)

Sa. 18.02.2012 - 2,01 Km

Fr. 17.02.2012 - 12,01 Km (- Davon 10 Km sehr flott)

Do. 16.02.2012 - 2,01 Km

Mi. 15.02.2012 - 8,33 Km

Di. 14.02.2012 - 2 Km

Mo. 13.02.2012 - 2,01 Km (Ende der Frostperiode)

So. 12.02.2012 - 2 Km (-3 Grad)

Sa. 11.02.2012 - 6,34 Km (- 10 Grad; mein kältester Lauf in diesem Winter)

Fr. 10.02.2012 - 10,1 Km (- 4 Grad; schöner Abendlauf mit untergehender Sonne)

Do. 09.02.2012 - 2,22 Km
(-1 Grad; Lauf nach shr schmerzhaftem nächtlichen Wadenkrampf)

Mi. 08.02.2012 - 6,01 Km (-2 Grad)

Di. 07.02.2012 - 8 Km (-7 Grad, eisiger Wind)

Mo. 06.02.2012 - 2,02 Km (-4 Grad)

So. 05.02.2012 - 6,72 Km (-4 Grad; Tempotraining)

Sa. 04.02.2012 - 2,24 Km (-6 Grad)

Fr. 03.02.2012 - 7,81 Km (-3 Grad

Do. 02.02.2012 - 3,05 Km (-6 grad)

Mi. 01.02.2012 - 2,23 Km (-4 Grad)

Winterlaufserie Duisburg 2012, 2. Lauf - Dabei sein ist alles







Völlig beschwerdenfrei und mit guten Beinen ging es am vergangenen Samstag zum 2. Winterlauf nach Duisburg. Die Züge waren mal pünktlich, so dass vor dem Start noch eine gute Stunde Zeit war. Ich nutzte das um den Einlauf der schnellen 5 Km-Läufer zu beobachten. Die besten Läufer in spärlicher Bekleidung, bei ca. 8 Grad. Wenn man zwischen nur 15 und 20 Minuten unterwegs ist, dann ist es auch sicher kein Problem. Je länger die Uhr lief, desto wärmer waren die Läufer verpackt. Ich hatte mich inzwischen für kurze Hose und langes Shirt entschieden. Schließlich würde ich mehr als 1 1/2 Stunden unterwegs sein.

Meine Erwartungen waren gedämpft. Wie gesagt, beschwerdenfrei und gute Beine. Das hebe ich nach schwierigen 2 Monaten gerne hervor. In den letzten knapp 2 Wochen ist es läuferisch wieder deutlich besser geworden. Doch würde das bei meinem heutigen Testlauf noch nicht zu Buche schlagen können. Mein erster Lauf vor fünf Jahren über die 15 Km war mit 1:34:50 Stunden der langsamste gewesen. An dieser Zeit wollte ich mich orientieren.

Knapp 20 Minuten vor dem Start zog ich mich um. Etwas einlaufen und dann ins Starterfeld. Am Start entschied ich dann mit 6 Minuten pro Kilometer anzufangen. Das war zwar etwas "mutig". Aber ich wollte es halt riskieren. Tatsächlich gelang das zunächst auch ich blieb immer im Bereich von 6 Minuten und erreichte die 5 Kilometer nach 29:50 Minuten. Da wußte ich aber schon, dass das heute so nicht zu halten war. Die Substanz die ich in 2 Monaten verloren hatte, konnte nach nicht einmal 2 Wochen Aufwärtstrend wieder zurück sein. Die 6 Km passierte ich genau nach 36 Minuten. Kommt jetzt der große Einbruch? Inzwischen waren wir längst von der Straße in den Wald abgebogen. Auf einem schmalen Pfad. Das ist für mich ein sehr schöner Streckenabschnitt. Man muss nur aufpassen, dass man sich nicht in die Quere kommt.

Nach 8,5 Km gibt es Wasser zur Erfrischung. Tatsächlich ist es sehr gut gekühlt. Doch ich genieße das, bin ich doch schon reichlich ins Schwitzen gekommen. Dabei gehöre ich eher zu den nicht ganz so dick gekleideten Läufern. Manche tragen tatsächlich mehrere Schichten. Aber jeder eben so wie er es mag. Nach der Trinkpause ging es darum aus der fühlbaren Schwäche keinen Einbruch werden zu lassen. Sich nicht hängen zu lassen. Die Kilometerzeiten schwanken zwischen 6:20 und 6:11 Minuten. Es geht bis zum Schluss so weiter. Auf den letzten beiden Kilometern wünscht sich jeder der am Limit läuft das Ende herbei. Das gehört dazu. Und so bin ich heilfroh als ich endlich ins Stadion einbiegen darf und mich die letzten 300 m abstrampel. Warum mach man das? Ich kann es nicht erklären. Aber irgendwas muss es sein. Es war mein 17. Zieleinlauf bei der Winterlaufserie. Der 18. Lauf wäre dann in dreieinhalb Wochen der Halbmarathon. Ich bin guter Dinge. Letztlich habe ich mein selbst gestecktes Ziel auch dieses Mal erreicht und ich bin mit 1:32:53 Stunden fast 2 Minuten unter meiner Vorgabe geblieben. Am wichtigsten war allerdings überhaupt an den Start gegangen zu sein.

Samstag, 11. Februar 2012

Valentin - Frühling - Ostern


"Valentin - Frühling - Ostern 2012", mit diesen markanten Hinweisen wirbt ein Deko- und Blumengeschäft unten im Haus. So hat jeder seine eigene Sicht und Zählweise beim Blick in die Zukunft. Ostereier jeder Größe und Konsistent gibt es ja bereits seit Januar in den Supermärkten. Ich hingegen zähle einfach nur Tage, Lauftage nämlich, die sich hintereinander reihen. Heute war es mein 333-er Täglichlauftag in Serie. Wenn ich einen weiten Blick in die Zukunft wage, dann fehlen noch 33 Tage um das Jahr voll zu machen. Ich verbitte mir aber solche Vorstellungen, zeigen doch gerade meine jüngsten Erfahrungen, dass solche Blicke in die Zukunft sich ganz schnell von selbst erledigen können.

Der Frost hat uns noch immer fest im Griff. Heute Morgen habe ich bei - 10 °C einen persönlichen Kältelaufrekord "erzielt". Wenn es geht, dann laufe ich derzeit zu Zeiten, wo das Thermometer etwas milder gestimmt ist. Aber es ist erstaunlich, wie man sich an solche Temperaturen gewöhnen kann. Gestern Abend hatte ich mal wieder einen besonders schönen Lauf bei untergehender roter Sonne mit Augenblicke voller friedlicher Stille. Endlich mal wieder ein Lauf, in dem der Genuss im Vordergrund stand.